Smart Energie sparen

Smart Energie sparen
Die „x-center base“ (Mitte) des Kermi Smart Home regelt das Zusammenspiel von Wärmepumpe, Wärmespeicher und Lüftung. Foto: Kermi

Ein Argument, das letztlich auch Smarthome-Skeptiker überzeugt, ist die Energieeinsparung. Denn selbst Hausbesitzer, die Sprachassistenzsystemen oder „Sesam-öffne-dich“- Türkonzepten eher kritisch gegenüberstehen, werden hellhörig, wenn es ums Geldsparen geht.

smart Energie sparen Bosch

Der neue Energiemanager „Emma“ von Bosch kommuniziert intelligent mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage und ist einfach via App steuerbar. So lassen sich Stromkosten sparen. Foto: Bosch

Sobald sich mit intelligenter Haussteuerung Energie sparen lässt, purzeln die Kosten. Das macht so manches smarte Konzept dann auch für Skeptiker attraktiv. Doch wo lassen sich tatsächlich spürbar Euros sparen? Ein großes Sparpotenzial bietet die Heizung im Haus. Je gezielter diese gesteuert wird, desto höher ist die Energieeinsparung. Die Möglichkeit smarter Anwendung ist hier breit. Sie reicht von intelligenten Raumthermostaten, mit denen Sie zentral gesteuerte Zeitabläufe klassisch festlegen können, bis hin zu Systemen, die automatisch erkennen, dass der letzte Hausbewohner das Gebäude verlassen hat. Das alles ist auf dem Smartphone, das dann natürlich auch mit muss. So wechselt das System automatisch in einen vorab programmierten „Abwesenheitsmodus“. Dieser beinhaltet beispielsweise eine niedrigere Raumtemperatur, geschlossene Fenster sowie keine Beleuchtung.

Anders herum lässt sich mit diesen intelligenten Systemen auch aus der Ferne bereits die Heizung wieder hochregeln, zum Beispiel, wenn Sie das Büro verlassen, um eine halbe Stunde später bereits in ein gemütlich warmes Zuhause zurückzukehren. Weil mit smarten Produkten eben sehr zielgerichtet geheizt bzw. nicht geheizt werden kann, läuft der Betrieb effektiver. Variieren die Zeiten, zu denen die Familienmitglieder bei Ihnen zu Hause sind, sehr stark, und ist wenig Regelmäßigkeit zu erkennen, lohnen sich intelligente Systeme mit automatischer Erkennung umso mehr. Ist allerdings ein relativ fester, gleichbleibender Rhythmus zu erkennen, lässt sich auch schon mit Smarthome-Basisprodukten wie smarten Thermostaten deutlich Geld sparen.

Lüftung im Smarthome

„Hey Siri, mach‘ es wärmer“: tado°-Geräte lassen sich jetzt über den smarten Apple-Lautsprecher „HomePod“ steuern. Foto: tado°/Apple

Ein wichtiger Punkt ist dabei auch die Lüftung. Wer wurde wegen einen versehentlich gekippt gelassenen Fenster abends von ausgekühlten Räumen und heiß gelaufenen Heizkörpern empfangen? Solche „Unfälle“ lassen sich mit intelligenten Systemen, die automatisch erkennen, ob noch ein Familienmitglied im Haus ist, vermeiden. Oder auch dank Fernbedienung via Smartphone noch von unterwegs aus kontrollieren und beheben. Und: Dank smarter Technik können heute auch Parameter wie Luftfeuchtigkeit in der Raumluft, Luftqualität oder Temperatur elektronisch überprüft werden. Somit lüftet man bzw. das Smarthome tatsächlich bedarfsgerecht und energieoptimiert. Nach dem Lüften wird automatisch die Heizung wieder hochgeregelt. Auch können intelligente Systeme erkennen, wenn im Sommer nachts die Luft draußen kühler als im Haus ist, und dann automatisch die Fenster in den gewünschten Räumen kippen.

Gemeinsam stark smart Energie sparen

Gerade bei modernen Haustechnikkonzepten kann sich intelligente Steuerungssoftware bezahlt machen. Systeme, die vom theoretischen Prinzip her auf Autarkie ausgelegt sind, laufen damit deutlich effizienter. So zum Beispiel eine Haustechnik mit Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wärmepumpe. Hier ist es durchaus von Vorteil, wenn sozusagen ein technisches „Gehirn“ Bereitstellung und Verbrauch von Energie sinnvoll aufeinander abstimmt und alle Komponenten steuert. Abhängig vom PV-Ertrag starten so automatisch Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner, wenn besonders viel Solarstromertrag bereitsteht. Oder das System zeigt an, wann das Elektroauto an die Ladesäule soll, um den eigenen Strom optimal bzw. akuten Stromüberschuss sinnvoll zu nutzen.

Mit Verbrauchsdaten arbeiten

In puncto Energiesparen kann ein Smarthome vor allem deshalb Vorteile bieten, weil es den Bewohnern ermöglicht, ihre Verbrauchsdaten exakt aufzuzeichnen, entsprechend aufzubereiten und ihnen einen bis dato nicht realisierbaren Überblick zu verschaffen. Anhand dieser Zahlen lassen sich „Ausreißer“ im Energieverbrauch sehr schnell erkennen, ermitteln und beheben. Je ausgereifter die intelligente Steuerungstechnik, desto weniger Eingreifen des Menschen ist hierzu erforderlich: So können die Systeme auch Warnungen aussprechen, wenn die Zahlen plötzlich ungewöhnlich in die Höhe klettern. Und je mehr Geräte in das Smarthome eingebunden sind, desto umfassender und ganzheitlicher lässt sich der Energiefluss steuern. Lust und Zeit, sich mit der Auswertung seines häuslichen Energieverbrauchs auseinanderzusetzen, sollte man dafür allerdings schon mitbringen. Doch wer ernsthaft Energie sparen möchte, ist dazu ja auch bereit.

Was ist ein „Smart Meter“?
Ein „Smart Meter“ ist ein intelligenter Stromzähler, der digital funktioniert und die gemessenen Daten direkt zum jeweiligen Messstellenbetreiber sendet. Einblick in die eigenen Verbrauchsdaten hat aber natürlich auch der Bewohner. Er bekommt – wenn gewünscht – über ein Webportal oder eine App alle 15 Minuten oder sogar in Echtzeit die Daten zu seinem Energieverbrauch. Mit dieser dauerhaften Transparenz gibt es keine Überraschung mehr bei der Monats- oder Jahresabrechnung, man hat Verbrauch und Kosten immer im Blick und kann sein Nutzerverhalten entsprechend anpassen.

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