So sperren Sie die Hitze aus

So sperren Sie die Hitze aus
Der beste Tipp an heißen Tagen gegen die Hitze im Haus: Raus auf den Balkon und abkühlen. Foto: Jan Tepass

Die Luft steht, der Schweiß rinnt: An heißen Sommertagen ist der Aufenthalt in der Wohnung oder im Haus oft eine Qual. Experten geben Tipps, wie man die Temperatur in Wohnräumen in Grenzen hält.

Ab 30 Grad geht kaum noch was, außer am See oder im Schwimmbad. Aber zu Hause will sich dann niemand mehr bewegen.

Meist kühlen die Räume erst spät in der Nacht ab, an Schlaf ist kaum zu denken. Was tun? Experten erklären, wie sich der Temperaturanstieg im Haus wenigstens etwas in Grenzen halten lässt:

Hitze aussperren

Alle Schotten dicht – also Rollläden und Jalousie runter, die Türen und Fenster zumachen. Denn wer die Sonnenstrahlen tagsüber aussperrt, bewahrt leichter einen kühlen Kopf. Das wichtigste Gesetz gegen die Hitze ist demnach immer noch: Fenster bereits am Morgen schließen.

Auch das kurze Lüften stickiger Zimmer ist schlecht. Der vermeintlich angenehme Luftzug bringt nur mehr Wärme ins Haus, die sich darüber hinaus in massiven Bauteilen speichert. Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät: Spät abends oder in den kühleren Morgenstunden lüften.

Auch außenliegende Rollläden und Jalousien sollten Sie bereits am Morgen herunterlassen. Sie sind übrigens der effektivste Schutz gegen Hitze. Laut der Deutschen Energie-Agentur (Dena) halten sie 90 Prozent mehr Sonnenwärme ab als innenliegende Vorhänge oder Jalousien.

Trotzdem ist es heiß. Was mache ich falsch?

Hier greift Tipp Nummer zwei der Experten für möglichst kühle Wohnräume: Vermeiden Sie es, im Haus Wärmegrade zu erzeugen und bedenken Sie: Die größten Wärmeschleudern sind Elektrogeräte für den Haushalt, etwa Backofen und Herd.

Wenn man aber den Backofen anwirft, sollte er ohne Vorheizen laufen und vor dem Ende des Kochgangs wieder ausgestellt werden. Die Restenergie reiche meist gut aus, um das Gericht fertigzustellen, rät die Verbraucherzentrale Berlin. Die Mikrowelle ist eine gute Alternative zum Herd, da sie weniger Abwärme produziert, ergänzt Dena-Experte Roman Zurhold.

Welche Geräte außerdem viel Wärme erzeugen

Im Grunde jedes, das an einer Steckdose hängt. Daher gilt: Alle Elektrogeräte im Haus, auf die man verzichten kann, richtig ausschalten statt sie im Stand-by-Modus zu halten. Dazu zählen auch der Fernseher, Computer und – als größter Wärmeerzeuger im Haushalt – der Wäschetrockner. Auf diesen kann man leicht verzichten, indem man das gute Wetter nutzt, um die Wäsche im Freien zu trocknen.

Noch ein Tipp von Energieexperte Zurhold: «Handliche wärmeerzeugende Geräte können – sofern praktikabel – außerhalb der kühlen Räume verwandt werden. » Warum also nicht auf dem Balkon bügeln? Oder das Föhnen dorthin verlegen, wo die heiße Abluft direkt abziehen kann? Und warum nicht den Fernseher abends rausstellen und den TV-Abend im Freien genießen?

Was bringen Ventilatoren?

Von mobilen Klimageräten rät Energieexperte Roman Zurhold ab: „Sie verbrauchen viel Energie. Außerdem erzeugen sowieso nur wenig Linderung.“

Räume mit nassen Textilien abkühlen?

Oft wird als Tipp gegeben, frisch Gewaschenes an heißen Tagen im Zimmer aufzuhängen, da die verdunstete Feuchtigkeit der Textilien einen Kühlungseffekt zur Folge hat. «Das ist technisch und physikalisch richtig», erklärt Zurhold. «Aber dadurch erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung. Die Temperaturen fühlen sich dann höher an als vorher. » Deshalb gilt ebenso der Hinweis, an sehr heißen Tagen die Spülmaschine nicht laufen zu lassen. Bekanntlich steigt nach der Wäsche der heiße Dampf aus der Maschine auf und zieht in das Zimmer.


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