Entspannt in den Sommer

Entspannt in den Sommer
Langlebig sind Terrassendielen aus Echtholz. Sie können normal gereinigt und müssen nicht zusätzlich behandelt werden. Foto: Kebony

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen unserer Haut schmeicheln, erwacht die Sehnsucht, ins Freie zu gehen. Wir greifen zu Blumensamen, planen das erste Grillfest mit Freunden oder geben einen Pool oder Schwimmteich in Auftrag. Mit unseren Tipps können Sie den Sommer entspannt genießen.

Pflanzgefäße „Coneo High“ von Scheurich. Foto: Scheurich

Was für eine Freude, wenn sich im Frühjahr der erste Spross den Weg durch die noch kalte Erde bahnt! Höchste Zeit, den Garten auf Vordermann zu bringen: Nach einer Bestandsaufnahme der durch die kalten Tage gekommenen Pflanzen im März sollte die Erde in den Beeten umgegraben werden und im Anschluss ein wenig ruhen, bevor Sie mit der Aussaat beginnen. Nach dem letzten Frost bietet es sich an, den Rasenmäher auszupacken und dem über den Winter vernachlässigten Rasen wieder Form zu verleihen. Pflanzen und Baumkronen schneiden Sie zurück, Stauden großzügiger als Obstbäume. Und Mitte Mai dürfen die im Haus überwinterten Kübelpflanzen nach draußen geholt werden, um das Wohnzimmer im Grünen komplett zu machen.

Für smarte Gärtner

Über Smartphone oder Tablet per App gesteuerte Mähroboter übernehmen heutzutage zuverlässig die Rasenpflege. Foto: Stiga

Die Ausläufer der Digitalisierung erstrecken sich heute in nahezu alle Lebensbereiche und nehmen auch Einfluss auf die Planung und Pflege des eigenen Gartens. Smart gesteuert werden kann bereits seit einigen Jahren die Gartenbeleuchtung. Hierbei geht es nicht allein um ästhetische Gesichtspunkte, sondern in erster Linie um Sicherheit. Wege und Zugänge sollten nachts immer gut ausgeleuchtet sein, um der Gefahr eines Sturzes vorzubeugen. Aber auch eine stimmungsvolle Beleuchtung mittels LEDs oder Solarleuchten ist häufig gewünscht. Smart Gardening umfasst außerdem diverse Gerätschaften, die die alltägliche Pflege Ihres grünen Wohnzimmers erleichtern. So kommen immer häufiger Mähroboter zum Einsatz, die man mittlerweile über Smartphone oder Tablet per App steuert. Ebenfalls smart zu regeln sind nun auch Bewässerungssysteme, die früher noch eine Zeitschaltuhr benötigten. Klarer Vorteil: Eine individuelle Steuerung über Handy oder PC unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser.

Kochen, schlemmen und relaxen im Grünen

Die Outdoorküche „Saint Vincent“ überzeugt durch witterungsbeständige Materialien. Dank eines Stecksystems kann man sie leicht auf- und abgebauen. Foto: Palazzetti

Draußen erholt man sich, isst und kocht sogar an der frischen Luft. Der Vorteil, draußen zu kochen, liegt klar auf der Hand: Wer im Haus warme Mahlzeiten zubereitet, muss den Essensgeruch über Dampfabzugshaube, Kochfeldabzug, offene Fenster etc. aus dem Haus leiten. Im Freien hingegen braucht sich keiner einzuschränken, und der Koch kann frisch geerntete Kräuter, Obst und Gemüse aus dem Garten direkt verarbeiten. In die moderne Outdoorküche ist heutzutage alles integriert: Kochstelle, Grill, Spülbecken und vor allem eine große Arbeitsfläche. Ihre robusten Materialien, wie Granit für die Arbeitsplatte oder Edelholz für die Verkleidung, trotzen Wind und Wetter. Das hat jedoch seinen Preis.

Für Puristen: Das Loungemöbelensemble „Boxx“ überzeugt durch sein geradliniges und schnörkelloses Design. Foto: solpuri

Wer daher auf eine etwas kostengünstigere Variante zurückgreifen möchte, entscheidet sich für ein kompaktes Edelstahl-Modell mit Rädern, das sich bequem von einem Ort zum anderen transportieren lässt. Nach dem Essen lässt man den Abend gemütlich ausklingen, indem man sich in einen Hängesessel aus Rattan, einen bequemen Liegestuhl oder auf ein ausladendes Daybed zurückzieht oder in geselliger Runde auf stylishen Loungemöbeln noch einen Cocktail trinkt. Bei den Outdoormöbeln, die aufgrund ihrer Schwere das ganze Jahr über draußen verbleiben müssen, sind Materialien wie Polyrattan, Teak, Aluminium, Eisen und Stahl angesagt. Zudem können sie mit Wasser abweisenden Kissen aus – gestattet werden, denen ein spontaner Regenschauer nichts anhaben kann.

Vor der Sonne geschützt

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Bei Regen draußen sitzen kann man unter dem Terrassendach „SDL Atrium Plus“. Seine Seitenverglasung schützt vor Wind. Foto: Solarlux

Ein Freisitz lässt Ihren Sommer früher Anfangen und später aufhören. Nicht nur vor Regengüssen geschützt, sondern auch vor kalten Winden, genießen Sie laue Sommerabende länger und intensiver. Aber vergessen Sie bei der Planung des Freisitzes auf keinen Fall die Beschattung! Wer nämlich keinen Schatten spendenden Baum in unmittelbarer Nähe hat, sollte unbedingt einen großen Sonnenschirm, eine Pergola oder eine stabile Markise als Sonnenschutz installieren. Andernfalls kann die Sonne im Hochsommer nicht nur lästig, sondern sogar gefährlich werden.

Ab in den Teich!

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Der Naturpool wird wie der Schwimmteich biologisch gereinigt, allerdings nicht durch Pflanzen, sondern mit Filtern. Foto: epr/Balena

Nicht ohne Grund erlebte der Gartenteich in den letzten Jahren ein Revival, wirkt er doch sehr beruhigend aufs Gemüt. Noch schöner ist es allerdings, wenn man den Teich nicht nur betrachten, sondern auch in ihn hineinspringen darf. Dazu muss er aber als Schwimmteich konzipiert sein. Das bedeutet, dass die Reinigung des Wassers von Pflanzen übernommen wird. Damit dieser Selbstreinigungsprozess funktioniert, muss der Teich über eine Größe von mindestens 60 m² verfügen und in zwei Zonen unterteilt sein: einen Schwimm- und einen Regenerationsbereich. Um den Nährstoffkreislauf zu sichern, sollte der Regenerationsbereich, also der Bereich, in dem die Pflanzen leben und niemand schwimmt, mindestens 60 Prozent der Gesamtfläche betragen. Je größer und je tiefer der Badeteich insgesamt jedoch ist, desto weniger Algen bilden sich.

Poolparty

Ganz klassisch kann man für das Badevergnügen aber auch einen Pool wählen. Dieser ist in diversen Varianten und damit für nahezu jedes Budget erhältlich, angefangen beim kleinen aufblasbaren Ringpool bis hin zum großen gemauerten Schwimmbecken. Ein Ringpool besteht aus einem Gestänge und einer Plane. Vorteile sind der günstige Preis – er ist bereits für wenige 100 Euro zu bekommen – und die schnelle Entfernung nach der Badesaison.

Auf diesem Daybed am Pool kann eine ganze Familie entspannen. Sein Bezug ist weich, aber dennoch wetterresistent. Foto: Tribu

Deutlich schicker, aber natürlich auch teurer ist ein Stahlwandbecken. Wenn Sie hierfür einen Durchmesser von 8 m und eine Beckentiefe von 1,50 m wählen, müssen Sie mit Anschaffungskosten von circa 2.000 Euro rechnen. Wasserfilter und eine Leiter, um ins Becken zu gelangen, sind darin aber meist inbegriffen. Eine noch komfortablere Variante ist ein Swimmingpool aus Polyester. Dieser wird in die zuvor ausgehobene Grube eingepasst, und der Zwischenraum, der dabei entsteht, wird mit Magerbeton verfüllt. Bei einer Bahnlänge von acht bis neun Metern sollten Sie dafür aber bereits 10.000 Euro kalkulieren. Die mit Abstand schönste, aber auch kostspieligste Lösung ist das gemauerte Schwimmbad. Hierbei werden Schalsteine auf eine Bodenplatte gemauert und mit Beton ausgegossen. Der Preis richtet sich nach der Größe des Beckens sowie nach der von Ihnen erbrachten Eigenleistung.

Bio-Badespaß

Wer bei seinem Badevergnügen eine klare Optik ohne wuchernde Pflanzenwelt vorzieht, auf eine biologische Funktionsweise aber nicht verzichten möchte, entscheidet sich für einen Biopool. Dieser wird nicht durch Mikroorganismen gereinigt, sondern mithilfe von Sand- und Phosphatfiltern. Durch den Verzicht auf eine Pflanzenzone kommt er mit lediglich 50 m² aus und findet auch in kleineren Gärten Platz. Die Wassertemperatur im Biopool darf außerdem auf bis zu 30° erhöht sein, wohingegen beim Schwimmteich die 26° nicht überschritten werden dürfen, da sonst die für die Sauberkeit des Wassers verantwortlichen Mikroorganismen absterben. Für Kinder und kälteempfindliche Schwimmer also eine komfortable und umweltfreundliche Lösung.


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