Gut bedacht

Gut bedacht
Fotos: Rheinzink

Wir nehmen den Werkstoff Titanzink als Dacheindeckung unter die Lupe.

Seit mehr als 150 Jahren kommt Zink zur Eindeckung von Dächern zum Einsatz. Kein Wunder, überzeugt der Werkstoff vor allem durch seine Langlebigkeit und die gute Ökobilanz. Titanzink aus dem Hause Rheinzink verbindet diese beiden Aspekte mit einer zeitlos schönen Optik. Das Material ist zudem beliebig formbar und eignet sich für nahezu jede Dachform. Inzwischen setzt man in der ganzen Welt auf die Systeme des deutschen Unternehmens.

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Eine Titanzink-Dachdeckung sieht schön aus und schützt das Haus dauerhaft vor Witterungseinflüssen.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Titanzink auf das Dach zu bringen.

Sicher gefalzt

Verlegen lässt sich der Baustoff – abhängig von der Dachneigung, -form und -größe – auf verschiedene Weisen. Dabei ist eine Kombination von Titanzink sowohl mit einer modernen als auch mit einer traditionellen Architektur möglich. Sogar zum gemütlichen Landhaus aus Holz passt der natürliche Werkstoff.

Das Doppelstehfalzsystem ist eine der ältesten Verlegearten. Es eignet sich für flach geneigte Dächer von 3 bis 25 Grad. Die nebeneinanderliegenden Schare, vorprofilierte Bleche mit seitlichen Aufkantungen, werden dabei längs miteinander verbunden. Die Schließung des Profils erfolgt anschließend per Hand oder maschinell mittels einer Profiliermaschine. Bis zu 16 m lange Schare kann man auf diese Weise verarbeiten. So lassen sich sowohl einfache Bedachungen als auch individuelle Lösungen herstellen.

Während beim Doppelstehfalzsystem sehr filigrane Verbindungen entstehen, ist hingegen beim Winkelstehfalzsystem der Falzverlauf stärker betont. Das kommt vor allem bei größeren Dachflächen gut zum Tragen, die dadurch eine lebendige Struktur erhalten. Das Schließen der Falze ist bei dieser Verlegeart zudem besonders einfach. Eingesetzt wird das Winkelstehfalzsystem bei steil geneigten Dächern ab 25 Grad, in schneereichen Gegenden ab 35 Grad.

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Die Naturwerkstoffe Stein und Titanzink ergeben eine harmonische Kombination.

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Auch Dächer mit geringer Neigung sind geeignet für eine Dachdeckung aus Titanzink.

Leisten und Rauten

Eine weitere Variante der Dacheindeckung ist das Klick-Leistensystem des Herstellers. Ein Klick-Leistenhalter aus verzinktem Stahl dient hierbei als Befestigung zwischen den Scharen. Darüber kommt eine Leistenkappe als Abdeckung. Durch die breiten Leistenprofile ist der Falz daher stark betont, was dem Dach ein markantes Erscheinungsbild verleiht. Bei wechselndem Lichteinfall entstehen somit spannende Licht- und Schattenspiele. Zum Einsatz kommt das System sowohl bei flach als auch bei steil geneigten Dächern. Dank des hohen Vorfertigungsgrads ist diese Art der Verlegung außerdem besonders wirtschaftlich.

Einen besonders großen Gestaltungsspielraum bieten die Rauten von Rheinzink, die sich für jede Dachform und -neigung eignen. Dabei lassen sich mit den Kleinrauten lassen sich selbst komplizierte Rundungen ausformen. Die Großrauten verleihen insbesondere großformatigen Dächern eine interessante Struktur. Sie sind vertikale, horizontale oder auch diagonale Muster möglich. Für noch mehr Abwechslung auf dem Dach sorgt die Verwendung unterschiedlicher Rautengrößen. Ein sehr schöner Effekt entsteht bei der walzblanken Ausführung: Durch die natürliche Bewitterung des Materials schimmern die einzelnen Rauten im Laufe der Zeit in ganz unterschiedlichen Farbnuancen.

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Titanzink ist zu 100 % recyclebar und weist es eine gute Ökobilanz auf.

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Komplizierte Geometrien: Rundungen mit Quadrat- und Spitzrauten realisieren.

Lesen Sie weiter: Ein Gespräch mit Dipl.-Ing. Rüdiger Niewind von Rheinzink

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