Licht im Keller

Licht im Keller
Bei einem Hanghaus lässt sich auch ein Untergeschoss mit großen Fenstern realisieren. Ideal für Wohnräume im Keller. Foto: LRZ/Deutsche Poroton

Nicht jeder Keller liegt voll unter der Erde. Haben Sie ein Untergeschoss mit Tageslicht, gilt es dabei jedoch einiges zu beachten. Ganz vorne weg: Wie möchten Sie den Keller nutzen? Aber auch mit künstlicher Beleuchtung lässt sich Ihr Untergeschoss zu einer Wohlfühlzone machen.

Tipp 1: Wie möchten Sie den Keller nutzen?

An einen Wohnkeller werden insgesamt komplett andere Anforderungen als an einen Nutzkeller gestellt. Ganz speziell trifft das auch auf die Beleuchtung zu. Deshalb sollten Sie sich schon frühzeitig Gedanken darüber machen, wie der Keller später genutzt wird. So können Sie Mehrkosten und zusätzliche Arbeiten von vornherein vermeiden.

Tipp 2: Einliegerwohnung

Achtung: Soll im Keller eine Einliegerwohnung untergebracht werden, ist eine Baugenehmigung erforderlich. Erkundigen Sie sich daher bereits vor Baubeginn bei den zuständigen Behörden nach den entsprechenden Vorschriften und Anforderungen.

Tipp 3: Abböschung

Soll der Keller als Wohnraum genutzt werden, bietet sich die Anlage einer Abböschung an, damit später Fenster oder sogar bodentiefe Fenstertüren eingebaut werden können. Der Winkel der Böschungsabschrägung sollte dabei etwa 45° betragen. Gut zu wissen: Abböschungen können nicht nur für Luft und Licht im Untergeschoss sorgen, sondern zugleich die Anforderungen an einen zweiten Rettungsweg erfüllen.

Tipp 4: Lichtschächte

Achten Sie darauf, dass beim Einbau von Lichtschächten die Isolierung nicht beschädigt wird, da sonst Feuchtigkeit eindringen kann. Um Wärmebrücken zu vermeiden, muss die Wärmedämmung auch unterhalb der Lichtschächte durchgezogen sein. Vergessen Sie nicht, dass auch die Fensteröffnungen zu dämmen sind.

Tipp 5: Kellerfenster

Als Material für Kellerfenster kommen in der Regel entweder Stahl- oder Kunststofffenster zum Einsatz. Stahlfenster sind relativ einbruchssicher, eignen sich jedoch eher für reine Nutzkeller. Im Wohnkeller sind Kunststofffenster eine optimale Wahl. Sie sind kostengünstig, pflegeleicht, korrosionsbeständig und dämmen gut. Generell gilt: Eine möglichst große, durchgängige Glasfläche sorgt bei Kellerfenstern für viel Lichteinfall im Raum. Sprossen müssen hier nicht sein. Tipp: Weiß gehaltene Lichtschachtkörper aus Kunststoff reflektieren das Tageslicht besser.

Tipp 6: Beleuchtung

Auch im Keller sind heutzutage LED-Leuchtmittel die erste Wahl, wenn es um energiesparende, intelligente Lichttechnik geht. Kellertreppen und Flure im Untergeschoss werden idealerweise mit Bewegungsmeldern ausgestattet. So können Stürze in diesen Dunkelbereichen eher verhindert werden, und auch das Ausschalten des Lichts funktioniert automatisch. Das spart Energie.

Verfügt das Kellergeschoss über eine etwas niedrigere Deckenhöhe, eignen sich flache Deckenleuchtpaneele mit LED-Technik besonders gut. Denn auch im Keller kann es gemütlich werden: Mit LED-Strips, die aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau bestehen, lässt sich nahezu jede gewünschte Lichtfarbe erzeugen. Perfekt, wenn Sie dort zum Beispiel einen Wellness-, Sauna- oder Yogaraum einrichten möchten.

Auf jeden Fall komplettieren zusätzliche punktuelle Lichtquellen wie eine Leselampe oder ein Deckenleuchter über dem Tisch ein ganzheitliches Lichtkonzept im Keller. Erst dadurch entstehen eine angenehme Raumwirkung und eine wohnliche Atmosphäre.

Tipp 7: Einbruchschutz

Vorsicht: Kellerfenster und Lichtschächte sind gern gewählte Einstiegswege von Einbrechern. Je größer und besser begehbar ein Lichtschacht ist, desto idealer ist natürlich der Lichteinfall. Doch zugleich ist es damit auch viel einfacher für unerwünschte Gäste, sich unbemerkt Zutritt zu verschaffen. Ist der Lichtschacht nicht einsehbar, hat der Einbrecher dort viel Zeit, unbemerkt das Fenster aufzubrechen.

Achten Sie deshalb auf Einbruchsschutz auch beim Lichtschacht. Ideal sind Lichtschächte, in die man nicht einfach hineinsteigen kann. Zum Beispiel können Sie das Lichtschachtgitter besonders tief im Schacht und mit Ketten verankern. Es gibt auch massive Lichtschachtabdeckungen aus Stahlbeton, die für Einbrecher nicht zu öffnen sind. Dank eingebauter Glasbausteine lassen sie Tageslicht durch. Letztendlich ist die Wahl der Abdeckung immer ein Abwägen zwischen Sicherheit und maximalem Lichteinfall im Keller.

Tipp 8: Do-it-yourself

Beim Kellerbau können Sie bestimmte Arbeiten wie den gesamten Innenausbau und die Malerarbeiten, die Installation der Lichtschächte oder Kellerfenster und das Anbringen der Wärmedämmung selbst vornehmen. Arbeiten, die mit der statischen Konstruktion verbunden sind, gehören dagegen in die Hände eines Fachmanns. Lassen Sie sich hierzu von einem Experten beraten.

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