Parkett und Laminat

Parkett und Laminat
Praktisch für Heimwerker: Diesen Laminatboden in Eichenoptik gibt es gleich mit den passenden Sockelleisten, Clipsen, Schrauben und Dübeln. Foto: epr/Logoclic

Parkett- und Laminatböden kommen nicht aus der Mode: Der klassische Hartboden ist ein alltagstauglicher Alleskönner. Dank neuer Produktentwicklungen und nahezu unbegrenzter Designvarianten kommt er inzwischen in allen Räumen zum Einsatz.

Etwas Besonderes ist diese Sägerauoberfläche des Fischgrätparketts. Der Boden erhält eine spezielle Haptik und ist sehr robust. Foto: www.fischbacher-living.de

Ein Echtholzboden hat Klasse und ist eine Anschaffung von Dauer. Dadurch, dass er bei groben Beschädigungen und massiven Abnutzungsspuren auch einmal abgeschliffen werden kann, ist er sehr langlebig. Natürlich hat das echte Holz auch seinen Preis. Doch auch bei Echtholzparkett gibt es große Unterschiede, je nachdem, für welche Optik und Qualität bzw. Dicke der Nutzschicht Sie sich entscheiden. Zwischen 15 Euro und weit über 100 Euro pro Quadratmeter können Sie für Ihren neuen Bodenbelag an reinen Materialkosten kalkulieren.

Ein großer Vorteil: Holzböden lassen sich auch wunderbar renovieren. Unter www.bona.com/diy finden Sie dazu Arbeitsanleitungen. Foto: epr/Bona

Wer hochwertiges Parkett mit dem Untergrund verklebt und vielleicht noch auf ein spezielles Muster besteht, sollte das unbedingt von einem Fachhandwerker erledigen lassen. Pflicht ist die Verlegung einer Trittschalldämmung unter einem Hartboden, diese gleicht Unebenheiten aus und macht sich später akustisch wirklich bezahlt. Immer zu bedenken: Holz ist ein Naturprodukt, das, gerade wenn es offenporig verbleiben soll, arbeitet. Es reagiert mit dem Raumklima, also auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Ein Parkett verändert sich immer mit der Zeit und erhält seine ganz eigene Patina.

Im Trend liegen aktuell vor allem klassische Dielenböden, gerne mit 1,20 m langen Dielen. Sie bringen optisch Ruhe in den Raum und zaubern Landhausflair. Gerade auch für kleinere Zimmer sind Böden mit länglichen Dielen ideal, sie strecken den Raum, dann aber besser in hellen Farbnuancen. Dunkle Hölzer sind ebenfalls beliebt, auch in sehr rauchigen Farbnoten. Achten Sie jedoch darauf, dass der Wohnraum dadurch insgesamt nicht zu dunkel wirkt – das drückt auf Dauer auf die Stimmung. Hier lässt sich jedoch auch gut mit hellen Möbeln, vielen Naturtönen und weißen oder pastelligen Wohntextilien ergänzend arbeiten, sodass ein angenehmes Gesamtbild entsteht.

Laminat jetzt auch im Bad

Laminat funktioniert heute auch im Bad: Speziell imprägnierte Laminatdielen sind Wasser abweisend. Foto: Unilin

Neue Produktentwicklungen im Laminatbereich lassen den Bodenbelag auch zu einer echten Alternative für Küche und Bad werden. Spezielle Feuchteschutz-Ausstattungen machen es möglich: Dabei kommen HDF-Trägerplatten mit hoher Härte und Dichte zum Einsatz. Elementkanten und Deckschicht sind imprägniert, um den nötigen Quellschutz zu gewährleisten. Wasserpfützen sollte man tunlichst trotzdem immer schnell beseitigen, das ist klar. Das Laminat lässt sich mit Klickverbindungen selbst verlegen. Allerdings ist dabei darauf zu achten, sehr exakt zu arbeiten und die Anschlüsse an Bauteile wie Fußleisten, Profile oder Rohrleitungen mit Silikon abzudichten. Zu aufsteigenden Bauteilen sind Dehnungsfugen einzuhalten. Schließlich darf auf keinen Fall Wasser unter den Laminatboden gelangen.

Spannend sind die ganz unterschiedlichen Designs, die sich mit Laminat umsetzen lassen. Die Optik kann täuschend echt Holzdielen, Steinboden oder Beton imitieren. Der harte und robuste Bodenbelag ist dabei sehr pflegeleicht und kann eine relativ günstige Option sein. Hochwertiges und etwas teureres Laminat verfügt übrigens über eine antistatische Oberfläche. Dadurch wird eine elektrostatische Aufladung vermieden. Generell ist Laminat auch ein Klassiker für Kinderzimmer, da er wirklich auch größere Belastungen unbeschadet übersteht. Aber Achtung: Auch Laminat benötigt auf jeden Fall immer eine Trittschalldämmung als Unterlage.

Parkett und Laminat als Wohlfühlboden?

Ein Kritikpunkt vor allem bei Laminat sind unsichtbare, vermutlich für die Gesundheit schädliche Stoffe, die vor allem aus Klebstoffverbindungen oder Beschichtungen ausgasen und die Wohnraumluft belasten. Auch Echtholzböden können hier Schadstoffwerte aufweisen, wenn ihre Oberfläche mit speziellen Ölen und Wachsen behandelt wurde, um sehr hart zu werden. Hier hilft nur, konkret im Einzelfall beim Hersteller nachzufragen bzw. die Hilfe unabhängiger Institute wie zum Beispiel des Sentinel- Instituts für Wohngesundheit (www.sentinel- haus.eu) in Anspruch zu nehmen.


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