Bad und Küche: Die neuen Räume zum Wohlfühlen

Bad und Küche: Die neuen Räume zum Wohlfühlen
Foto: Häcker Küchen

Moderne Küchen und Bäder haben nichts mehr mit den nüchternen Funktionsräumen vergangener Zeiten gemein. Heute präsentieren sie sich als perfekt inszenierte Bereiche zum Wohlfühlen.

Küche und Bad – oft werden diese Bereiche von Gästen besonders gründlich und kritisch beäugt. Da die Ausstattung stark funktionsorientiert ist, können Besucher sie leicht mit ihren eigenen Küchen und Bädern vergleichen. Mit den neuesten Trends in puncto Bad- und Küchenausstattung lässt sich aber auch in diesen Standardräumen mit Individualität punkten.

Auf dem Präsentierteller

In Küche und Bad sind Ordnung und Sauberkeit ein Muss. Der dadurch implizierte Minimalismus kann und sollte durch eine räumliche Großzügigkeit ausgeglichen werden. Bei Küchen gelten offene Wohnküchen als anhaltender Trend. Ihr großes Plus: Sie holen das Kochen mitten ins Leben hinein. Doch gerade wenn Kochen und Wohnen zu einer Einheit verschmelzen, sollten ergonomische Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Große Arbeitsflächen in rückenschonender Höhe, breite Sitzbänke sowie ein intelligentes Zusammenspiel unterschiedlicher Lichtquellen wirken einladend und machen die Zubereitung von Speisen zum Vergnügen. Frei stehende Kochinseln werden um weitere Funktionen ergänzt. Ist ausreichend Fläche vorhanden, genügen ein paar Barhocker, um aus der Kochinsel einen einladenden Tresen zu machen. Hier können Gäste den Aperitif gemeinsam mit dem Koch einnehmen. Immer häufiger präsentieren sich Kochinseln in sanft geschwungenen Formen.

Die Einrichtungslinie „Brera 76“ des italienischen Herstellers Marchi Cucine besitzt mit der charmanten Kombination aus Holz, Metall und Beton einen unverwechselbaren Charakter. (Foto: Marchi Cucine)

Dabei müssen sie nicht zwingend das Farbschema der restlichen Küchen einrichtung aufgreifen, sondern dürfen gerne einen deutlichen Kontrast dazu setzen. Grundsätzlich nähert sich die Kücheneinrichtung immer mehr einer typischen Wohnzimmereinrichtung an. Grifflose Hochglanzfronten sind bei modernen Küchenmöbeln inzwischen Standard. Das früher übliche Weiß oder Beigebraun muss zugunsten wärmerer Farben wie Dunkelrot, Orange oder Currygelb weichen. Auch ein edles Blau und ein elegantes Grau liegen im Trend, gern in Verbindung mit akzentuierenden Glas- oder Steinelementen. Dünne Arbeitsplatten, dezente Induktionskochfelder und schlanke, herausziehbare Spülbrausen ergänzen den wohnlich-gemütlichen Look. Das Nonplusultra in der Verbindung von Küche und Wohnraum: Dunstabzugshauben, die als Kronleuchter getarnt einen prächtigen Blickfang bieten.

Nachschlag

Auf einer Lebensmittelmesse in Tokio wurden kürzlich Roboter vorgestellt, die völlig selbstständig kochen und backen. Der Siegeszug der technischen Geräte in der Küche ist nicht aufzuhalten. Dabei muss es nicht gleich eine humanoide Maschine sein; auch die durchschnittliche Anzahl an „normalen“ Küchengeräten wie Mikrowellen oder Dampfgarern steigt stetig an. Lässig und futuristisch zugleich ist die Steuerung über ein in die Küchenfront integriertes Touchpanel.

Damit das Kochen zum Vergnügen wird, braucht es nicht nur schicke und funktionelle Möbel, sondern auch das passende Equipment – wie das Einkochset von Leifheit, das es bei uns übrigens zu gewinnen gibt. (Foto: © Leifheit)

Damit können nicht nur Küchengeräte, sondern auch Lampen, Heizelemente und Jalousien in den angrenzenden Wohnbereichen kinderleicht reguliert werden. Bei aller Technikliebe steht bei den meisten Bauherren in der Küche nach wie vor eines im Mittelpunkt: das Essen. Was früher nach dem Einkaufen sofort verstaut wurde, lässt sich heute effektvoll in Szene setzen. Kühlschränke mit transparenten Türen, wie man sie aus Gaststätten und Supermärkten kennt, halten Einzug in private Küchen. Insbesondere Getränke werden auf diese Weise präsentiert. Passend dazu entscheiden sich mehr und mehr Häuslebauer für den sogenannten amerikanischen Kühlschrank, der extra groß und doppeltürig daherkommt. Besonders imposante Modelle punkten mit praktischen Zusatzfunktionen wie einem Eiswürfelbereiter, einem Trinkwasserspender oder einer Weinklimazone mit UV-Schutztür.

Bäder mit Charakter

„Rainshower SmartControl“: Mit nur drei Knöpfen lassen sich Temperatur und Wasserstrahl steuern. (Foto: Grohe)

Genauso wie die Küche etabliert sich auch das Badezimmer zunehmend als Wohnbereich, der in seinem optischen Anspruch anderen Räumen in nichts nachsteht. Kein Wunder also, dass es verstärkt mit anderen Wohnzonen kombiniert wird. Speziell moderne Schlafzimmer haben oftmals ein integriertes Bad, abgetrennt nur durch eine matte Verglasung. Unabdingbar für eine derartige Vermischung: eine leistungsfähige Klimaanlage, die Temperatur und Feuchtigkeit reguliert. Ein lichtdurchflutetes, aber dennoch sichtgeschütztes Bad lässt sich gut im obersten Stock eines Hauses bauen. Wer gerne unter dem Sternenhimmel entspannt, sollte sich überlegen, Wanne oder Whirlpool direkt unter einem großen Dachfenster zu platzieren.

Für jedes Alter

Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt es sich, schon bei der Grundrisserstellung mehr als ein Badezimmer einzuplanen. Wer mindestens ein Bad als barrierefreies Generationenbad anlegt, ist auch für unvorhergesehene Veränderungen im Leben gut gerüstet. Ein großes Badezimmer mit viel Bewegungsfreiheit, breiten Waschbecken und praktischen Haltegriffen erleichtert Jung und Alt gleichermaßen den Aufenthalt.

Der Duschplatz von Kermi bietet einen hohen Schallschutz. Den Kern des Systems bildet ein befliesbares Duschboard aus dem dauerbelastbaren Spezial-Hartschaum XPS. (Foto: Kermi)

Innovativ und fantasievoll wirkt es, wenn sich die einzelnen Bäder eines Hauses thematisch voneinander abgrenzen. So kann zum Beispiel das Hauptbad mit schlichter Eleganz und klarer Linienführung glänzen, während das Gästebad nach orientalischen Motiven entworfen und dekoriert wird. Bei den Materialien dominieren zwei große Strömungen: ein leichter, edel akzentuierter Purismus und als Gegenentwurf dazu eine rustikale Natürlichkeit. Letztere lässt sich beispielsweise mit abwaschbaren Holzverkleidungen und Armaturen aus glänzendem Messing oder Kupfer kreieren. Vertikale Gärten ersetzen die mittlerweile etwas spießig anmutenden Topfpflanzen. Beim Purismustrend kommt vor allem Glas eine tragende Rolle zu. Grob wirkende Stoffe wie Stahl oder Beton lassen sich dadurch optisch ausbalancieren.

Mit allen Wassern gewaschen

 

Wellness im eigenen Badezimmer mit der Dampfbad-Infrarotkabine von repaBad. (Foto: repaBad)

Wer heute ein Bad plant, für den gibt es in der Regel kein Entweder-oder: Wanne und Dusche haben gleichermaßen ihren festen Platz im Waschraum. Frei stehende Wannen bilden dabei den expressiven Mittelpunkt, während sich Duschkabinen eher zurücknehmen. Beliebt sind ebenerdige, rahmenlos verglaste Duschen, die als Dampfduschen jedes Bad noch einen Tick extravaganter machen. Badewannen begeistern mit asymmetrischen, voluminösen Formen und extrem glatten Hochglanzoberflächen. Ob als Regenwald-, Wasserfall- oder LED-Dusche – ein außergewöhnlicher Duschkopf verwandelt eine schnöde Nasszelle im Handumdrehen in ein luxuriöses Home-Spa. Das Bad ist ein sehr persönlicher, emotionaler Raum. Demgemäß sollte keineswegs vergessen werden, es mit einer individuellen Note zu beleben. Das kann ein antiker Spiegel oder ein Apothekenschränkchen vom Flohmarkt sein. Auch ein Vintage-Parfümflakon oder Muscheln aus dem letzten Urlaub machen sich gut. Wie immer beim Dekorieren sollte man es aber auch beim Verzieren eines Badezimmers nicht übertreiben. Denn der Grat zwischen charmant und kitschig ist ausgesprochen schmal.

 

 


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