Haustüren: mehr Sicherheit und Komfort

Haustüren: mehr Sicherheit und Komfort
Foto: epr/Rodenberg

Der Einbau einer modernen Haustüre kann viel bewirken. Wer hier auf ein hochwertiges Produkt setzt, erhält mit dem neuen Schmuckstück nicht nur einen optischen Hingucker, sondern auch ein deutliches Plus an Komfort, Sicherheit und Wärmeschutz.

Haustüren haben eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie sollen den Privatbereich schützen, maximale Sicherheit bieten und gleichzeitig eine komfortable Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich herstellen. Dabei müssen sie Witterungseinflüssen, unerwünschten Eindringlingen, Lärm und Wärmeverlusten trotzen. Und bei alldem sollen sie auch noch eine gute Figur abgeben. Hohe Erwartungen, denen moderne Türsysteme aber problemlos gerecht werden.

Eine kleine Materialkunde

Aluminium-Haustüren

Die neue „ThermoPlan Hybrid“-Haustür aus Aluminium von Hörmannn punktet mit einer flächenbündigen Gestaltung von Türblatt und Zarge.
Foto: Hörmann

Haustüren werden heute aus Holz, Kunststoff, Aluminium sowie Kombinationen dieser Materialien hergestellt. Auch Edelstahl- und Glaskonstruktionen (aus Wärmeschutzglas) sind beliebt. Holztüren zeichnen sich durch ihre natürliche Optik und per se gute Dämmeigenschaften aus. Mit einem zusätzlichen Dämmstoffkern im Türblatt lassen sich ihre Wärmeschutzeigenschaften weiter verbessern. Um ein Verwittern der Oberfläche zu verhindern, müssen Holztüren allerdings regelmäßig gewartet und lasiert bzw. lackiert werden. Langlebig, wartungsarm und in den unterschiedlichsten Dekoren zu haben sind Haustüren aus Kunststoff. Um dem vergleichsweise leichten Material die nötige Stabilität zu verleihen, bestehen Kunststofftüren aus Mehrkammerrahmen und Flügelprofilen mit Stahlverstärkungen. Für Wärmeschutz sorgen mehrschichtige Füllungen. Robust, leicht und stabil sind Türen aus Aluminium. Sie werden als Mehrkammersysteme mit Profidämmung konstruiert, die eine gute Statik und hohen Dämmschutz gewährleisten. Häufig verfügen gerade aus Werkstoffkombinationen gefertigte Türen über besonders gute Dämm-, Schall-, Einbruch- und Witterungsschutzeigenschaften.

Sichere Haustüren

Türkommunikation; Busch-Jaeger

Mit dem Türkommunikationssystem „Busch Welcome®“ können Sie direkt sehen, wer draußen vor der Tür steht.
Foto: Busch-Jaeger

Das Thema „Sicherheit“ spielt bei der Türauswahl naturgemäß eine wichtige Rolle. Schließlich lässt sich Einbruchsrisiko durch die Verwendung sicherer Eingangssysteme nachweislich reduzieren. Einbruchhemmende Außentüren werden nach der europäischen Prüfnorm DIN V ENV 1627 in sechs Widerstandsklassen eingeteilt. „Resistance Class“ (RC) 1 bietet dabei den geringsten, RC 6 den höchsten Schutz. Eine private Außentür sollte mindestens der Sicherheitsklasse RC 2, besser RC 3 entsprechen. Den besten Einbruchschutz bieten Türsysteme, deren einzelne Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind und somit potenziellen Eindringlingen keine Angriffsflächen bieten. Zum Konzept gehören hier beispielsweise spezielle Sicherungen an Türbändern und Scharnierbereichen, die ein Aushebeln verhindern. Auch einbruchhemmende
Schließzylinder und zusätzliche Mehrfachverriegelungen, die ober- und unterhalb des Hauptschlosses installiert sind, schützen. Noch mehr Sicherheit erreicht man durch eine gute Zugangsüberwachung: Türweitwinkelspion, Gegensprechanlage und Videoüberwachung machen Besucher kenntlich. Individualisierte, schlüssellose Zugangssysteme mit Code, Finger- oder Irisscan erschweren Langfingern den Zutritt. Auch die Einbindung einer Alarmanlage erhöht den Schutz.

Wärmeschutz

Haustüre aus altem Eichenholz

Die Türen der „Authentik“-Linie von Kneer-Südfenster sind echte Unikate: Die Oberflächen werden aus Eichen-Altholz gefertigt. Foto: Kneer-Südfenster

Stichwort Schutz: Nicht nur gegen unerwünschte Besucher, sondern auch gegen Wärmeverluste sollte eine Haustür gut gewappnet sein. Die gesetzlichen Mindeststandards definieren die Energieeinsparverordnung sowie die Prüfnorm DIN 4108-2. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Wärmedurchgangswert (Ud-Wert) einer Tür, desto besser nsind ihre energetischen Eigenschaften. Ein Wärmedurchgangswert von maximal 1,5 W/m²K entspricht dem aktuellen Standard. Einen noch besseren Wärmeschutz erzielt man mit Passivhaustüren mit einem Ud-Wert von bis zu 0,6 W/m²K. Wie gut eine Außentür ihre Dämmfunktion erfüllen kann, hängt aber nicht nur von ihrer energetischen Qualität, sondern auch maßgeblich von einer fachgerechten Montage ab. Unerlässlich sind ein luftdichter Einbau des Türsystems und die thermische Abkopplung von der Bodenplatte. Wärmebrücken und Öffnungen in der Türkonstruktion müssen vermieden werden.

Bei der Auswahl einer passenden Außentür sollten Sie immer auf die europäische Produktnorm DIN EN 14351-1 achten. Diese garantiert die Erfüllung der Mindeststandards in Sachen Widerstandsfähigkeit, Einbruchsicherheit und Wärmeschutz. Weitere Qualitätshinweise geben Zertifizierungen (etwa vom TÜV Rheinland) sowie das RAL-Gütezeichen 695.

Bequemer Durchgang

Haustüren; Rodenberg

Die verspiegelte Innenseite ermöglicht nicht nur einen letzten
Blick auf das Outfit vor dem Verlassen des Hauses, sondern vergrößert auch den Raum optisch.
Foto: epr/Rodenberg

Damit Sie und Ihre Gäste nicht aufgrund unnötiger Hindernisse mit der Tür ins Haus fallen, rentiert es sich, bei der Eingangsgestaltung auf Barrierefreiheit und Komfort zu achten – auch da der Einbau barrierefreier Türkonstruktionen staatlich gefördert wird. Was Barrierefreiheit konkret bedeutet, definiert die Prüfnorm DIN 18040-2 wie folgt: Türen müssen deutlich zu erkennen, leicht zu öffnen bzw. zu schließen und sicher zu passieren sein. Zentrales Element eines entsprechend gestalteten Eingangsbereichs ist dementsprechend eine schwellenlos eingebaute, leichtgängige Haustür mit bündig in den Boden integrierten Rosten und Fußmatten. Die Durchgangsbreite der Tür sollte mindestens 90, besser 100 cm betragen. Richtwert für die lichte Höhe sind 205 cm. Wer beladen mit Einkäufen nach Hause kommt, profitiert von leicht erreichbaren Bedienelementen, die in einer nutzerfreundlichen Höhe von 85–105 cm angebracht sind. Zusätzliche technische Hilfestellung geben Türen mit elektronischem Öffnungsmechanismus. Solche automatischen Haustürsteuerungen lassen sich per Funkfernsteuerung oder Handy-App bedienen.

Sanierungstipps für Haustüren

Haustür aus Holz und Glas, filigran

Harmonische Gestaltung: Bei diesem Türsystem scheinen
Innen- und Außenraum miteinander zu verschmelzen.
Foto: epr/Josko

Im Normalfall wird man bei einer Außentürsanierung das in die Jahre gekommene Modell eins zu eins gegen ein energetisch und sicherheitstechnisch stimmiges Türsystem austauschen. Manchmal jedoch kann es sich lohnen oder nötig sein, die vorhandene Haustür zu erhalten – weil sie besonders wertig und schön oder gar denkmalgeschützt ist. Da es sich bei solchen Türen häufig um massiv ausgeführte Holzbauteile handelt, lässt sich eine zufriedenstellende Nachrüstung in Sachen Wärme-, Einbruch- und Schallschutz mithilfe entsprechender Fachbetriebe durchaus realisieren. Dazu können historische Türen beispielsweise auf der Innenseite aufgedoppelt und mit neuen Blendrahmen versehen werden, die Platz für moderne Verriegelungssysteme und Dichtungen bieten. Altes Glas kann gegen Wärmeschutzverglasung ausgetauscht werden. Übrigens: Auch für derartige „Ertüchtigungsmaßnahmen“ können Sie Fördergelder bei der KfW-Bank beantragen.


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