Die eigenen vier Wände fürs Auto

Die eigenen vier Wände fürs Auto
Elegant und stilbildend fügt sich das Deckensektionaltor Normstahl Superior+ 42 in die Hausfassade ein. (Foto: epr/Normstahl)

Massiv gebaut oder Fertiggarage, aus Stahlbeton, Blech oder Ziegeln – wenn es um einen sicheren Unterschlupf für das Auto geht, stehen den Bauherren in puncto Bauweisen sowie Formen und Farben viele Möglichkeiten offen. Ein Überblick.

Moderne Garagentore besitzen nicht nur eine attraktive Optik, sondern auch eine komfortable Ausstattung wie etwa ein integriertes Lüftungssystem. Foto: epr/Belu Tec

Sein Auto möchte man immer sicher untergebracht wissen, sodass es vor Witterung, Diebstahl, Vandalismus oder Marderfraß geschützt ist. Vor allem nachts oder während des Urlaubs bietet eine geschlossene Garage mehr Sicherheit als beispielsweise ein offener Carport. Erkundigen Sie sich jedoch vor Baubeginn unbedingt bei dem zuständigen Bauamt, ob eine Bauanzeige ausreicht oder eine Baugenehmigung erforderlich ist. Das ist besonders wichtig, wenn die Bauten auf die Grenze geplant werden. Anschließend gilt es, weitere Faktoren zu bedenken, um eine Garage zu bauen, die innerhalb der eigenen finanziellen Möglichkeiten liegt und den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Zunächst steht hier die Frage nach einer massiv gebauten oder einer Fertiggarage im Raum.

Stein auf Stein

In diesem geräumigen Modell von MC-Garagen findet nicht nur das Auto, sondern auch das Fahrrad und der Rasenmäher einen sicheren Platz. Foto: epr/MC-Garagen

Eine Massivgarage steht für Langlebigkeit und somit auch für einen höheren Wert. Weiterhin ist der Rahmen für Gestaltungsoptionen wesentlich größer als bei Fertiggaragen. Bei einer nachträglich gebauten Garage ist es ratsam, auf die Materialien und Farben des Hauses zurückzugreifen, damit sich die Garage harmonisch in das Gesamtbild einfügt. Anfangs heißt es, sich Gedanken über die Nutzung der Garage zu machen. Soll zu einem späteren Zeitpunkt eventuell ein größeres Auto oder ein Zweitwagen in der Garage Platz finden? Dann ist es empfehlenswert, sie dementsprechend größer als in den Standardmaßen von 6 m x 3 m zu planen. Hinzu kommt die Ausstattung mit Garagentor, möglichen Fenstern und einer Tür. Letztere muss aus Brandschutzgründen feuerhemmend sein, falls es sich bei der Garage um einen direkten Anbau an das Wohnhaus handelt.

Das Garagendach bietet sich für die Installation einer Solaranlage, die das Haus mit kostenlosem Sonnenstrom versorgt, an. Foto: ZAPF

Je nach Nutzungswunsch können Sie auch Steckdosen, einen Wasseranschluss sowie eine Heizung einbauen lassen. Als Baumaterial eignen sich Ziegel, Hohlziegel, Porenbeton (auch Leichtbeton oder Gasbeton genannt) sowie Kalksandstein oder auch Lehmsteine. Alternativ ist auch eine Garage aus Holz denkbar. Zu beachten ist bei Stein-auf-Stein-Bauten, dass die Putzschicht sowohl innen als auch außen optimal verarbeitet wird, damit keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann. Das Fundament sollte grundsätzlich frostfrei sein. Das Manko einer massiv gebauten Garage sind die Kosten. Die zusätzlichen Leistungen von Architekten, der hohe Materialaufwand und die längere Bauzeit, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann, schlagen sich in einem höheren Preis nieder.

Fix und fertig

In den meisten Bundesländern ist für die Errichtung einer Garage eine Baugenehmigung erforderlich. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bauamt! Foto: Hansebeton

Im Vergleich zu Massivgaragen fallen für eine Fertiggarage nur geringe Ausgaben an. Aus Stahlbeton errichtet sind sie äußerst tragfähig und langlebig und überzeugen durch eine variable Formgebung, die beispielsweise auch rund sein kann. Unter den verschiedenen Wand- und Dachformen, Torlösungen, Materialien und Farben findet sich für jeden Geschmack die passende Ausführung. Auch die schnelle Inbetriebnahme spricht für eine Fertiggarage; die vorgefertigten Elemente werden nach der Lieferung innerhalb weniger Stunden aufgebaut.

Denken Sie auch über den Einbau einer Nebentür nach: Vor allem, wenn Sie die Garage als zusätzliche Abstellfläche nutzen, ist ein zweiter Eingang sinnvoll. Foto: Exklusiv-Garagen

Einen weiteren Vorteil bietet die größere Stellfläche. Dank der schmalen Wände bleibt in einer Fertiggarage mehr Raum, um Fahrräder, Werkzeug oder Autozubehör unterzubringen. Ein Negativpunkt ist die Schwitzwasserbildung, die bei wetterbedingten Temperatursprüngen auftreten und zu Schimmelbildung führen kann. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ist die Aufbewahrung feuchtigkeitsempfindlicher Gegenstände hier ungeeignet. Unverzichtbar ist bei einer Fertiggarage deshalb eine Lüftung, um den Raum zu entfeuchten und die Luftqualität zu verbessern. Dazu dienen in erster Linie die natürliche Fugenlüftung und Lüftungslöcher. Letztere sind mit Gittern aus Kunststoff von außen abgedeckt.

Krönender Abschluss

Mit dem Kran wird diese Fertiggarage des Herstellers Zapf an die richtige Stelle gebracht. Auf dem Grundstück sollte daher zum Abladen genügend Platz vorhanden sein. Auch die Zufahrtswege müssen entsprechend breit sein. Foto: ZAPF

Bei der Gestaltung des Garagendachs bieten sich ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten an. Von einer zusätzlichen Beschichtung über die Bekiesung bis hin zur Begrünung sind der Fantasie nur wenige Grenzen gesetzt. Fehlen sollte aber auf keinen Fall die Dachentwässerung mit Dachrinne und Fallrohr aus PVC oder Zinkblech.

Für ein stimmiges Zusammenspiel von Garage und Haus ist es empfehlenswert, auch hier wieder auf die Optik des Hauses zu achten. Grundsätzlich sind die gleichen Dachformen wie auch beim Hausbau umsetzbar: vom Flachdach über Krüppelwalm- und Pultdach bis hin zu Sattel- und Schleppdach. Bei einem Satteldach, das an das Haus angebunden ist, kann der über der Garage befindliche Raum als Wohn- oder Abstellraum genutzt werden. Für ein Flachdach bietet sich eine mit Bitumen abgedichtete Betondecke an. Außerdem sollte es eine minimale Neigung aufweisen, damit das Regenwasser gut ablaufen kann. Wichtig ist auch hier wieder eine Abdichtung gegen eindringendes Wasser. Bauherren, die an dieser Stelle Geld sparen möchten, können die Ablaufrohre selbst montieren.


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