Sonnen- und Hitzeschutz für Fensterflächen

Sonnen- und Hitzeschutz für Fensterflächen
Neubau-Aufsetz-Außenjalousien und eine Kassettenmarkise von Warema schützen diesen Neubau vor Sonneneinstrahlung. Foto: Warema

Bei der Konzeption des Sonnen- und Hitzeschutz an Ihrem Haus ist eine gute Planung maßgeblich, um das passende Produkt für Ihre Ansprüche zu finden. Überlegen Sie sich daher vor der Anschaffung genau, welchen Zweck dieser erfüllen soll: Ist eine reine Beschattung gewünscht? Soll der Sonnenschutz zusätzlich wärme- und schalldämmend wirken? Ist ein erhöhter Einbruchsschutz erforderlich?

Tipp 1 für den Sonnen- und Hitzeschutz: Einbau von Rollläden durch einen Fachmann

Rollläden lassen Sie am besten von einem Fachmann einbauen. Er berät Sie zudem bezüglich der unterschiedlichen Materialien, ihrer Stabilität sowie der Einsatzmöglichkeiten. Doch bedenken Sie: Die verschiedenen Produkteigenschaften schlagen sich auch im Preis nieder.

Tipp 2: Rollläden selbst einbauen

Im Neubau kommen vor allem Einbaurollläden zum Einsatz. Damit hier keine Wärmebrücken entstehen, achten Sie beim Einbau auf eine unbeschädigte Isolierung zum Wohnraum. Zudem können Sie den Schallschutz beinflussen. Denn mit steigendem Abstand zum Fenster nimmt der Grad des Schallschutzes zu.

Tipp 3: Motorisierung von Rollläden – auch mit Zeitschaltuhr

Zur Motorisierung von Rollläden gibt es zwei Möglichkeiten: die Kabel- oder die Funklösung. Achten Sie in jedem Fall auf die Langlebigkeit und Wetterbeständigkeit des Motors sowie eine automatische Stopfunktion des Antriebs bei Hindernissen.

Eine Rollladenmotorisierung mit smarter Steuerung bietet nicht nur zusätzliche Sicherheit und Komfort, sondern hilft auch, Energie zu sparen. Innensensoren messen etwa die aktuelle Raumtemperatur und gleichen diese mit dem gewünschten Wärmegrad ab. Erst wenn Letzterer erreicht ist, fährt der Sensor die Rollläden in Sonnenschutzposition.

Wenn Sie die Rollläden mit einer Zeitschaltuhr koppeln, können Sie durch vorher programmiertes Auf- und Abfahren Ihre Anwesenheit simulieren. Potenzielle Einbrecher werden dadurch abgeschreckt.

Tipp 4: Individuelle Jalousien

Jalousien lassen sich leicht an die Fenstergröße anpassen und sind nicht zwangsläufig an ein Festmaß gebunden. Sie bieten jedoch lediglich einen reinen Sicht- bzw. Sonnenschutz und haben eine deutlich geringere Schutzwirkung als Rollläden.

Bei Jalousien ist das Ausmessen besonders wichtig. Die Maße für Innenjalousien werden immer aus der Sicht von innen nach außen angegeben. Zur Kontrolle sollten Sie an mehreren Stellen messen.

Tipp 5: Tuchstoff bei Markisen

Schauen Sie auf die Qualität des Tuchstoffs. Das Textilgewebe muss licht- und wetterbeständig sein. Die Beschichtung auf der Außenseite sollte das Licht reflektieren und so den Sonnen- und Hitzeschutz verstärken und Wasser abweisend sein. Einige Markisentücher halten auch leichteren Regengüssen stand. Die Markise muss leicht schräg geführt werden, damit das Wasser ablaufen kann. Zudem sollte der Stoff möglichst straff gespannt sein, sodass sich keine Wasseransammlungen auf der Markise bilden können.

Tipp 6: Notkurbel nicht vergessen

Überprüfen Sie bei elektrisch betriebenen Markisen, ob diese mit einer Notkurbel ausgestattet sind. So kann die Markise auch bei Stromausfall oder einem technischen Defekt eingerollt werden.

Tipp 7: Montage von Markisen

Eine Markise muss nach der derzeit gültigen CE-Norm DIN EN 13561 angebracht werden. Nach der Montage durch einen Fachmann erhalten Sie ein Protokoll über die geleistete Arbeit. Dieses Dokument sollte folgende Punkte beinhalten: die Art des Montageuntergrunds, die genaue Bezeichnung der verwendeten Dübel, die berechneten Zuglasten und die erreichten Windklassenspezifizierungen.

Für die sachgerechte Installation eines Markisensystems sind die Montagepunkte von besonderer Bedeutung. Achten Sie darauf, dass diese auf Höhe der Gelenkarme sitzen. Denn von ihnen geht nicht nur eine Hebelwirkung aus, sondern kann eine abweichende Montage auch zur Verdrehung der Markise führen.

Markisen, die sich allmählich aus der Wand lösen, stellen eine große Gefahr dar. Überprüfen Sie daher, ob die Dübel, die Schrauben und die Technik witterungsgeschützt angebracht sind.

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