Schönes Licht – Lichtplanung

Schönes Licht – Lichtplanung
Foto: Franck Ockert/Nimbus Group

Licht birgt Emotionen, sorgt für Atmosphäre und ist unerlässlich für unseren Alltag. Doch nach wie vor kommt die Lichtplanung bei der Gestaltung unseres Zuhauses leider viel zu kurz. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Sinnbildlich für den Trend zu mehr Nachhaltigkeit steht die die außergewöhnliche Stehlampe „Eos“ von Vita Copenhagen. Der Schirm der Lampe besteht aus echten Gänsefedern. Foto: desiary.de/Vita Copenhagen

Licht ermöglicht die Gliederung der Räume. Das klingt simpel und beinhaltet doch unzählige Facetten. Denn Licht ist nicht gleich Licht und muss je nach Funktion und persönlichen Ansprüchen unterschiedlichen Aufgaben gerecht werden. Eine einzige Lichtquelle kann diesen Anforderungen nicht nachkommen. Vielmehr benötigt man verschiedene Quellen mit variierbaren Helligkeiten. Dann sitzt alles im rechten Licht. Möglichkeiten dazu gibt es viele mit Leuchten. Sie setzen Räume nicht nur ästhetisch in Szene, sondern arbeiten dank leistungsstarker Leuchtmittel auch energieeffizient. Ihre Auswahl allerdings steht erst am Ende eines durchdachten Lichtkonzepts.

Basics

Speziell für das Lesen am Bildschirm. Die e-Reading-Leuchte „WiT“ verringert unangenehme Blendeffekte. Foto: obs/BenQ Deutschland

Man beginnt bei der Lichtplanung mit der Elektroplanung, und idealerweise sollte diese nicht nach dem Last-Minute-Prinzip erfolgen. Nehmen Sie frühzeitig einen Experten an Bord, um ein individuell abgestimmtes Beleuchtungskonzept zu erstellen. Dabei gilt der Grundsatz lieber zu viel als zu wenig. Ob Lichtauslässe, Schalter oder Steckdosen, planen Sie großzügig. Denn im Nachhinein ärgern Sie sich, wenn an der einen oder anderen Stelle etwas fehlt. Zumal Nachbesserungen in der Regel sehr kostspielig und aufwendig sind. Gehen Sie dazu die verschiedenen Räume gedanklich durch und richten Sie sie ein, um bereits im Vorfeld entscheiden zu können, wo Sie welche Form von Lichtquelle benötigen. Bedenken Sie dabei, dass für eine gute Lichtgestaltung ein Mix aus verschiedenen Lichtquellen ideal ist.

Für die vielfältigen Aufgaben in der Küche ist ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept
erforderlich. Besonders bei der Arbeitsplatte ist es wichtig. Foto: AMK

Schalter gehören dabei sowohl neben die Tür als auch dahin, wo man die Leuchte platziert – etwa beim Sofa. Für ein präzises Konzept ist letztlich ein maßstabsgetreuer Beleuchtungsplan  das A und O. Dieser sollte nicht nur sämtliche Leuchten im Kontext zu den Möbeln und Schaltkreisen enthalten, sondern zusätzlich auch allgemeine Installationsvorgaben hinsichtlich der Schalter, Dimmer, Steckdosen oder einer Fernsteuerung. Der Trend im Rahmen des Smarthomes geht eindeutig hin zu einer zentralen Lichtsteuerung. Sie kann unterschiedliche Lichtszenarien speichern und per Knopfdruck abrufen. Technisch gesehen ist heutzutage nahezu alles machbar. Selbst wenn Sie keine zentrale Lichtsteuerung wünschen, sollten Sie in jedem Fall an später denken. So erspart beispielsweise die Installation von Bewegungsmeldern Gästen das mühsame Ertasten des Lichtschalters und beugt Unfällen vor. In die Wand integrierte Steplights etwa lassen die einzelnen Stufen besonders deutlich hervortreten.

Die Funktion von Licht richtig planen

Designikone aus dem Jahr 1971. Die „Panthella“-Leuchte von Verner Panton ist jetzt in acht verschiedenen Farben als Miniversion erhältlich. Foto: Louis Poulsen

Für ein angestimmtes Beleuchtungskonzept sind schließlich einige Basics über die Aufgaben und Funktionen von Licht unerlässlich. Das Raumlicht bestimmt im Wohnraum die Grundhelligkeit. Diese sogenannte Grund- oder auch Allgemeinbeleuchtung dient der Orientierung. Denn sie spendet entweder als Deckenleuchte oder als gleichmäßig nach allen Seiten abstrahlende Leuchte an der Wand das Licht für den Raum. Besonders schön ist es, wenn dieses ausgleichende Raumlicht dimmbar ist. So schaffen sie sich etwa abends eine besonders behagliche Atmosphäre im Wohnzimmer.

Ebenso unverzichtbar ist das Zonenlicht. Es leuchtet gezielt Funktionsbereiche mit speziellen Anforderungen wie zum Beispiel den Arbeitsplatz oder den Esstisch aus. Im Essbereich wird hierzu vor allem die klassische Pendelleuchte verwendet. Während in der Küche gerne Spotleuchten eingesetzt werden. Damit das Licht auch dorthin gelenkt wird, wo es letztlich benötigt wird, ist eine flexible Ausrichtung der Leuchten empfehlenswert. Ergänzend tritt die Akzent- oder Stimmungsbeleuchtung als dritte Funktion von Licht hinzu, die weniger funktional als stimmungsvoll wirkt. Diese punktuell gerichtete Beleuchtung setzt dabei Möbel oder auch Bilder in Szene.

Erfahren Sie mehr über Leuchtmittel auf Seite 2 …

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