Rückzugsort: Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad gestalten

Rückzugsort: Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad gestalten
Foto: Inter Ikea Systems

Schlafzimmer, Bad und Kinderzimmer sind die Privatbereiche im Haus. Damit diese Räume zu Wohlfühloasen werden, in die man sich gerne zurückzieht, müssen sie praktisch und alltagstauglich gestaltet sein und dem persönlichen Geschmack entsprechen. Dann folgt man gerne der Einladung ins Private.

Kinderzimmer

In der Regel begleiten Kinderzimmer den Nachwuchs durch ihre ganze Kindheit und Jugend. Höhenverstellbare bzw. „mitwachsende“ Möbel sind darum ideal. Foto: moll Funktionsmöbel

Das Kinderzimmer ist weder Fisch noch Fleisch: Zum einen ist es privater Rückzugsort und Schlafzimmer, zum anderen empfängt der Nachwuchs hier auch seine Freunde. Und dann soll dort noch gelernt, gelesen, getobt und vielleicht musiziert werden.

Bei der Einrichtung des Kinderzimmers sollten Sie zunächst die unverzichtbaren Möbelstücke festmachen: Je nach Alter des Kindes sind das Bett, Wickeltisch, Schreibtisch, Regale für Bücher, Ordner und zur Aufbewahrung von Spielsachen sowie ein Kleiderschrank. Gerade bei kleineren Kinderzimmern darf man hier durchaus funktionell denken: Jungs brauchen manchmal keinen überdimensionierten Kleiderschrank, oftmals reichen hier auch halbhohe Kommoden aus – ideal für Dachzimmer, womit der Raum am Kniestock ausgenutzt werden kann.Wichtig ist ein Ordnungssystem, mit dem die Kinder selbst gut umgehen können. Schließlich sollen sie in ihren Regalen und Schränken selbst einigermaßen Ordnung halten können und sich allein zurechtfinden. Schubladen sind ideal, hier ist alles schnell verstaut und aus dem Blick. Bedenken Sie: Alles, was in offenen Regalen untergebracht ist, zieht Staub an.

Bei älteren Kindern

Turnsackhalter, süße Schnecke und Regal in einem. Lassen Sie die Kinder bei Mobiliar und Deko mitentscheiden, dann wird das Kinderzimmer zum Wohlfühlraum. Foto: Bloomingville

Sind die Kinder schon etwas größer, macht es Sinn, sie in die Gestaltung des Zimmers mit einzubeziehen. Seien Sie tolerant, schließlich ist es nicht Ihr Zimmer, sondern der Nachwuchs muss sich dort wohlfühlen. Und es wirkt sich durchaus positiv auf den häuslichen Frieden aus, wenn sich ein Kind gerne mal in sein eigenes Zimmer zurückzieht.

Das Kinderzimmer ist ein langer Begleiter durch die ganzen Phasen des Erwachsenwerdens. Darum bietet es sich an, für eine relativ neutrale Grundmöblierung zu sorgen, eventuell auch mit mitwachsenden Möbeln, die quasi den Rahmen für das jeweils altersentsprechend zu gestaltende Design des Raums bilden. Dann kann zwischendurch auch ruhig mal tief in den Farbtopf gelangt werden: Manche Kids lieben kräftige Farben, und mit ein wenig Begleitung lässt sich da oftmals erstaunlich Kreatives an die Wand bringen. Auch Klassiker wie Setzkästen haben immer noch ihren festen Platz im Kinderzimmer. Sammeln ist eine Leidenschaft, dem eigentlich jedes Kind in irgendeiner Phase einmal frönt.

Noch ein paar Tipps

Rückzugsort Kinderzimmer bunt und zum Spielen geeignet

Hochbetten sind ein Klassiker. Darunter entstehen tolle Spielhöhlen und ein Übernachtungsplatz für Geschwister und Freunde. Foto: Inter Ikea Systems

Große Kinderzimmer profitieren davon, wenn man offene Regale oder Sideboards als Raumteiler einsetzt. Denn damit können einzelne Zonen – wie zum Beispiel eine Leseecke oder eine kleine Sofa-Sitzgruppe – voneinander abgetrennt werden, die Möbel haben sozusagen eine praktische Doppelfunktion. Der Bodenbelag im Kinderzimmer sollte robust sein. Für die frühen Bau- und Stapelspielphasen des Nachwuchses ist ein Hartboden ideal. Sehr kratzbeständiges Laminat bewährt sich hier, man denke an die Beanspruchung der Böden durch die Rollen der Schreibtischstühle. Kuschelzonen können mit kleineren Teppichen geschaffen werden. Denken Sie außerdem an eine gute Schalldämmung: Das betrifft sowohl den Trittschall über den Bodenbelag als auch die Schallweiterleitung über die Wände. Wie bei jedem anderen Schlafzimmer ist auch im Kinderzimmer für Verdunklung, gute Belüftung und Mückenschutz zu sorgen. Zu guter Letzt darf im Kinderzimmer vor allem eins nicht fehlen: eine ausreichend große freie Fläche, die viel Platz zum Spielen, kreativen Bauen und Sichausbreiten lässt.

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