Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck zählt

Früher waren Briefkasten, Hausnummer und Türklingel nur notwendige Übel. Mittlerweile aber gibt es designstarke Komplettsysteme, die auch noch komfortabel zu bedienen sind.

Bei der Planung des Hauses wird dem Eingangsbereich häufig nur wenig Beachtung geschenkt. Schade, denn zusammen mit der Fassadengestaltung ist er die Visitenkarte eines Gebäudes und gibt einen Vorgeschmack darauf, was die Besucher und Bewohner im Innern erwartet. Zu einer individuellen und einladenden Gestaltung gehört aber mehr als nur eine elegante Haustür, die von bunt blühenden Blumenkübeln oder einem schicken Vordach eingerahmt wird.

Auf Nummer sicher

Ein wichtiges Element, das bei keinem Haus fehlen darf, ist die Hausnummer – schließlich sollen Gäste, Postboten, Lieferanten und Rettungskräfte schnell das richtige Gebäude finden. Die Hausnummer muss schon von Weitem deutlich erkennbar sein – auch im Dunkeln. In vielen Kommunen sind deshalb be leuchtete Systeme vorgeschrieben. Besonders praktisch sind Hausnummern mit Solarlampen, für die keine Energiekosten anfallen. Aber Vorsicht: Die Hausnummer darf man nicht anbringen, wie und wo man möchte. Jede Gemeinde oder Stadt hat eine eigene Verordnung, in der Größe und Anbringungsort, zuweilen auch detaillierte Gestaltungsvorgaben zu finden sind. Bei Verstößen gegen die lokalen Vorschriften drohen Bußgelder.

Sie haben Post!

Ein ebenso unverzichtbares Element am Hauseingang ist der Briefkasten. Wie die Eingangstür repräsentiert er den Stil seiner Eigentümer. Ob klassisch aus Edelstahl, edel aus Messing oder knallig bunt: Hausbesitzer stehen vor einer schier unbegrenzten Auswahl. Auch Modelle mit eigenen Prints sind möglich. Vor allem im Einheitslook einer Reihenhaussiedlung kann man mit einer individuell designten Variante stilvolle Akzente setzen. Doch ein Briefkasten sollte nicht nur gut aussehen, sondern seinen Inhalt zudem zuverlässig vor Regen, Schnee und neugierigen Langfingern schützen. Auch für ihn gibt es übrigens eine ganze Reihe an Vorschriften, die vom Hausbesitzer eingehalten werden müssen: von der Erreichbarkeit über die Abmessungen bis hin zur Stabilität. Ist die Ausführung nicht sachgerecht, kann der Postbote die Zustellung der Tagespost verweigern.

Wer steht vor der Tür?

Die Zeiten, in denen man zur Tür eilen und durch den Spion spähen musste, um zu sehen, wer geklingelt hat, sind glücklicherweise vorbei. Zu einem modernen Türmanagement gehören heute in der Regel eine Gegensprechanlage und ein Türöffner. Diese sind in der DIN 180152, der Norm für Elektroinstallation in Wohngebäuden, als Mindeststandard definiert. Bringen Sie die Gegensprechanlage so an, dass ein Erwachsener sich weder strecken noch erheblich bücken muss, um zu antworten. Bewährt hat sich eine Höhe von 1,60–1,80 m. Häufig wird die gesamte Türkommunikation in einem System mit durchgängigem Erscheinungsbild untergebracht. Die einfachste Form beinhaltet einen Lautsprecher, eine Klingel, einen Lichtschalter und ein gut lesbares Namensschild – zusammengefasst in einem eleganten Gehäuse, das direkt neben der Haustür angebracht wird.

Alles in einem für den Eingangsbereich

Erhältlich sind auch Komplettsysteme, die die Türkommunikation mit der Hausnummer, dem Briefkasten, der Beleuchtung, einem Bewegungsmelder und einer Videokamera vereinen. Letztere überträgt die Bilder auf fest installierte Stationen im Haus oder auf mobile Geräte, die wie ein Telefon genutzt werden können. Werden sie in das Smart Home integriert, hat man auch von unterwegs aus immer im Blick, wer gerade vor der Tür steht oder wer sich während seiner Abwesenheit unbefugt Zutritt verschaffen möchte. Sinnvoll ist zud em die Kopplung mit einer Alarmanlage. Neben den Kommunikationsanlagen, die direkt an der Tür angebracht werden, gibt es auch sogenannte Kommunikationssäulen, die frei stehend installiert werden.
Claudia Schönberner

busch-jaeger für den eingangsbereich

 

Öffnen per Fingerabdruck: die Version „Fingerprint“ der Türkommunikation „Busch-Welcome“. Foto: Busch-Jaeger

 

 

türstation von gira für den eingangsbereich

 

Die Türstation von Gira kann man mit einer Farbkamera bestücken – auch nachträglich. Foto: Gira

 

 

türstation von elcom für den eingangsbereich

 

Die „Akzente“-Türstationen von Elcom können sich dem Haus optisch anpassen: Möglich sind Edelstahl, eine PVD-Beschichtung in Messingfarbe oder Anthrazit bzw.
Baubronze. Foto: Elcom

Immer top informiert: Jetzt für den Newsletter anmelden