Glossar

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Wer ein Haus bauen will, der bekommt es mit baulichen Fachbegriffen zu tun. Doch was eigentlich der "U-Wert"? Was ist der Unterschied zwischen einem Skelettbau und der Holzrahmenbauweise? In unserem Glossar finden Sie einen Überblick über die Begriffe, die Sie als Bauherr brauchen.

Glossar für die Buchstaben: S T

Satteldach

Eine beliebte Dachvariante und häufig auch in Bebauungsplänen zu finden ist das Satteldach mit seinen zwei geneigten Dachflächen. Durch das einfache Konstruktionsprinzip sind viele Varianten an Dachneigungen und Traufhöhen möglich. In der Regel besitzen Satteldächer eine Neigung von 38–45°, denn dann bieten sie ausreichend Platz für ein ausgebautes Obergeschoss. Spannende Dachlandschaften entstehen durch die Kombination mit anderen Dachformen. Ein Satteldach punktet zudem mit seiner Witterungsbeständigkeit und muss im Vergleich zu seinem flachen Verwandten seltener gewartet werden.

Sauberkeitsschicht

Diese mindestens 5 cm starke Betonschicht schützt vor Erdverschmutzungen beim Baubeton und bei den Stahleinlagen eines bewehrten Fundaments. Sie schafft zudem einen ebenen Untergrund und sollte bei einer schlechten Grubensohle oder einem nassen Boden eingesetzt werden.

Schiefer

Es handelt sich dabei um ein Sedimentgestein aus den Ablagerungen feinkörniger Tonschlämme bildet Schiefer. Er ist gut als Dacheindeckung, für die Fassade, aber auch im Innenbereich anzuwenden.

Schufa-Auskunft

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) sammelt und speichert seit 1927 Daten über Kredite von Privatpersonen. Einer Bank teilt die Schufa allerdings nur mit, ob der Kunde bereits ein Girokonto oder eine Kreditkarte hat, aber nicht, bei welchem Institut. Außerdem erfahren die Schufa-Vertragspartner, ob der Kunde ein Darlehen abbezahlt, in welcher Höhe er es aufgenommen hat und mit welchen monatlichen Raten. Einblick in alle gespeicherten Informationen hat der Kunde nur bei einer Eigenauskunft.

Setzstufe

Während die Trittstufe tatsächlich zum Betreten genutzt wird, ist die Setzstufe die vertikale Abgrenzung der Stufe nach hinten. Man spricht auch von der vertikalen Ansichtsfläche.

Skelettbauweise

Beim Holzskelettbau werden durch die skelettartige Struktur die einzelnen statischen Kräfte abgeleitet. Die mittelalterlichen Fachwerkhäuser sind ein Beispiel für diese Bauweise, woraus sich der moderne Skelettbau entwickelte. Er weist aber gegenüber der traditionellen Bauweise konstruktive Unterschiede auf. So haben die Wände keine tragende Funktion. Dadurch ergibt sich für die Bauherren ein immenser Gestaltungsspielraum für das „moderne Fachwerkhaus“. Denn so lässt sich beispielsweise mit großflächigen Glasfronten arbeiten. Wer besonderen Wert auf lichtdurchflutete Räume legt, sollte sich auf jeden Fall diese Bauweise genauer ansehen.

Solarkollektoren

Am häufigsten kommen Flachkollektoren, kastenförmige Elemente, in denen mehrere Absorberbleche parallel montiert sind, zum Einsatz. Bei Vakuumröhrenkollektoren sind die Absorber in einer Glasröhre untergebracht, in der Vakuum herrscht. Sie besitzen einen höheren Wirkungsgrad, sind aber auch teurer. Installiert werden sie vor allem dort, wo wenig Platz vorhanden ist.

Spezifische Wärmekapazität

Die Einheit c gibt an, wie viel Energie benötigt wird, um ein Kilogramm eines Stoffs um ein Kelvin (= 1 °C) zu erwärmen. Baustoffe mit einem hohen c-Wert besitzen eine große thermische Speicherkapazität und bieten einen guten sommerlichen Hitzeschutz.

Steigungsverhältnis bei einer Treppe

Das Steigungsverhältnis, also das Verhältnis von Höhe zu Tiefe der Treppenstufen, ist wichtig für bequemes und sicheres Begehen der Treppe.

Stimmungslicht

Kaum genaue Beleuchtung, aber es leuchtet im Raum. Stimmungslicht sorgt für eine gemütliche, romantische und manchmal auch farbakzentuierte Stimmung.

Streifenfundament

Eine punktförmige Übertragung der Auflasten ins Erdreich übernimmt ein Streifenfundament. Um eine größere Lastverteilungsfläche zwischen den aufstehenden Wänden und dem Boden zu erreichen, baut man die Wände des Fundaments daher breiter. Hier liegt eine dünne, nicht tragende Bodenplatte auf.

Tondachziegel

Dachziegel unterteilt man in drei Hauptgruppen: Flach-, Hohl- und Falzziegel. In Deutschland werden Dachziegel in Güteklassen, die von eins bis drei reichen, eingeteilt, wobei Ziegel erster Wahl den strengen Anforderungen der DIN EN 1304 entsprechen müssen.

Tonnendach

Sehr modern wirken Tonnendächer, die meist mit Metall wie Titanzink, Edelstahl oder Kupfer eingedeckt werden. Es hat den positiven Nebeneffekt, dass das Metall im Sommer die Sonnenstrahlen reflektiert. Dadurch bleibt es im Dachgeschoss angenehm kühl. Im Einfamilienhausbau wird diese Dachvariante nur selten realisiert.

Trittstufe

Die Trittstufe ist das, was der Laie unter der eigentlichen Stufe versteht. Man spricht auch von der horizontalen Auftrittsfläche. Sie ist zu unterscheiden von einer Setzstufe.

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