Holen Sie die Sonne ins Haus

Holen Sie die Sonne ins Haus
Foto: perfecta Fenster

Licht benötigen wir fast so dringend wie die Luft zum Atmen. Deswegen sind Fenster auch viel mehr als nur Öffnungen nach draußen: Sie bringen Tageslicht ins Haus und tragen maßgeblich zu einer freundlichen Atmosphäre bei.

Um Gebäude natürlich zu belichten, stehen grundsätzlich zwei Systeme zur Verfügung: Verglasungen an der Fassade sowie im Dach. Das Gesetz regelt dabei die Mindestgröße: Fast überall im Bundesgebiet muss die lichtdurchlässige Fläche eines Fensters mindestens ein Zwanzigstel der Grundfläche des dahinter liegenden Innenraums betragen. Für eine optimale Lichtausnutzung sollte daher die Gesamtbreite aller Fenster mindestens 55 Prozent der Wohnraumbreite betragen. Das wiederum entspricht rund einem Zehntel der Gesamtbreite aller raumbegrenzenden Wände. Besonders Arbeitsplätze sollten zudem natürlich belichtet sein. Und bei Räumen, die 3,50 m Raumhöhe überschreiten, sollte die lichtdurchlässige Fläche mindestens ein Drittel der Außenwandfläche des betreffenden Raums einnehmen.

Verglasungen am rechten Platz

Verglasungen-mit-Lüftungsschlitzen

Seine Produktreihe „I-tec“ bietet das Unternehmen Internorm Fenster in verschiedenen Ausstattungsvarianten an wie mit einer im Rahmen eingepassten feuchtigkeits- und temperaturgesteuerten Lüftung. Foto: Internorm

Auch die Platzierung der Fenster ist wichtig. Verteilen sie sich über Wand oder Dach, verbreitet sich das einfallende Licht gleichmäßiger als bei einer Platzierung in den Raumecken. Bei tieferen Räumen streuen Fenster an gegenüberliegenden Wänden das Licht gleichmäßiger als solche in benachbarten Flächen. Und wenn die untere sichtbare Fensterkante unterhalb der Augenhöhe liegt und die obere oberhalb, ist eine gute Aussicht gewährleistet. Das gilt auch für Dachfenster. Entsprechend sollte das untere Maß eines Fensters nicht höher als 95 cm (bzw. 90 cm im Schrägdach) liegen. Die Oberkante liegt in senkrechten Wänden in der Regel bei 2,20 m, im Schrägdach mit oft niedrigeren Raumhöhen bei 2 m.

Sonderlösung Gaube

nachträglicher-Gaubeneinbau

Aufgesetzt: Diese Schleppgaube von Mage Roof wird in einem Stück montiert. Foto: Mage Roof

Wer mehr Licht ins Dachgeschoss holen möchte, kann durch den Einbau einer Dachgaube dabei gleich noch den Wohnraum vergrößern. Die Gestaltung der Gauben richtet sich dabei nach der Form des Hauptdachs, wobei Bedeckung und Größe des Aufbaus von Fall zu Fall unterschiedlich sein können. Die häufigste Wahl ist die Sattelgaube, eine elegante Variante ist die Walmgaube. Schleppgauben weisen geneigte Dachflächen auf, Rund- und Spitzgauben sowie Fledermausgauben überzeugen durch außergewöhnlich gerundete oder besonders spitz ausgeführte Konstruktionen.


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