Ein gutes Team mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage

Ein gutes Team mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage
Außen präsentiert sich das Einfamilienhaus klassisch mit einer Klinkerfassade im Erd- und einer weißen Putzfassade im Obergeschoss. Fotos: Vaillant

Auf einem idyllischen Fleckchen Erde in Schleswig-Holstein, weit weg von der Hektik einer Großstadt, hat sich ein Ehepaar seinen Traum von einem ländlichen Wohnen erfüllt. Ihr hocheffizienter Neubau ermöglicht es ihnen dabei, energetisch nahezu autark zu wohnen.

Insgesamt acht Kollektorschleifen sind in einer Tiefe von circa 1,5 m verlegt. Dicht am Haus wurden diese in einem Schacht mit Verteiler zusammengeführt.

Mitten zwischen Wiesen und Wäldern fand sich ein weitläufiges Grundstück, auf dem eine alte, nicht mehr bewirtschaftete Hofanlage stand. Doch leider erwies sich die Bausubstanz der Anlage als zu marode, als dass man Wohn- und Stallgebäude hätte retten können. Genutzt wurde der Raum jedoch für einen modernen, hocheffizienten Neubau, der auf den alten Grundmauern errichtet werden konnte. Zügig ging die Planung vonstatten, nur die fehlende Infrastruktur für die benötigten Hausanschlüsse stellte eine Hürde dar. Aber auch hierfür fand sich eine Lösung. Gemeinsam mit dem Heizungsbaumeister Volker Streich vom SHK-Fachunternehmen Schlüter in Meldorf entwarf der ausführende Architekt ein nahezu autark funktionierendes Energiekonzept, das konsequent auf erneuerbare Energien setzt und die Hausbewohner so zu Selbstversorgern macht. Wie ein Team Hand in Hand kommt dabei die Wärme aus dem Boden und der Strom vom Dach.

Wärme aus der Erde

Kompakte Haustechnik auf kleinem Raum: die bodenstehende Sole-Wasser-Wärmepumpe lässt sich dank eines Displays und einer Drehknopfnavigation leicht regeln.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Sole-Wasser-Wärmepumpe „flexoCompact exclusive“ aus dem Hause Vaillant. Mit einer Leistung von 11 kW bringt sie das Wohnhaus auf Temperatur und bezieht dabei bis zu 75 Prozent ihrer Energie aus einem großen Flächenkollektor in der benachbarten Feuchtwiese. „Auf 500 m² konnten wir hier mit ganz wenig Aufwand acht Kollektorschleifen in etwa 1,5 m Tiefe verlegen“, erzählt Volker Streich. Eine besonders wirtschaftliche Lösung, da die nasse Erde der ungenutzten Feuchtwiese für eine besonders gute Wärmeübertragung sorgt. Unterstützt wird der Effekt noch durch das Regenwasser von einer nahen Scheune. Dieses fließt direkt in die Wiese und liefert somit immer wieder Umweltwärme nach.

„Im Vergleich zu einer Tiefenbohrung war der Flächenkollektor also nicht nur deutlich preiswerter, sondern hat auch noch eine höhere Wärmeleistung“, so der Experte. Dieses zusätzliche Plus an Wärmeleistung ermöglicht es letztlich, das Einfamilienhaus mit Wärme und darüber hinaus auch mit Warmwasser zu versorgen. Zu diesem Zweck wurde in die Wärmepumpe ein 160-Liter-Edelstahlspeicher integriert.

Als Team organisiert

Mit der Photovoltaikanlage auf dem angrenzenden Scheunendach erzeugen die Bewohner die elektrische Antriebsenergie für ihre Wärmepumpe größtenteils selbst.

Komplettiert wird das energetische Konzept durch eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach der angrenzenden Scheune. Dadurch erzeugt sich die elektrische Antriebsenergie für die Wärmepumpe größtenteils selbst. Mit bis zu 29 kWp liefert die Anlage dabei so viel Energie, dass das Ehepaar den zukünftigen Preisentwicklungen des Markts vollkommen gelassen entgegensehen kann. Gleichzeitig geht mit der umweltfreundlichen Wärmetechnik auch ein hohes Maß an Komfort einher. „Zur Wärmepumpe gibt es ein abgestimmtes Internetkommunikationsmodul, über das wir mit der entsprechenden App den Wärmeerzeuger und die Wärmeverteilungen direkt vom Smartphone oder Tablet-PC ansteuern“, erklärt Volker Streich. Dazu gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit, mithilfe der Software bestimmte Betriebsparameter fest zu definieren, sodass im Innern des Hauses jederzeit ein Wohlfühlklima herrscht.

Service Plus

Die Internetanbindung der Anlage eröffnet zusätzlich weitere Möglichkeiten. Mithilfe des Ferndiagnoseportals „profiDialog“ von Vaillant lassen sich sämtliche angeschlossenen Komponenten der Anlage nicht nur jederzeit prüfen, sondern bei Bedarf auch von Volker Streich aus der Ferne einstellen. Die Analyse selbst erfolgt im Büro des Heizungsexperten: „Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.“ Denn so „können wir häufig ohne lange Anfahrten das Problem direkt beheben. Idealerweise sogar so früh, dass der Kunde es noch nicht einmal gemerkt hat.“


Das könnte Sie auch noch interessieren:
Kleine Kraftpakete: Stromspeicher fürs Haus
Baukindergeld: Willkommene Finanzspritze
Unser Onlineshop

Immer top informiert: Jetzt für den Newsletter anmelden