Eigenleistung

Eigenleistung
Klartext hilft: Gehen Sie mit Ihrem Baufinanzierungsspezialisten auch Ihre geplanten Eigenleistungen durch. Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden/thx

Mit eigenen handwerklichem Geschick, können beim Hausbau einige Tausend Euro gespart werden. Doch nicht jedes Gewerk bietet sich dafür an und vorab sollte alles besprochen sein. Nur so rechnet die Bank auch die Eigenleistung an.

1.Flexibler Darlehensvertrag

Falls Sie einen Teil des Eigenkapitals durch Eigenleistungen ersetzen möchten, kommt es nicht allein auf möglichst niedrige Hypothekenzinsen an. Stattdessen sollte der Darlehensvertrag flexibel für Sie als Kreditnehmer gestaltet werden.

Flexibilität bedeutet, dass Sie während der Zinsbindung wichtige Parameter Ihres Darlehens entsprechend Ihrer finanziellen Möglichkeiten ändern können. Manche Dinge im Leben sind bekanntlich nicht planbar. Sie sollten daher darauf bestehen, dass Sie den anfänglichen jährlichen Tilgungssatz, ohne dass dafür Kosten anfallen, verändern können. Also anheben in finanziell guten Zeiten, aber auch absenken, falls es vorübergehend ein wenig enger werden sollte.

2. Sondertilgungen beim Darlehensvertrag

Achten Sie darauf, dass der Darlehensvertrag auch eine jährliche Sondertilgung in Höhe von 5 bis 10 Prozent des Anfangsdarlehens enthält.

Die Möglichkeit von Sondertilgungen sollten Sie auch im Darlehensvertrag berücksichtigen lassen, wenn Sie heute noch nicht wissen, ob Sie in den nächsten Jahren höhere Geldflüsse haben werden. Übliche Geldquellen für die Sondertilgungen sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Bonuszahlungen vom Chef. Aber auch Schenkungen und Erbschaften.

3. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten nutzen

Die Eigenheim-Finanzierung mit hohen Eigenleistungen ist für Banken ähnlich riskant wie eine (beinahe) Vollfinanzierung mit extrem wenig oder völlig ohne Eigenkapital. Weil die Institute sehr sorgfältig darauf achten, dass Ihre Einkommensverhältnisse es erlauben, die finanziellen Verpflichtungen dauerhaft zu tragen, sollten Sie weitere, sehr zinsgünstige Finanzierungsbausteine bzw. alle staatlichen Fördermöglichkeiten nutzen, auf die Sie Anspruch haben.

4. KfW

Die KfW hält zusätzlich zinsgünstige Darlehen für anspruchsberechtigte Immobilienerwerber, insbesondere im Rahmen der Programme „Energieeffizient bauen“ und „Wohneigentumsprogramm“, bereit.

5. Gemeinden

Wichtig: Manche Gemeinden ködern Neubürger mit Baukostenzuschüssen, zinsgünstigen Darlehen und auch Preisrabatten beim Kauf städtischer Grundstücke. Fragen Sie im Rathaus der Stadt oder Gemeinde danach.

6. Sonstige Kreditmöglichkeiten

Erkundigen Sie sich in Ihrer Unternehmens-Personalabteilung nach zinsgünstigen Eigenheimkrediten. Auch „Verwandtendarlehen“, von Onkel und Tante oder den Großeltern, können einige 10.000 Euro fehlendes Eigenkapital ersetzen, ohne dass Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen.

7. Websites für Förderungen

Kommunale Förderungen: www.aktion-pro-eigenheim.de
Bundesländer:  www.baufoerderer.de
Extra für Energiesparer, jeweilige Landesenergie-Agentur: www.energieagenturen.de

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