Räum- und Streupflicht für Grundstückseigentümer

Räum- und Streupflicht für Grundstückseigentümer
Foto: www.derbauherr.de

Fällt der erste Schnee, heißt es: Gehweg räumen! Dazu verplichtet der Gesetzgeber. Doch wann, wo und wie muss geräumt werden?

Endlich Schnee! Viele genießen einen winterlichen Spaziergang durch verschneite Landschaften oder freuen sich auf das Schlittenfahren mit ihren Kindern. Doch die weiße Pracht bringt für Hausbesitzer auch Arbeit mit sich. Denn selbst wenn sich das Haus noch im Rohbau befindet, haben die Eigentümer die Verkerssicherungspflicht und sind haftbar. Im Klartext heißt das: Im Winter müssen der ans Grundsstück grenzende Gehweg und alle begehbaren Wege schnee- und eisfrei gehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel auch der Weg zu den Mülltonnen und alle Flächen des Grundstücks wie Stellplätze. Dies gilt ebenfalls für den Gehweg vor abseits liegenden Stellplätzen bzw. Garagen. Geregelt wird die Räum- und Streupflicht in den Straßenreinigungs- und -sicherungssatzungen der Gemeinden, die sich weitgehend ähneln.

Langschläfer aufgepasst

In der Regel muss der Gehweg werktags – also auch am Samstag! – etwa zwischen 7 und 20 Uhr von Schnee und Eis befreit werden. An Sonn- und Feiertagen kann man das lästige Schneeschippen je nach Satzung immerhin um 1–2 Stunden verschieben. Doch aufgepasst: Wer erst um 7 Uhr damit beginnt, ist bereits zu spät dran. Außerdem muss der Bürgersteig in diesem Zeitraum sicher begehbar gehalten werden. Oft reicht es nicht aus, morgens und abends einmal zu räumen und zu streuen. Wer berufstätig ist, sollte sich also darum kümmern, dass beispielsweise ein Nachbar diese Pflicht übernimmt oder einen professionellen Räumdienst beauftragen. Wird nicht ausreichend geräumt, können die Gemeinden Bußgelder verhängen. Und bei einem Unfall ist dann der Hauseigentümer schadenersatzpflichtig.

Das richtige Streumittel

Reicht das Schneeschippen wegen erhöhter Eisgefahr nicht aus, muss gestreut werden. Viele denken zunächst an auftauende Mittel wie Streusalz. Doch die meisten Verordnungen verbieten ihren Einsatz, da sie umweltschädlich sind. Ausnahmen bilden besonders gefährliche Stellen wie Treppen und starke Steigungen. Gut geeignet sind abstumpfende Mittel wie Split oder Granulat. Am besten, man deckt sich rechtzeitig im Baumarkt mit Streugut ein. Bei einem plötzlichen Wintereinbruch ist es sonst schnell vergriffen.


 

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