Eingangsbereich und Flur gestalten

Eingangsbereich und Flur gestalten
Ordnung schaffen: Schwebetürenschränke passen sich optimal in kleinere Nischen ein. Foto: deinSchrank.de

Der Eingangsbereich ist der erste Raum, der uns nach der Arbeit willkommen heißt. Seiner Gestaltung wird allerdings meist nur wenig Beachtung geschenkt. Dabei lässt er sich mit ein paar kreativen Ideen in ein ebenso schönes wie praktisches Entree gestalten.

Schick und praktisch zugleich ist diese Aufbewahrungsbank
von Hübsch Interior. Foto: car-Selbstbaumöbel

Endlich zu Hause! Nach der Arbeit möchten wir in den eigenen vier Wänden ankommen und uns heimisch fühlen. Die Realität sieht jedoch meist anders aus: Häufig erwartet uns hinter der Eingangstür ein lieblos eingerichtetes Durchgangszimmer, das oft klein und dunkel ist und jegliche Dekoration missen lässt. Und das, obwohl der Eingangsbereich die Visitenkarte des Hauses ist, Gäste willkommen heißt und gleichzeitig einen ersten Eindruck über den Stil seiner Bewohner vermittelt. Oft fehlt es an der nötigen Harmonie des Raums, dessen Gestaltung von der Wahl des Bodenbelags und der Wandfarbe über die Auswahl der Einrichtung bis hin zu den Accessoires formschön aufeinander abgestimmt werden sollte.

An Wand und Boden

im Eingangsbereich einen guten Boden wie Laminat wählen

Der Laminatboden „Tritty“ von Haro ist nicht nur pflegeleicht, sondern dank seines mehrschichtigen Aufbaus auch robust. Foto: Hamberger Flooring/Haro

An kaum einen anderen Bereich werden so hohe Ansprüche gestellt wie an den Bodenbelag im Flur. Schmutz und Feuchtigkeit werden hineingetragen, und kleine Steine können zu Kratzern führen. Ein empfindlicher Holzboden ist hier nur bedingt geeignet, gefragt sind vielmehr robuste Beläge wie zum Beispiel PVC, Kork oder Linoleum. Der Klassiker für diesen Bereich sind nach wie vor Fliesen, die nicht nur fast alles mitmachen, sondern auch sehr pflegeleicht und in vielen Farbnuancen sowie Materialoptiken erhältlich sind. Gerade bei kleinen Fluren sollten Sie allerdings eine dunkle Bodenfarbe eher vermeiden; setzen Sie vielmehr auf helle Böden und großformatige Fliesen, um den Bereich geräumiger wirken zu lassen. Für mehr Weite im Raum sorgen schließlich auch helle Farben an den Wänden wie zum Beispiel ein zartes Grau oder auch Pastelltöne, die besonders freundlich wirken. Kleinere Highlights in dunkleren Farbtönen sind selbstverständlich aber erlaubt.

Ins Licht gesetzt

„Check-In“ individuell ausrichten. Foto: Oligo

Die meisten Flure haben kein Fenster, umso wichtiger ist daher das Thema „Beleuchtung“. Bei einer Länge von mehr als 2 m empfehlen sich zwei Lichtquellen, um den Flur ausreichend zu beleuchten. Eine Kombination von Decken- oder Wandleuchten beispielsweise verleiht dem Flur mehr Breite und Höhe. Eine gute Wahl für den Eingangsbereich sind auch Schienensysteme mit flexibel ausrichtbaren Strahlern. Als Richtwert für einen hellen Flur gelten 300 Lumen pro Quadratmeter.

Stauraum schaffen

Fahrrad im Eingangsbereich verstauen

Eine sichere Fahrradgarderobe und praktische Ablagemöglichkeiten bietet die „Urban Wardrobe“. Foto: Müller Möbelwerkstätten

„Stauraum schaffen“ lautet das zentrale Thema der Eingangsgestaltung. Jacken, Schuhe, Mützen und Co. wollen hier ebenso ein Plätzchen finden, wie die vielen kleinen und größeren Utensilien des Alltags – zum Beispiel Schlüssel, Sonnenbrillen oder auch Fahrradhelme. Und solange die Kinder klein sind, muss vielleicht auch der Kinderwagen hier noch untergebracht werden. Mit all diesen Dingen füllt sich der Bereich quasi von selbst. Diejenigen, die über einen großen Eingangsbereich verfügen, können sich glücklich schätzen, aber auch kleine, schmal geschnittene Fluren sind nicht gleich ein Grund zur Verzweiflung. Das A und O lautet auch hier: „Ordnung ist das halbe Leben!“ Machen Sie eine gründliche Bestandsaufnahme über all die Dinge, die sich wirklich im Eingangsbereich befinden sollen, und geben Sie diesen dann einen festen Platz.

Eingangsbereich Stauraum unter der Treppe nutzen

Beim neuen Musterhaus „CityLife 600“ von Weber Haus wurde die Garderobe elegant in die geradlinige Massivholztreppe integriert. Foto: WeberHaus

Jacken sind beispielsweise in einem geschlossenen Wandschrank gut aufgehoben. Und damit kein Chaos entsteht, stellt sich auch die Frage, wo und wie die vielen Schuhpaare von Klein und Groß aufbewahrt werden sollen. Für all diese Dinge gilt es, die vorhandenen Stauflächen möglichst geschickt zu nutzen. Gerade kleinere Ecken wie zum Beispiel Nischen unter der Treppe sollten in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden. Allerdings erweisen sich selbst die schönsten Helfer als nutzlos, wenn nicht alle Familienmitglieder ein klein wenig Disziplin aufbringen und die Dinge auch dorthin räumen, wo sie hingehören.

Die passenden Möbel

Eingangsbereich voll ausgestattet

In diesem Eingangsbereich hat dank cleverer Stauraumlösungen von Ikea alles seinen Platz. Für Ordnung sorgen die Garderobenschränke und die Kommode. Eine Sitzbank rundet das Konzept ab. Foto: Inter Ikea Systems

Von komplett aufeinander abgestimmten Produktlinien bis hin zu individuellen Solitären: Inzwischen gibt es für den Flur zahlreiche Möbelkonzepte. Allerdings sollten Sie nicht den Fehler begehen, den Raum zu überfrachten. Schmale, längliche Möbel eignen sich am besten für kleine Flure, da sie durch ihre geringe Tiefe nicht nur eine eventuell fehlende Breite des Raums kaschieren, sondern auch noch Bewegungsfreiheit lassen. Und noch ein Tipp: Gerade weil hier nicht so viele Möbel zum Einsatz kommen, sollten Sie auf hohe Qualität sowie vielleicht auf ein ungewöhnliches Designerstück setzen, das die Blicke der Besucher auf sich zieht.

In einem großen Eingangsbereich ist ein geräumiger Garderobenschrank fast schon Muss, in dem selbst Kleidungsstücke verschwinden können, die vielleicht nicht unbedingt hier untergebracht werden müssten. Doch auch in kleineren Fluren müssen Sie nicht auf einen geschlossenen Schrank verzichten. Ein Schwebetürenschrank, eventuell mit integriertem Spiegel, lässt sich wunderbar in Nischen einpassen. Eine gute Sache in kleineren Räumen sind auch modulare Möbel wie zum Beispiel ein Garderobenständer mit Rollen. Ideal bei wenig Platz sind schließlich auch Wandleisten, bei denen Haken – je nach Bedarf für die Jacken – ausgeklappt werden können.

Kleinmöbel

Mit seinen schrägen Metallböden eignet sich das modulare Regalsystem „Shustack“ besonders gut als Schuhschrank, der sich auch nachträglich in der Höhe verändern lässt. Foto: Müller Möbelwerkstätten

Der Klassiker im Flur sind Kommoden, deren Schubladen ein idealer Aufbewahrungsort für dies und das sind. Wer nicht ganz so viel Platz hat, für den empfehlen sich schmale, hängende Sideboards, die es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. Auf ihrer Oberfläche lassen sich wunderbar kleine Dekoartikel arrangieren, doch Vorsicht: Schnell verkommen sie zur Ablage für alles und jedes! Bleibt schließlich noch die Frage nach den Schuhen; denn nichts ist unschöner als direkt hinter der Haustür über die Treter sämtlicher Bewohner stolpern zu müssen. Zur Auswahl stehen sowohl geschlossene Systeme in Form von Schuhschränken oder -kommoden als auch offene in Form von Schuhregalen. Für schmale Flure bieten sich Klappsysteme an, die viel Stauraum bei wenig Stellfläche bieten.

Und last but not least gehört auch eine Sitzgelegenheit in den Flur wie etwa ein kleiner (Wand-)Hocker oder eine Sitzbank, auf der sich Klein und Groß bequem die Schuhe an- und ausziehen können.

Schöne Accessoires

Platz für Schuhe, Kleinkram und Accessoires bietet dieses schmale Sideboard aus weiß lasiertem Kiefernholz. Foto: car-selbstbaumöbel

Den Abschluss einer harmonischen Gestaltung bilden schöne Accessoires, die zum Flur ebenso gehören wie das Salz in die Suppe. Gleichzeitig übernehmen sie funktionelle Aufgaben! So ermöglicht ein Spiegel nicht nur einen letzten Blick auf das Outfit vor dem Verlassen des Hauses, sondern lässt kleinere Dielen größer wirken. Auch ein strapazierfähiger Läufer oder eine Fußmatte sind mehr als nur eine nützliche Utensilie. Weitere clevere Helfer können zudem ein Schlüsselkasten, Körbe oder auch ein Schirmständer sein. Vor allem aber sollten die Wände nicht kahl bleiben. Neben Farbtupfern setzen Bilder, Fotos oder kleine Erinnerungsstücke formschöne Akzente, und auch Pflanzen tragen zu mehr Wohnlichkeit bei!


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