Schadenersatzforderung durch bunte Tapeten

Schadenersatzforderung durch bunte Tapeten
Wer bunte Tapeten mag, kann diese in einer Mietwohnung anbringen - vor dem Auszug müssen sie jedoch wieder entfernt werden. Foto: David Ebener

Bunte Tapeten gefallen nicht allen. Mieter müssen diese daher beim Auszug entfernen. Wenn sie es nicht tun, droht eine Schadensersatzforderung, wie ein Gericht entschieden hat.

Die Mieter haben natürlich die Möglichkeit, ihre Wohnungen so zu gestalten, wie sie möchten. Jedoch sollten sie sehr auffällige Wandentwürfe entfernen, bevor sie herausziehen. Andernfalls laufen sie Gefahr, nach dem Auszug Renovierungskosten zahlen zu müssen.

Nach einer Entscheidung des Bezirksgerichts Berlin (Ref.: 65 S 63/16) müssen die Mieter nicht nur für mögliche Sanierungskosten, sondern auch für einen Umtausch des Schlosses zahlen, sofern sie nicht alle Schlüssel zurückgegeben haben. Gleiches Recht für alle: Der Vermieter darf bei einer Vermietung keine Schlüssel für sich behalten,

In dem von der Zeitschrift „Das Hauseigentum“ (Ausgabe 1/2017) gemeldeten Fall behaupteten eine Vermieterin und mit ihr die ehemaligen Mieter unter anderem, die Renovierungskosten übernehmen zu wollen. Die Mieter hatten die Wände im Wohnzimmer mit einer dunkelbraun gemusterten Tapete bedeckt, eine Musterbordüre im Schlafzimmer auf der Tapete und die im Kinderzimmer orangefarben lackierten Wände. Da die Mieter die Wände so gelassen hatten, wollte die Vermieterin das Geld für die Renovierung zurückhaben. Auch den Austausch der Schließanlage wollte den Vermieter erstattet bekommen, da die Mieter nicht alle Schhlüssel zurückgegeben hatten.

Das Gericht gab der Vermieterin Recht: Die Gestaltung der Wände wurde nicht mehr durch die vertragliche Nutzung der Mietwohnung abgedeckt. Sie könnte daher eine Entschädigung in Höhe der Renovierungskosten verlangen. Darüber hinaus hätten die Mieter ihre vertraglichen Verpflichtungen verletzt, da sie nicht alle Schlüssel zurückgegeben haben. Daher ist auch der Austausch der Schließzylinder von diesen zu bezahlen.

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