Garagen und Carports

Garagen und Carports
Garage und Carport ergänzen sich hervorragend. Foto: Zapf

Soll es eine Garage oder ein Carport werden? Die Entscheidung für den Stellplatz sollte gut überlegt und am besten schon frühzeitig in die Hausplanung einbezogen werden. Schließlich muss der Unterstand nicht nur zum Grundstück, sondern auch zu den Nutzungsgewohnheiten der Bauherren passen.

Tipp 1: Ausrichtung

Garagen und Carports, der Unterstand für das Auto, sollte man möglichst nahe an der Straße positionieren, damit Sie bequem einfahren können. Setzen Sie die Garage aber nicht genau an den Bordstein, sondern lassen Sie etwa eine Autolänge Platz. So können Sie oder Ihre Gäste das Fahrzeug hier ebenfalls abstellen. Auch ein Carport daneben hat sich in der Praxis bewährt.

Tipp 2: Garagen selbst bauen oder als Fertigprodukt

Massiv errichtete Garagen sind teurer als Fertiggaragen. Jedoch sind oft die notwendigen Baugeräte und Materialien schon beim Hausbau vor Ort. Dadurch lassen sich Transportwege und damit auch Kosten sparen. Auch Eigenleistungen können die Baukosten senken.

Beachten Sie bei einer Fertiggarage hingegen den zusätzlichen Platz für das Aufstellen. Denn eine Fertiggarage aus Beton wird per Tieflader auf das Grundstück transportiert und mit einem Kran auf den Bauplatz gestellt. Für die Anfahrt und eventuelle Wendemanöver sollte daher genug Platz vorhanden sein.

Tipp 3: Maße für Garagen

Zum Festlegen der richtigen Maße sollte das Fahrzeug zunächst mit geschlossenen und mit weit geöffneten Türen ausgemessen werden. Für die Unterbringung eines handelsüblichen Pkws in einer Garage werden normalerweise 5 m Länge und 2,50 m Breite veranschlagt. Das Unterstellen eines Kleinbusses oder Wohnmobils erfordert großzügigere Abmessungen und setzt meist die Sonderanfertigung einer Garage oder eines Carports voraus.

Besonders wenn man sich beim Hausbau gegen einen Keller entschieden hat, empfiehlt es sich, etwas mehr Platz einzuplanen. Als sehr praktisch erweist sich ein abgetrennter Raum, den man beispielsweise als Werkstatt oder als Bastelecke nutzen kann. Möchten Sie dann eine Werkstatt integrieren, sollten Sie genügend Steckdosen und eventuell auch einen Wasseranschluss einplanen.

Tipp 4: Vorbereitung für den Carport

Damit ein Carport später stabil steht, benötigt er ein entsprechendes Fundament. Meist werden Punktfundamente in den Boden eingelassen, auf denen dann die Stützpfosten stehen. Prüfen Sie daher schon vor dem Kauf, welche Einzelteile in einem Carport- Bausatz enthalten sind. H-Träger, die den Pfosten die notwendige Standfestigkeit geben, oder Dachrinnen gehören meist nicht zum Lieferumfang. Werfen Sie auch einen Blick auf das Material. Bei Holz gibt es große Unterschiede im Pflegeaufwand. Während Kiefer einen regelmäßigen Holzschutz benötigt, sind Lärche und Douglasie besonders widerstandsfähig und vergrauen lediglich leicht.

Tipp: Fragen Sie Ihren Händler nach dem Fundamentplan für Ihren Carport. So können Sie die Träger in aller Ruhe setzen, bevor der Bausatz geliefert wird.

Tipp 5: Maße für den Carport

Ein Carport sollte mindestens 3 m breit und 5 m lang sein. So können Sie bequem ein- und aussteigen und das Fahrzeug be- und entladen. Empfehlenswert ist eine Höhe von 2,20–2,40 m.

Wichtig ist, dass das Regenwasser vom Dach ablaufen kann. Es ist daher ein Mindestgefälle von 2 Prozent einzuhalten. Das abgeleitete Wasser kann etwa zum Gießen verwendet werden.

 

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