Auf neuen Wegen

Auf neuen Wegen
Foto: Akzo Nobel

Sind Sie gelangweilt von Ihren vier Wänden? Warum gestalten Sie sie dann nicht ein wenig um? Mit ein bisschen Gespür und etwas Geschick werden selbst Hobbykünstler zum Raumdesigner.

Man muss kein passionierter Künstler oder ausgebildeter Maler sein, um mit Wandfarben und Tapeten Schwung in die eigenen vier Wände zu bringen. Dazu reichen Pinsel, Farbrolle, Tapeziertisch und natürlich die Wunschfarben und -tapeten. Doch bevor Sie jetzt in den Baumarkt stürmen, sollten Sie den Raum, den Sie verschönern möchten, gründlich unter die Lupe nehmen. Gezielt eingesetzt können Farben die optische Wahrnehmung der Räume positiv beeinflussen. Generell lassen kräftige Farben und diagonale bzw. große Muster einen Raum kleiner, dafür aber gemütlicher erscheinen. Helle Farben und kleinere Muster vergrößern den Raum hingegen. Glanzoberflächen verstärken diese Wirkung zusätzlich.

Mit senkrechten Mustern gewinnt ein Raum optisch an Höhe und waagerecht ausgerichtete Muster ziehen die Decke nach unten. Auch unser Befinden können Farben beeinflussen. So bewirken gelbe, orange und rote Farbtöne ein Gefühl von angenehmer Wärme. Sie werden häufig mit Sonnenschein oder Feuer in Verbindung gebracht, wirken anregend und eignen sich besonders gut für den Wohnbereich oder die Küche. Blau, Grün oder Violett gelten hingegen als kalte Farben. Sie erzeugen eine friedliche, beruhigende und entspannende Atmosphäre. Beliebt sind solche Farbtöne für das Schlaf- oder Badezimmer. Achten Sie zudem darauf, dass die Wände farblich und strukturell mit Boden, Möbeln und Wohnaccessoires harmonieren.

hellblaue wand mit muster

 

2014 wird, wenn es nach A. S. Création geht, das Jahr der Muster und Strukturen. Passend dazu zeigen sich die neuen Tapeten des Herstellers mit großen Motiven und spannenden Prägungen. Foto: A. S. Création

 


Perfekt gestaltet!
Besonders individuell lassen sich Wände mit Farben gestalten. Mittlerweile können Hobbykünstler auf eine breite Palette an Hilfsmitteln zurückgreifen. Das Angebot reicht von verschiedenen Schwämmen für Wisch- oder Tupftechniken über Spezialrollen bis hin zu Stempeln und Schablonen, mit denen sich im Handumdrehen die schönsten Muster auf die Wände zaubern lassen. Die Wahl der richtigen Farbe ist abhängig vom Untergrund und vom Raum, der gestrichen werden soll. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Farben auf Wasserbasis und lösungsmittelhaltigen Farben.

„Schöne Wände sind wie schöne Kleider, man fühlt sich einfach gut“, so Harald Glööckler, der jüngst seine T apetenkollektion „Glööckler Deux“ für die Marburger Tapetenfabrik präsentierte. Foto: Marburger Tapetenfabrik

 

 

Zur  Wandgestaltung im Innenbereich kommen meist wasserlösliche Dispersionsfarben zum Einsatz: Sie trocknen schnell, sind geruchsarm und können auf vielen Untergründen aufgetragen werden. Für Bad und Küche sind sie allerdings ungeeignet, da die Oberfläche Schmutz und Feuchtigkeit aufnimmt. Für diese stark beanspruchten Wandflächen gibt es spezielle Farben, die Fungizide zur Verhinderung von Schimmel enthalten.

wand mit voegeln

 

Das „Frischeweiß“ von Auro baut Schadstoffe und Gerüche aus der Luft ab. Foto: Auro

 

 

Wer auf ein besonders gesundes Wohnumfeld Wert legt, kann auf natürliche Farben wie Silikat-, Leim- und Kaseinfarben zurückgreifen. Letztere sind sogar wasserfest und eignen sich damit auch für Feuchträume. Inzwischen sind auch Spezialfarben auf dem Markt, die nicht nur die Wände verschönern, sondern darüber hinaus noch Schadstoffe, Gerüche und Keime aus der Raumluft abbauen. Dank einer speziellen Rohstoffkombination wirkt der Anstrich als Katalysator, der mithilfe von Licht die Schadstoffe der Raumluft in neutrale Stoffe aufspaltet.

tapetenkollektion roll over gelbe Wand

 

Die Tapetenkollektion „RollOver Deco“ von Erismann bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Werden die Tapeten überstrichen, intensivieren sich die Strukturen, sodass lebhafte Effekte entstehen. Foto: Erismann

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