Bausparvertrag: Für jede Lebenslage

Bausparvertrag: Für jede Lebenslage
Dieses Haus blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Zigmal wurde es umgebaut. Das sieht man dem schmucken Einfamilienhaus gar nicht an. Fotos: Bausparkasse Schwäbisch Hall

Vom Einfamilienhaus zum Dreigenerationenhaus: Mit seinen zahlreichen Um- und Renovierungsarbeiten hat dieses Haus eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Gestemmt wurden die verschiedenen Vorhaben mit insgesamt 17 Bausparverträgen, die die Familie im Verlauf von 43 Jahren abschloss.

Als abendliche Vorlesegeschichte, im Fernsehen, als Plüschtier oder als Aufdruck auf dem T-Shirt, das stolz getragen wird: „Bob der Baumeister“ gehört bei vielen Familien mit kleinen Jungs zum Familieninventar. Unermüdlich rackert die Zeichentrickfigur, baggert, baut, malert und erledigt Reparaturen aller Art und zeigt nebenbei, wie wichtig und wertvoll Teamarbeit ist. Eine Figur, die scheinbar aus dem realen Leben gegriffen wurde, nur dass sie in unserem Fall real ist. Seit 43 Jahren lebt der Bauherr mit seiner Familie in der Nähe von Schwäbisch Hall in einem Wohnhaus, das er weitgehend selbst gebaut hat. Eine lange Zeit, die viele Bewohner kommen und gehen hat sehen und auch am Haus selbst nicht spurlos vorübergegangen ist.

Am Anfang war es ein Bausparvertrag

Anbauten, Umbauten, Renovierungsarbeiten: Wer sein Wohnhaus über die Jahre so vielfältig und flexibel nutzt, hat einiges zu tun.

Den Kopf voller Pläne hatte das frisch verheiratete Paar im Frühjahr 1974, das damals in einer Einliegerwohnung im Elternhaus des Bauherren lebte. Und obwohl den beiden klar war, dass ihre 64 m² große Wohnung auf Dauer zu klein sein würde, ein Hausbau gehörte nicht dazu. „Wir wollten eigentlich das Haus der Schwiegereltern übernehmen. Das war aber für den Umbau zu umständlich“, erzählt die Hausherrin. Der Schwiegervater, selbst in der Baubranche tätig, war es schließlich, der ihnen empfahl: „Baut neu, da habt ihr mehr davon!“

Zu den guten Ratschlägen gab es von beiden Vätern sowie der Großmutter noch finanzielle Unterstützung jeweils in Form eines Bausparvertrags hinzu. Ein Geschenk, mit dem der angehende Bauherr zunächst jedoch wenig anzufangen wusste. Denn die Bedeutung und Vorteile des Modells waren ihm nicht klar. „Erst durch unsere Väter ist mir bewusst geworden, dass das eine sinnvolle Sache ist.“ Und so ist es nicht bei diesen ersten Verträgen geblieben. Insgesamt 14 weitere Bausparverträge folgten im Lauf der Zeit, um die diversen Umbauten finanzieren zu können.

Eine Belastung war es dennoch

Auch ein Gartenhaus gehört auf den Grund.

Trotzdem war es nicht immer einfach, die Belastungen zu schultern. Ein Kredit über 210.000 Mark zu einem Zinssatz von fast elf Prozent führte das eine oder andere Mal zu schlaflosen Nächten. Heute ist sich der Hausherr sicher: So „würde man das unter diesen Umständen nicht mehr machen“. Doch auch wenn die heutigen Voraussetzungen nicht mehr mit denen von damals vergleichbar sind, der Weg zu den eigenen vier Wänden ist nie einfach und oft mit Verzicht verbunden.

So wurden große Reisen oder der Kauf eines neuen Autos zurückgestellt. Aber auch die Bauarbeiten selbst wurden zur Belastungsprobe, da die beiden oft noch bis spät abends auf ihrer Baustelle werkelten. „Irgendwann hast du dann genug. Dann willst du da rein – egal, ob es fertig ist oder nicht“, so die Bauherrin. Doch bis es so weit war, vergingen noch zwei Jahre. Im Sommer des Jahres 1975 konnte die kleine Familie dann endlich mit Sack und Pack in ihr neues, eigenes Zuhause einziehen.

Veränderte Lebenssituationen

Auch bei der Gartengestaltung zeigt sich viel Liebe zum Detail. Man merkt einfach, dass den Bewohnern wichtig ist, ihr Zuhause immer wieder zu verschönern.

1977, gerade zwei Jahre nach dem Einzug, wurden die Ärmel wieder hochgekrempelt. Das Einfamilienhaus wandelte sich in ein Mehrgenerationenhaus, indem das bis dahin ungenutzte Dachgeschoss für die Mutter des Hausherrn ausgebaut wurde. Deren eigenes Heim war ihr nach dem Tod ihres Mannes zu groß geworden. Ihr Einzug war das Startsignal für zahlreiche weitere Veränderungen, denen das Haus in den folgenden Jahren unterworfen wurde. Viele Umbauten, Renovierungen und Modernisierungen ließen die Familie auch in den nächsten Jahren kaum zur Ruhe kommen.

So kamen etwa neue Wände in das ursprünglich sehr offen gestaltete Wohnhaus, um auf die steigenden Heizkostenpreise zu reagieren. Neue, hochwärmedämmende Fenster folgten, und auch das Dach bekam eine Sanierung unter energetischen Blickwinkel. Aber nicht nur das Thema Energieeffizienz bestimmte die unterschiedlichen Vorhaben, auch die Kinder des Paars sorgten für die eine oder andere Veränderung. So zogen die beiden nach dem Tod der Großmutter unter das Dach ein. Wieder einige Jahre später wurde das Dachgeschoss zur Heimstatt der Tochter mit ihrer Familie. Als diese für die mehrköpfige Familie schließlich zu klein wurde, wurde kurzerhand getauscht. Das Bauherrenpaar siedelten ins Dachgeschoss über, während die Tochter mit ihrer Familie die Hauptwohnung bezog. Fast schon selbstverständlich, dass jede Veränderung Renovierungs- und Umbauarbeiten nach sich zog. Letztlich gab es kaum ein Jahr, in dem nicht irgendwo Hand angelegt und das Haus neu gestaltet wurde.

Sicher finanzieren

Für die nötige finanzielle Sicherheit im Rücken der Familie sorgten die insgesamt 17 Bausparverträge, die das Ehepaar im Verlauf der Jahre abgeschlossen hatten. Spießig findet er den Finanzierungsklassiker keineswegs, ganz im Gegenteil. „Uns hat es immer gutgetan, wenn wir das Geld bekommen haben und vorher schon wussten, was wir an Zinsen zahlen müssen.“ Darum überrascht es keineswegs, dass auch der nächste Bausparvertrag schon abgeschlossen ist. Denn wer weiß schließlich schon, was im Alter noch so alles anfällt. Einige kleine Umbau- und Renovierungsarbeiten dürften da ja bestimmt noch anstehen. Und noch etwas scheint sicher: Die obligatorische Frage bei Bob der Baumeister, „Können wir das schaffen?“, wird auch hier mit einem ganz zuversichtlichen „Yo, wir schaffen das!“ beantwortet.


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