Gemeinsam wohnt’s sich besser

Gemeinsam wohnt’s sich besser
Fotos: Fullwood Wohnblockhaus

Mitten in einem Wohngebiet steht dieses charmante Holzhaus, das urbanes Wohnen mit einem nachhaltigen Wohnkonzept verbindet. Und weil es sich gemeinsam besser baut, wurde die Familie der Bauherrin ebenfalls mit an Bord genommen.

Baugrundstücke in Großstädten sind rar und nicht leicht zu haben. Auch Katrin und Johannes Schweiger* mussten diese Erfahrung machen. Um sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen, suchten sie ein passendes Fleckchen Erde. Dann ergab sich schließlich die Möglichkeit, ein zentral gelegenes, großzügiges Grundstück, zu erwerben. Das Paar zögerte daher nicht lange und griff zu; obwohl es bereits bebaut war. Klar war jedoch auch, dass die Bestandsimmobilie einem Neubau weichen musste. Denn neben Katrin und Johannes Schweiger sowie ihren zwei Kindern sollte auch die Schwester der Bauherrin mit ihrer Familie in das neue Wohnhaus einziehen.

Nachhaltig geplant

Mit gutem Gewissen: Die Kinder der Bauherren wachsen in einer wohngesunden Umgebung auf.

Und noch etwas stand als Folge der langwierigen Suche fest: Gebaut werden sollte aus Holz! Ein guter Freund, professionell für die Sanierung von Schimmel zuständig, riet dem Paar dazu, nachdem es bei der Besichtigung von zahlreichen Häusern feststellen musste, wie viele von diesen feucht und schimmelig waren. Was fehlte, war der passende Baupartner, der sich dann in dem Massivholzhaushersteller Fullwood Wohnblockhaus fand. Gemeinsam erarbeitete man in der Folgezeit ein individuelles Wohnkonzept, um das gewünschte Projekt „Mehrfamilienhaus“ – mit letztlich sogar drei eigenständigen Wohneinheiten – zu realisieren. Als dieses stand, konnte es endlich losgehen!

Selbst gebaut

Zur Gartenseite öffnet sich das moderne Holzhaus auf beiden Etagen mit großzügigen Verglasungen.

Modern und sehr markant präsentiert sich das Blockhaus von außen in seiner silbrig- grauen Lasur sowie dem anthrazitfarbenen Satteldach. Das i-Tüpfelchen der harmonischen Farbgestaltung sind die weißen Fensterrahmen, die in vielen unterschiedlichen Formaten dem Entwurf ein besonders elegantes Erscheinungsbild verleihen. Die persönliche Gestaltung des Wohnhauses zeigt sich noch in einem weiteren Detail: Gebaut wurde selbst! Unter Anleitung eines Richtmeisters seitens der Baufirma errichtete der Hausherr das Blockhaus selbst. Tatkräftig packten dabei auch sein Vaters sowie der mit ins Haus ziehenden Schwagers an. Teamwork, das perfekt funktionierte: Inklusive Dacheindeckung dauerte der Rohbau drei Wochen. Örtliche Fachbetriebe übernahmen danach die Estrich- und Fliesenarbeiten sowie die Elektrik- und Sanitärinstallation. Die darüber hinaus ausstehenden Arbeiten wurden samt und sonders wieder eigenhändig erledigt: So strich beispielsweise Katrin Schweiger – sowohl innen als auch außen – sämtliche Wände selbst.

Wohnkonzept für drei Familien

Im Innern des Wohnhauses gibt es zwei eigenständige Wohneinheiten mit der Baufamilie im Parterre und der Schwester der Hausherrin im Obergeschoss. Die dritte Wohnung ist unter dem Dach gelegen und wird derzeit noch ausgebaut. Die beiden Hauptwohnungen sind dabei nicht nur nahezu gleich groß, sondern auch fast identisch geschnitten.

Alltagsmittelpunkt beider Wohneinheiten ist jeweils der offen angelegte Wohn-, Ess- und Kochbereich.

Charakteristisch für beide Wohnungen ist der geräumige Wohn-, Ess- und Kochbereich, der nach Süden ausgerichtet wurde und sich über die gesamte Hausbreite erstreckt. Zahlreiche bodentiefe Verglasungen verwöhnen die Bereiche mit viel Tageslicht. Einen Unterschied gibt es allerdings zu erwähnen: Während sich im Erdgeschoss an die Wohnzone ein Arbeitszimmer anschließt, befindet sich auf der oberen Etage an dieser Stelle ein komplett überdachter Balkon. Zu dem Raumprogramm kommen je Wohnung schließlich noch zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer mit Ankleide sowie ein Duschbad und das Familienbad hinzu. Last but not least verfügen beide Küchen als praktisches Detail noch über eine eigene Speisekammer.

Individualität und Parallelität

An den Kochbereich schließt sich auf beiden Ebenen noch eine geräumige Speisekammer an, in der sämtliche Vorräte verschwinden.

Die Gemeinsamkeiten der beiden Wohnungen erstrecken sich jedoch nicht nur auf ihre Größe und ihren Zuschnitt. Denn auch in ihrer Ausstattung gibt es zahlreiche Parallelen. So wurden etwa sämtliche Böden des Familienhauses mit braunen Fliesen in Holzdielenoptik verkleidet sowie die Einbauküchen und die Bäder wurden in beiden Wohnungen gleich gestaltet. Auf Wunsch der Hausbesitzer wurde jedoch das Erdgeschoss mit einer zusätzlichen Balkenlage versehen, um die unteren Räumlichkeiten höher und luftiger wirken zu lassen. Zudem sind die Innenwände weiß lasiert, um keine schwere, erdrückende Atmosphäre aufkommen zu lassen. Bei der Einrichtung selbst verfolgten die beiden Schwestern jeweils ihre eigene Handschrift, obwohl auch hier familiäre Ähnlichkeiten – etwa beim Stil der ausgewählten Möbel – erkennbar sind.

Energieeffizient geplant

Die Gemeinschafts- und Privaträume werden über einen langen Flur erschlossen, der dank des hellen Holzes freundlich wirkt.

Auch wenn die Hausbewohner es nicht mehr bewusst wahrnehmen, verströmen die massiven Holzwände ununterbrochen einen dezenten Kiefernduft. Nach einem längeren Urlaub genießen sie dieses Wohlfühlklima aber umso mehr und freuen sich über ihre Entscheidung für ein Massivholzhaus.

Beheizt wird das Wohnhaus dabei über eine Fußbodenheizung mit einer Mischung aus Gas und Solarthermie. Eine Fläche von insgesamt 13 m² steht für die Warmwasser- und Stromerzeugung auf dem Dach zur Verfügung. Gleichzeitig sorgen auch die ausgezeichneten Dämm – eigenschaften der einschaligen Massivholzwände sowie die gute Dachdämmung für dauerhaft niedrige Betriebskosten. Selbstverständlich sind in diesem Zusammenhang auch dreifach verglaste Wärmeschutzfenster. Das Phänomen „Wohnen in einem Massivholzhaus“ und Energieeffizienz zeigt sich jedoch noch in einem weiteren Detail: Selbst bei einer Raumtemperatur von ein bis zwei Grad niedriger fühlt man sich bereits in einem Massivholzhaus wohl, denn mit seiner relativ hohen Oberflächentemperatur fühlt Holz sich niemals kalt an. Eine Erfahrung, die Familie Schweiger gerne bestätigt.

*Namen von der Redaktion geändert.

Hausdaten

Hersteller: Fullwood Wohnblockhaus
Objekt: Haus „Heidelberg“
Bauweise: zweischalige Blockbohlenbauweise
Wohnfläche: EG 132,82 m²; OG 133,78 m²
Dach: Satteldach, 30°
Jahresprimärenergiebedarf: 63,16 kWh/m²a (max. zulässig 65,87 kWh/m²a)
Besonderheiten: drei Wohneinheiten; Fußbodenheizung, Gasbrennwerttherme, thermische Solaranlage sowie Photovoltaikanlage
Preiskategorie: schlüsselfertig über € 350.000
Mehr Infos: www.fullwood.de


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