Onlinefinanzierung

Onlinefinanzierung
Bei immo-finanzcheck.de wird die Kreditplanung durch ein Beratungssystem aus Telefon- und Video-Chat unterstützt. Foto: immo-finanzcheck.de

Übers Internet seine Baufinanzierung abschließen? Es klingt einfach, doch sollten dabei einige Punkte beachtet werden. So haben Sie Ihre Onlinefinanzierung im Blick.

1. Grundsätzlich gilt: individuell zugeschnitten

Jede Finanzierung ist so individuell wie der Mensch selbst. Standardangebote passen meist nicht. Das müsste jedes Geldinstitut und jeder Vermittler wissen. Zwar ist Geiz geil, und möglichst niedrige Zinsen sind wünschenswert. Doch billigstes Baugeld sollte nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.

Zum maßgeschneiderten Konzept zählen: kostenlose Sondertilgungen sowie das ebenfalls gebührenfreie Recht, mehrmals im Jahr die regelmäßige Tilgung zu ändern. Außerdem: Flexibilität beim Abrufen von Kreditteilbeträgen, Zinsvergünstigungen für Schnelltilger sowie die Chance, bereits getilgte Beträge sich wieder als Kredit zurückzuholen.Zu einem maßgeschneiderten Angebot zählt auch die Berücksichtigung günstiger staatlicher Fördermittel, insbesondere der KfW-Förderbank. Details im Internet unter www.kfw.de. Gegebenenfalls können Sie hier mehrere Programme zu Ihrem Vorteil miteinander kombinieren.

2. Wichtig: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Von Ihrer Hausbank, dem Wettbewerber vor Ort sowie über einen Darlehensbroker. Falls Sie ausschließlich mit einem Vermittler ins Geschäft kommen wollen: Nehmen Sie Kontakt mit ebenfalls mindestens drei Wettbewerbern auf. Auch bei Onlinefinanzierern herrscht mittlerweile ein großer Wettbewerbsdruck. Akzeptieren Sie deshalb nicht das erstbeste Angebot, sondern vergleichen Sie die Angebote gleich mehrerer Onlinefinanzierer.

3. Nur finanzieren, wenn es möglich ist

Bauen oder kaufen und finanzieren sollte nur, wer sich das auch leisten kann. Falls die wirtschaftlichen Verhältnisse dies nicht zulassen, gilt: Pläne am besten noch einige Jahre aufschieben. Um Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu ermitteln, nehmen Sie Ihre Ersparnisse unter die Lupe sowie das Gesamteinkommen der Familie und Ihre Ausgaben. Mit dem Kassensturz über Ihr Vermögen erkennen Sie schnell die Höhe des möglichen Eigenkapitals und Ihren Darlehensbedarf. Und Sie sehen auch, ob und wie viel Eigenheim Sie sich leisten können. Dazu gehören alle Investments, die sich schnell zu Bargeld machen lassen. Tages- und Festgeldguthaben, Festzinspapiere sowie Aktien und Investmentfonds.

4. Eiserne Reserve

Halten Sie unbedingt zwei bis drei Nettomonatsgehälter als eiserne Reserve in der Hinterhand. Mit diesem Geld können Sie unvorhergesehene Ausgaben bestreiten. Etwa den Kauf einer neuen Waschmaschine oder die teure Reparatur Ihres Autos. Genauso wichtig wie der Kassensturz ist der Abgleich von regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben. Erst wenn Sie wissen, was Sie in der Haushaltskasse übrig haben, erkennen Sie, ob die aktuelle Miete nicht doch die bessere Alternative ist. Denn die goldene Regel der Eigenheimfinanzierung lautet: So viel Eigenkapital wie möglich, so wenig Kredit wie nötig. Banken und Sparkassen erwarten, auch wenn Onlinevermittler zwischengeschaltet sind, in der Regel mindestens 20 Prozent, besser 30 Prozent, der Erwerbskosten. Oder 20 Prozent der Baukosten bzw. des Kaufpreises plus der Erwerbsnebenkosten, die mehr als 10 Prozent davon betragen können.

5. Finanzierungsengpass

Falls Sie die nötige Eigenkapitaluntergrenze nur knapp verfehlen, fragen Sie den Vermittler und/oder das Geld gebende Institut, ob alternative Finanzquellen akzeptiert werden. Als alternative Finanzquellen und Eigenkapitalersatz kommen Eigenleistungen bei handwerklichem Geschick, aber auch Darlehen und/oder Schenkungen der Verwandtschaft infrage. Aber beachten Sie: Unmögliches möglich machen können auch Onlinevermittler nicht. Ob Sie überhaupt ein Darlehen erhalten, und welche Qualität dieses hat, hängt von Ihrer Bonität, also der Kreditwürdigkeit, ab.

6. Unterlagen zusammenstellen

Günstige Zinsen gibt es auch bei Onlinefinanzierern nicht zum Nulltarif. Heißt: Je weniger Arbeit diese mit Ihnen haben, desto besser. Stellen Sie deshalb sämtliche Unterlagen zusammen, die für die Finanzierung nötig sind. Für Sie ist es auch praktisch, da jeder Onlinefinanzierer hilfreiche Tools anbietet, mit denen Sie jedes mögliche Szenario durchspielen können. Nutzen Sie diese Instrumente, es verpflichtet Sie zu nichts.

7. Riester-Förderung

Eine Finanzierungshilfe kann auch die staatliche Riester-Förderung, der sogenannte Wohn-Riester, sein. Banken und Vermittler verkaufen zu diesem Zweck gern Riester-geförderte Bausparverträge. Prüfen Sie, ob das wirklich sinnvoll ist oder ob Ihnen der Bankberater bzw. der Vermittler nur ein provisionsträchtiges Produkt verkaufen möchte.

Lesen Sie auch unseren Artikel zur Baufinanzierung per Onlinekauf.

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