Rückzugsort: Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad gestalten

Rückzugsort: Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad gestalten
Foto: Inter Ikea Systems

Schlafzimmer, Bad und Kinderzimmer sind die Privatbereiche im Haus. Damit diese Räume zu Wohlfühloasen werden, in die man sich gerne zurückzieht, müssen sie praktisch und alltagstauglich gestaltet sein und dem persönlichen Geschmack entsprechen. Dann folgt man gerne der Einladung ins Private.

Pst, hereinspaziert: Jetzt geht es direkt in den privaten Rückzugsort. Schlafzimmer, Bad und auch das Kinderzimmer fallen ganz klassisch darunter. Generell bietet es sich auch bei den privaten Rückzugsräumen im Haus an, von der Funktionalität über das Design hin zu Gestaltung und Dekoration zu gehen. Egal ob Bad oder ein Schlafraum, Fragen Sie sich zunächst: Welchen Beschäftigungen wird man dort nachgehen? Welcher Beanspruchung muss der Boden im Alltag standhalten? Welches Mobiliar ist vonnöten? Und schließlich: Wie kreiere ich eine für die dort stattfindenden Tätigkeiten passende Atmosphäre im Raum?

Rückzugsort Schlafzimmer

Unter www.vdb-verband.org finden Sie Adressen hochwertiger Bettengeschäfte. Foto: Badenia Bettcomfort/akz-o

Mit der privateste Raum im Haus ist das Schlafzimmer. Der Raum soll zum Ausruhen einladen, Bequemlichkeit und Entspannung bieten und über gute Lüftungsmöglichkeiten verfügen. Sorgt nicht sowieso eine kontrollierte Lüftungsanlage im ganzen Haus für permanenten Luftaustausch, sollte man das Schlafzimmer so wählen, dass man dort auch nachts ohne Sorge vor Einbruch Fenster in Kippstellung belassen kann. Was sucht man im Schlafzimmer? Ruhe, Erholung, eine Auszeit, Gemütlichkeit. Letzterer Aspekt ist wohl dafür verantwortlich, dass dieser Raum auch aktuell noch sehr gern mit Teppichboden ausgelegt wird. Das hat einen einfachen Grund: Barfuß ins Bett, barfuß aus dem Bett, da tut ein warmer Bodenbelag einfach gut und ist angenehm. Ob vollflächig verklebter Teppichboden oder partielle Auslegeware, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Bei einzelnen kleineren Teppichen sollten Sie allerdings unbedingt auf eine rutschhemmende Unterlage achten.

Was muss ins Schlafzimmer? Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Dem großzügigen Schlafzimmer inklusive Ensuite-Bad, eventuell noch mit Wellnesszone, separater Leseecke und Ankleide, steht die puristische Version gegenüber: ein Schlafzimmer, eher klein, und von der Ausstattung her reduziert auf das Wesentliche. Bett, Nachttisch und maximal noch ein Stuhl oder ein Kleiderständer für die abgelegte Kleidung halten hier Einzug. Je nach Raumgröße findet sich noch ein Kleiderschrank, dieser kann aber auch als separater Ankleideraum realisiert sein. Solch eine Lösung ist ideal, wenn beide Partner morgens nicht zur selben Zeit aus dem Haus müssen. Der Frühaufsteher kann leise aus dem Bett schlüpfen und erledigt alles Weitere in einem anderen Raum, der Langschläfer kann ungestört weiterschlummern. Viele Menschen berichten zudem, dass sie in einem sehr einfachen, reduzierten Schlafzimmer besser und tiefer schlafen. Kein Fernseher, keine Spiegel, keine weiteren Ablenkungen – das ist förderlich für eine gute Erholung.

Matrazenwahl

Der Systemaufbau eines Betts von Hüsler Nest aus der Schweiz. Das patentierte Federelement setzt sich aus zwei Lagen eng gelegter Holztrimellen zusammen. Grafik: Hüsler Nest

Wer gut schlafen möchte, muss aber auch das richtige Bett – und noch viel wichtiger eine gute Matratze – wählen. Wie zahlreiche Untersuchungen der Stiftung Warentest ergeben haben, sind auch bereits günstige Matratzen oftmals eine gute Wahl; man muss hier keine Tausend Euro ausgeben.

Momentan liegen Boxspringbetten im Trend. Viele schätzen die Liegehöhe, die das Aufstehen leichter macht. Ein Boxspringbett besteht aus einer massiven Box mit hochwertigen Sprungfedern, einer guten Matratze und einer zusätzlichen Auflage, dem Topper. Wer solch ein Bett kauft, sollte sich auf jeden Fall gut beraten lassen. Da man sozusagen alles in einem kauft, sollte das Boxspringbett hochwertig sein, damit alle Komponenten auch lange halten und guten Schlaf versprechen. Dafür muss man allerdings dann auch ca. zwei- bis dreitausend Euro hinblättern. Wer sich für ein klassisches Bett entscheidet, kauft Lattenrost und Matratze einzeln dazu. Praktisch sind auch Betten, die Stauraum unter der Liegefläche bieten, in Form von herausrollbaren Bettkästen oder indem die Matratze hochgefahren werden kann.

Schatten, Licht und Farbe

Rückzugsort Schlafzimmer mit Verdunklungsmöglichkeit

Frauen reagieren sensibler auf zu wenig Tageslicht als Männer. Im Schlafzimmer braucht es aber auf jeden Fall eine gute Verdunklungsmöglichkeit. Foto: Velux Deutschland

Unverzichtbar für Schlafzimmer ist eine vollständige Verdunklungsmöglichkeit. Perfekt sind hier Rollläden, lichtundurchlässige Textilvorhänge bieten auch Schutz und wirken zudem auch noch optisch im Raum. Gerne liest man vor dem Einschlafen noch etwas und schaltet das Licht an, dann sollte bei geöffnetem Fenster ein Mückennetz ungebetene Gäste draußen halten. Im Schlafzimmer bauen Sie Steckdosen idealerweise passend zur Position des Betts bzw. der Nachttische ein. Neben dem Bett ist sicher der Kleiderschrank das Herzstück des Schlafzimmers. Wer Platz hat, freut sich über ein geräumiges Exemplar; wichtig sind hier viele kleine Ordnungshelfer im Schrank, die Chaos verhindern. Hier gibt es viele schlaue Systeme mit Fachunterteilungen und speziellen Aufhängungen für verschiedene Textilien. Als praktisch erweisen sich auf jeden Fall auch Wäscheschubladen, die die ganze Tiefe des Schranks ausnutzen. Schick sind Schränke mit integrierter LED-Beleuchtung und großer Spiegelfläche an der Front.

Design im Schlafzimmer

Rückzugsort Schlafzimmer mit roter Bettwäsche

Mit kräftiger Bettwäsche lässt sich wunderbar einfach Farbe ins Schlafzimmer zaubern. Foto: Royal Dream/akz-o

Oftmals wird, was Styling und Dekoration betrifft, das Schlafzimmer vernachlässigt. Aber Design lohnt sich auch im Schlafzimmer: Sie werden merken, dass man sich in einem Raum, der einem optisch gefällt, viel wohler fühlt. Auf Nummer sicher geht man mit klassischen, schlichten Möbeln in Weiß oder Massivholz. Farbe lässt sich dann mit Vorhängen, Bettwäsche, Kissen, Bildern und Teppichen in den Raum bringen. Oder Sie streichen eine Wand in einem dezenten Grau- oder Blauton und schaffen damit einen Hingucker. Der Vorteil, wenn Farbe über auswechselbare Elemente in den Raum gebracht wird, liegt auf der Hand: Steht einem der Sinn nicht mehr nach Maritimem im Matrosenlook, kann mit wenigen Handgriffen und überschaubarem Budget Herbst- oder Winterstimmung mit warmen Braun-, Grün- und Goldtönen Einzug ins Schlafzimmer halten.

Seite 2: Rückzugsort Kinderzimmer
Seite 3: Rückzugsort Badezimmer

  • Blättern
  • 1
  • 2
  • 3

Immer top informiert: Jetzt für den Newsletter anmelden