Gute Aussichten

Gute Aussichten
Foto: Huf Haus

Wer ein Haus bauen möchte, benötigt zunächst einmal ein passendes Grundstück.  Entscheidend ist hierbei vor allem die Lage, da die Kosten innerhalb Deutschlands stark auseinander driften.

Im Bundesdurchschnitt ist Bauland trotz des anhaltenden Immobilienbooms noch immer vergleichsweise günstig zu  haben: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für baureifes Land Ende 2011 beispielsweise bei 130,03 € – 3 Prozent weniger als 2007. Analog zu den Mieten und Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und Häuser gilt aber auch für Grundstückskäufer, dass sie sich nicht überall über niedrige Baulandpreise freuen dürfen: Das Gefälle zwischen dem teuren Bauland in den Ballungsgebieten und billigen Grundstücken in anderen Gebieten ist gewaltig.

Teures Pflaster

Wer beispielsweise in München bauen wollte, zahlte laut Immobilienmarktbericht Ende 2011 durchschnittlich 680 € pro Quadratmeter Baugrund, und wer in Hamburg ein unbebautes Grundstück erwarb, musste mit 488,21 € pro Quadratmeter Bauland ebenfalls tief in die Tasche greifen.

Erschwingliche Alternativen

Ein völlig gegensätzliches Bild zeigt sich in  ländlichen Regionen, ganz besonders in bevölkerungsarmen Gemeinden Ostdeutschlands. In Thüringen kostete ein Quadratmeter Bauland Ende 2011 beispielsweise nur knapp 35,36 €, in Sachsen-Anhalt betrug der Durchschnittspreis für baureifes Land sogar nur 25,93 € pro Quadratmeter.

 

luftbild wohnsiedlung

 

Die Menschen zieht es wieder zurück in die Städte. Aufgrund des Zuzugs wird in vielen urbanen Gegenden Deutschlands nachverdichtet. Die Grundstücke werden kleiner. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

 

 

haus und hof

 

Bevor Sie sich für den Bau eines Baugrundstücks entscheiden, sollten Sie den Bebauungsplan der Gemeinde für das betreffende Gebiet einsehen. Hieraus ersehen Sie, ob Ihr Traumhaus auf dem Grund auch wirklich nach Ihren Wünschen gebaut werden kann. Foto: WeberHaus

 

Die Grunderwerbsteuer

Nicht zu vergessen, wer Bauland kauft, muss Grunderwerbsteuer zahlen. Deren Höhe ist neben dem Kaufpreis als Bemessungsgrundlage abhängig vom  jeweiligen Bundesland und beträgt zwischen 3,5 und 5,5 Prozent. Während Bayern nach wie vor den ursprünglich  einheitlichen Prozentsatz von 3,5 beibehalten hat, haben die anderen Bundesländer mit den Jahren ihre Prozentsätze aufgestockt, zuletzt Hessen und das Saarland Anfang 2013.

übersicht grunderwerbsteuer

Übersicht über die Grunderwerbsteuern. Quelle: www.steuer-schutzbrief.de

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