Brandschutz

Brandschutz
Das neue Sockelsystem von Saint-Gobain Weber ermöglicht nun auch für die Kelleraußenwände eine mineralische, nicht brennbare Dämmung. Foto: epr/Saint-Gobain Weber

Der Brandschutz ist ein sehr wichtiges Thema, um sich zuhause sicher fühlen zu können. 7 Punkte, welche Maßnahmen dafür anstehen.

1. Unabhängiger Sachverständiger

Für den Brandschutz gibt es kaum gesetzliche Vorschriften. Beim Neubau empfiehlt es sich daher, einen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, der den in der Bau- und Leistungsbeschreibung festgeschriebenen Brandschutz prüft.

2. Regelmäßige Wartung

Einen zuverlässigen Schutz bieten Feuerlöscher und Rauchmelder nur, wenn sie regelmäßig gewartet werden. Auch für die Versicherungsleistung im Schadensfall ist dies ein wichtiger Aspekt. Feuerlöscher sollten deswegen alle zwei Jahre vom Kundendienst überprüft werden. In Rauchmelder gehören zudem immer funktionstüchtige Batterien.

3. Materialwahl der Baustoffe

Baustoffe sind nach DIN 4102 in unterschiedliche Brandschutzklassen eingeteilt. Einen guten Schutz bieten „nicht brennbare“ Baustoffe – also mineralische Materialien wie Sand, Kies, Ton, Beton, Ziegel und spezielle Gipsbauplatten – oder „schwer entflammbare“ Baustoffe wie Glasfaserplatten und -filze, Gipskartonplatten oder Holzwolleleichtbauplatten. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall daher nach den Prüfzertifikaten.

4. Rauchgasentwicklung vermeiden

Für die Innenausstattung sind natürliche Stoffe und Materialien empfehlenswert, da sie bei Feuer keine giftigen Rauchgase entwickeln.

5. Fluchtwege planen

Der Grundriss sollte mehr als einen Fluchtweg aus jedem Geschoss bieten. Dazu zählen auch die Fenster. Für Dachfenster empfehlen sich Mindestmaße von 120 cm x 90 cm. Elektrische Rollläden müssen sich auch manuell bedienen lassen. Planen Sie für gehandicapte Personen unbedingt barrierefreie Fluchtwege ein.

6. Fachmännische Elektroinstallationen

Die Elektroinstallation bzw. deren Instandsetzung sollte nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Es empfiehlt sich außerdem, die Elektroinstallation regelmäßig warten zu lassen. Spezielle Brandschutzschalter beugen Kabelbränden vor, indem sie Lichtbögen in der Elektroinstallation registrieren und den betreffenden Stromkreis abschalten.

7. Solaranlage

Achten Sie bei der Installation einer Solaranlage auf einen Abstand von 15 cm zwischen den einzelnen Solarmodulen. So wird im Brandfall eine geschlossene Barriere verhindert. Hilfreich ist auch ein Notschalter bzw. „Feuerwehrschalter“, der die Anlage vom Hausnetz und vom Wechselrichter trennt.

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