Faltwände bringen Freiheit

Faltwände bringen Freiheit
Fotos: Solarlux

Ann und Steffen haben sich ihren Traum vom modernen Wohnen in Hamburg-Othmarschen erfüllt. Ihr großzügiges Einfamilienhaus hebt dank großer Glasfaltwände die Grenzen zwischen drinnen und draußen mit Leichtigkeit auf.

Die Glaswände lassen sich einfach nach draußen auffalten.

Modern, geradlinig und großzügig präsentiert sich das Haus von Ann und Steffen im Hamburger Stadtteil Othmarschen. Damit hat es die Zielvorgaben der Bauherren klar erreicht. „Wir wussten schon immer, dass wir unser Zuhause im Bauhausstil möchten“, erzählt Ann. Sie lebt hier mit ihrem Mann Steffen und den beiden Kindern. „Mit großen Glasflächen in den Garten.“ Und so öffnet sich der puristische Baukörper mit großformatigen Fenstern und vielen Glasfaltwänden zur Natur hin. Er lässt mühelos die Grenzen zwischen drinnen und draußen verschwimmen. Mit wenigen Handgriffen kann die Familie den Wohnraum um die Terrasse erweitern.

Fließende Übergänge durch Faltwände

Das weiß verputzte Obergeschoss wirkt wie eine aufgesetzte Box.

Geplant und entworfen hat das Haus das Hamburger Architekturbüro Sieckmann Walther Architekten. Dorthin wandte sich die Familie, nachdem sie von ihrem ursprünglichen Plan, ein Fertighaus zu bauen, abgekommen war. „Sie kamen zu dem Schluss, dass ein Fertighaus, das ihren Bedürfnissen entsprechend umgestaltet werden soll, nicht günstiger als das eines Architekten ist“, erklärt Dipl.-Architekt Johannes Walther. Aufgrund von vorangegangenen Entwürfen des Büros, die den Bauherren gut gefielen, entschieden sie sich, das Projekt gemeinsam in Angriff zu nehmen. Interessant ist bei diesem Bauvorhaben auch die umliegende Bestandsbebauung, die unter anderem für die Formgebung und Ausrichtung des Hauses ausschlaggebend war. Der Baugrund besteht aus einem recht langen Grundstück mit einem älteren Haus, hinter dem der Neubau in den Garten eingefügt werden sollte. „Die Idee war, das Grundstück zu parzellieren“, erläutert Walther. „Vorne das Vorderhaus, in der Mitte der gemeinschaftliche und vom Vorderhaus einsehbare Garten und hinten durch den Neubau abgegrenzt der private Patio.“

Oben im Bild der innen liegende Balkon, der über eine separate Treppe zu erreichen ist.

Deshalb zeigt das Haus mit wenigen schmalen Fensterelementen zum Bestandsbau, während es sich über die großen Glasfaltwände auf der Rückseite zum Privatgarten hin öffnet. Der Effekt des Ineinanderfließens von Außen- und Innenbereich wurde durch ein besonderes Detail verstärkt: Im Erdgeschoss wurde ein durchgehender Schieferboden verlegt, sowohl im Wohnbereich als auch auf der Terrasse. „Das kommt besonders schön zur Geltung, wenn man die Faltwände ganz öffnet“, erzählt Ann. Und das passiere im Sommer fast täglich. „Die Wände sind unfassbar praktisch. Im Handumdrehen hat man sie geöffnet“, so die Hausbesitzerin. Ein wichtiger Punkt, warum sich die Familie für die Solarlux-Faltwände entschieden hat, ist die barrierefreie Ausführung. So verlaufen die Übergänge völlig eben, es gibt keine Schwelle oder Stolperfalle.

Viel Licht im Haus

Die Wand rechts beherbergt den Tunnelkamin und dient zugleich als Raumteiler zwischen dem Essbereich und dem Wohnzimmer.

Das Haus verfügt über zwei Etagen. Im Erdgeschoss steht offenes Wohnen auf dem Programm: Die Bereiche Kochen, Essen und Wohnen gehen direkt ineinander über. Eine zentral im Raum positionierte Ziegelwand, in der sich ein Tunnelkamin befindet, dient als gemütlicher Raumteiler. Im Wohnbereich führt eine innen liegende, offene Treppe nach oben auf einen separaten Galeriebereich. Dieser lässt sich ebenfalls über eine Glasfaltwand nach draußen öffnen und hat „Balkonfeeling“. „Die Glaswände unterstreichen den Atriumcharakter des hinteren Gartens“, meint Ann. Positiver Nebeneffekt: Durch die vielen Fensterscheiben kann Tageslicht in den Wohnraum strömen. Dieser wirkt dadurch besonders freundlich. Im Obergeschoss befinden sich die Rückzugsräume der Familie: drei Schlafzimmer und zwei Bäder. Von außen wirkt diese Etage mit ihrer Putzfassade wie eine aufgesetzte weiße Box. „Deren Fenster sollten ganz bewusst eine andere Formensprache erhalten“, erklärt der Architekt. Dadurch entsteht ein Kontrast zur Fassadenfläche im Erdgeschoss.

Allem gerecht

Der Schieferboden im Parterre wurde durchgehend verlegt, sowohl drinnen als auch draußen auf der Terrasse.

Doch beim Bau eines Hauses entscheiden heutzutage nicht Optik und Wohnlichkeit allein. Natürlich ist auch die Energieeffizienz von großer Bedeutung. Das relativ große Gebäude (knapp 200 Quadratmeter Wohnfläche) ist mit einer Lüftungsanlage mit 95 Prozent Wärmerückgewinnung und einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung ausgestattet. „Das Haus wurde auch unter der Berücksichtigung klimagerechten Bauens entworfen“, erläutert Johannes Walther. „Hier spielen Fensterflächenanteile, Ausrichtung, Kompaktheit, Haustechnik und Ähnliches eine Rolle.“ Und trotzdem ist es gelungen, die Ansprüche der Bauherren an eine moderne Optik und ein großzügiges, offenes Wohnen mit vielen Glasflächen eins zu eins umzusetzen.


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