Glossar

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Wer ein Haus bauen will, der bekommt es mit baulichen Fachbegriffen zu tun. Doch was eigentlich der "U-Wert"? Was ist der Unterschied zwischen einem Skelettbau und der Holzrahmenbauweise? In unserem Glossar finden Sie einen Überblick über die Begriffe, die Sie als Bauherr brauchen.

Glossar für die Buchstaben: A B C

Akkumulator

Ein wiederaufladbarer Speicher, der die elektrische Energie, beispielsweise bei einem Solarspeicher, chemisch speichert, ist ein Akkumulator. Die Grundlage bildet dabei die Blei- oder die Lithiumtechnologie. Als fortschrittlichere Technik gilt die Lithiumbatterie. Sie ist zwar teurer, arbeitet aber effizienter und besitzt eine hohe Lebensdauer. Da es für private Betreiber mittlerweile attraktiver ist, den Sonnenstrom selbst zu verbrauchen, ist auch die Nachfrage an Stromspeichern gestiegen.

Altlast

Unbedingt vor dem Kauf eines Grundstücks sollten Bauherren abklären, ob es sich wirklich um sauberen Boden oder eher um eine altlastenverdächtige Fläche handelt. Denn unter der Erdoberfläche kann so manche Überraschung schlummern. Hierzu gibt das Altlastenverzeichnis der Kommune Auskunft.

Antritt

Der Antritt ist die unterste Stufe einer Treppe. Er führt entweder auf die ganze Treppe oder auf ein Podest, das eine Ebene mit einer anderen verbindet.

Austritt

Der Austritt ist die oberste Stufe der Treppe, die eine Ebene mit dem Podest oder der oberen Geschossebene bildet.

Baulast

Dabei handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Last, die sich aus einer Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsichtsbehörde ergibt. Ein Beispiel: Der Eigentümer übernimmt die Abstandsfläche des Nachbarn auf sein Grundstück, sodass dieser seine Baupläne verwirklichen kann. Diese Baulast wird in das Baulastenverzeichnis bei der Bauaufsichtsbehörde eingetragen. Wichtig: Mit dem Eintrag kann sie erst dann wieder gelöscht werden, wenn die Behörde auf sie verzichtet. Auch Rechtsnachfolger des Eigentümers, also beispielsweise spätere Käufer des Grundstücks, sind daran gebunden.

Bebauungsplan

Bei der jeweiligen Verwaltung der Kommune können Sie Einblick in den Bebauungsplan nehmen, wo Sie Ihr Traumhaus errichten möchten. Ein solcher Plan enthält die von der Stadt oder der Gemeinde festgezurrten Vorgaben für die Art und das Maß der baulichen Grundstücksnutzung: Baugrenzen und -linien sind darin ebenso festgelegt wie die Art der baulichen Nutzung, die Anzahl der Vollgeschosse und vieles mehr. Aber auch nicht jeder Boden ist ein Bauplatz für Wohngebäude.

Beleihungswert

Während der Verkehrswert den Wert der Immobilie am Markt widerspiegelt, wird der Beleihungswert von der Bank festgelegt und ist niedriger. Das gibt der Bank mehr Sicherheit. Die Unterschiede sind groß: Einige Darlehensgeber beleihen eine Immobilie nur bis zu 60 oder 80 Prozent. Andere legen den Verkehrswert zugrunde und zahlen darum höhere Kredite aus. Manche gehen sogar so weit, dass sie die Nebenkosten finanzieren.

Bereitstellungszins

Wird ein Darlehen nicht sofort in Anspruch genommen, weil etwa bei einem Neubau nach Baufortschritt gezahlt werden muss und dieser sich verzögert, dann fallen sogenannte Bereitstellungszinsen an. Schließlich entstehen der Bank Kosten. Bereitstellungszinsen sind allerdings unter Umständen Verhandlungssache.

Betondachsteine

Betondachsteine werden im Gegensatz zu Tondachziegeln nicht gebrannt. Daher ist der Energieeinsatz bei ihrer Herstellung deutlich geringer. Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer Festigkeit: Dachsteine gewinnen im Laufe der Zeit an Härte, was sie besonders langlebig macht.

Bodenplatte

Umgangssprachlich wird die Bezeichnung „Bodenplatte“ für ganz verschiedene Fundamente sowie auch für Kombinationen dieser Fundamente mit einer Bodenplatte verwendet. Fachleute sprechen von dem Begriff nur dann, wenn eine „echte  Platte“ gegossen wird. Sie übernimmt damit die tragende Aufgabe und gewährleistet somit, Auflasten gleichmäßig über die gesamte Fläche zu verteilen. Alternativ kann man auch „Plattenfundament“ sagen.

Blockbauweise

Eine uralte Technik, ein Holzhaus zu errichten, ist die Blockbauweise. Moderne Blockhäuser können eine einschalige Vollholzkonstruktion aufweisen, die aus Rund- oder Blockbohlen besteht und bereits über sehr gute Dämmwerte verfügt. Bei Vollholzstämmen gilt es zu beachten, dass entsprechend dicke Rundstämme verbaut werden, um eine effektive Dämmung zu erreichen. Die Stämme weisen zudem eine hohe statische Belastbarkeit auf, verfügen über einen guten Wärmeschutz und isolieren gut gegen Schall. Zudem bietet der Baustoff Holz eine gute Feuchteregulation, mit der ein zu jeder Jahreszeit angenehmes Raumklima einhergeht.

Bei Blockhäusern in industrieller Fertigbauweise werden die Vorteile des Werkstoffs Holz und eine schnelle Bauzeit kombiniert. Denn auch bei dieser Bauweise können komplette Wandelemente im Werk vormontiert und auf der Baustelle rasch aufgebaut werden. Daneben gibt es die zweischalige Wandkonstruktion. Hier kommt eine Innen- und eine Außendämmung zum Einsatz. Eine zusätzliche Dämmschicht kann dabei zum Beispiel aus Holzfaser, Wolle oder auch Hanf bestehen. Typisch für ein Blockhaus ist die sogenannte Eckverkämmung, die für die nötige Stabilität der gesamten Konstruktion sorgt. Dichtungsbänder schaffen dabei Winddichtheit.

Brandschutzklassen

Die Brandschutzklasse A1 bezeichnet laut der DIN 4102 nur die nicht brennbaren Stoffe. Bei der Klasse A2 können den nicht brennbaren Stoffen einzelne brennbare Stoffe zugeschlagen sein. Die Klassen B1/B2/B3 bezeichnen die brennbaren, schwer/normal/leicht entflammbaren Stoffe. Leicht entflammbare Baustoffe dürfen nicht verwendet werden, außer in einem zugelassenen System in Kombination mit anderen Baustoffen.

Zum Beispiel fallen Naturfaserdämmstoffe in der Regel unter die Klasse B2 (normal entflammbar) und dürfen beim klassischen Hausbau problemlos verwendet werden.

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