Spielend frische Luft

Spielend frische Luft
Das zentrale Lüftungsgerät "ComfoAirQ" überzeugt mit hoher Wärmerückgewinnung und geringem Stromverbrauch. Foto: Zehnder

Gerade in neu errichteten Wohngebäuden mit weitgehend dichter Gebäudehülle ist lüften wichtig. Heute übernehmen innovative Anlagen das Lüftungsmanagement.

Luft

Über 90 Prozent Wärme können die Geräte „WRGZ 300“ und „400“ aus der Abluft zurückgewinnen. Die Fenster können so stets geschlossen bleiben. Die Vorteile: Auch Lärm und ungebetene Gäste wie Insekten bleiben draußen. Foto: Benzing Lüftungssysteme

Frische Luft sorgt für ein gesundes Raumklima, Wohlbefinden und für mehr Leistungsfähigkeit. Beim Lüften werden zudem unangenehme Gerüche und Luftfeuchtigkeit nach draußen befördert, was einer Schimmelbildung vorbeugt. Fünf bis zehn Minuten, zum Teil mehrmals täglich, sollten bewohnte Räume gelüftet werden. Am besten durch Stoßlüftung, indem sämtliche Fenster oder Türen weit geöffnet werden. Alternativ bietet sich eine kontrollierte Wohnraumlüftung an, die das Lüftungsmanagement übernimmt. Eingesetzt werden hierzu verschiedene zentrale oder dezentrale Geräte. Sie sorgen regelmäßig für frische Raumluft und können daraus Wärme zurückgewinnen. Außerdem schützen Sie vor Außenlärm und filtern Allergene aus.

Zentrale Lüftungssysteme

Luft

„Geneo Inovent“ ist ein vollständig ins Fenster integriertes Lüftungssystem mit zwei Lüfterpaaren. Einer saugt die verbrauchte Luft an und befördert sie nach draußen, der andere sorgt für Frischluft. Foto: Rehau

Für Neubauten bieten sich vor allem zentrale Lüftungssysteme an, mit einem Lüftungsgerät als Herzstück, das im Keller oder im Speicher Platz findet. Über Luftkanäle wird bei diesen die verbrauchte Raumluft mittels Ventilatoren abgesaugt und gleichzeitig frische Luft den Wohn- und Schlafräumen zugeführt. Die Lüftungskanäle bestehen dabei aus verzinktem Blech oder Kunststoff, die unsichtbar in den Baukörper integriert werden können. Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sind mit Wärmetauschern ausgestattet, die die Wärme aus der Abluft zurückgewinnen und sie an die einströmende Frischluft übertragen. Effiziente Anlagen bringen es auf einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Ihre Steuerung erfolgt über zentrale Einheiten, die den Betrieb der Anlage nach Tageszeiten und Wochentagen regeln. Sensorsteuerungen hingegen lüften nach Bedarf: zum Beispiel bei hoher Luftfeuchtigkeit oder bei verbrauchter bzw. schadstoffbelasteter Raumluft.
Gereinigt wird die von außen zugeführte Luft durch Filter, die in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen. Neben herkömmlichen Grobfiltern sind auch Feinstaubfilter erhältlich, die Allergene wie Pollen ausfiltern können.
Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung kann keine Heizanlage ersetzen. Für die Heizung und Warmwasserbereitung wird ein zusätzlicher Wärmeerzeuger benötigt. Bei sehr energiesparenden Gebäuden können die Räumlichkeiten allein über die Zuluft, also ohne Heizkörper, beheizt werden. Hier kommen Heizsysteme im niedrigen Leistungsbereich zum Einsatz. Mit zentralen Lüftungsgeräten lassen sich im Sommer Räume auch kühlen, indem in der Nacht kühle Außenluft zugeführt wird. Effektiver – weil ganztägig einsetzbar – ist die Kühlung der Außenluft durch Rohrsysteme, die in der Erde verlegt werden. Die angesaugte Luft wird auf diese Weise gekühlt und leistet so einen Beitrag zur Klimatisierung von Räumen.

Luft

Der Frischluft-Wärmetauscher besitzt eine Wärmerückgewinnungsrate von 85 Prozent. Zu verdanken ist dies einem Keramikelement, das die Wärme der Abluft zwischenspeichert, sowie einem eingebauten Ventilator, der alle 70 Sekunden seine Förderrichtung ändert. Foto: djd/Marley Deutschland

  • Blättern
  • 1
  • 2

Immer top informiert: Jetzt für den Newsletter anmelden