Neuer Look: Tipps zur Raumgestaltung

Neuer Look: Tipps zur Raumgestaltung
Sperrige Wohnwände waren gestern: Heute bieten frische und flexible Systeme wie „now! mag“ von now! by hülsta Platz für Bücher und Co. Foto: www.huelsta.de

Ein neues Haus, eine neue Wohnung – und jetzt? Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Zuhause schön und intelligent einrichten können.

Der Umzug in ein neues Zuhause ist etwas Wunderbares. Raus mit den Altlasten, auf zu neuen Abenteuern – und endlich die Gelegenheit, so zu wohnen, wie man es sich schon immer gewünscht hat. Doch wie geht das? Womit fängt man am besten an? Und wie gelingt es, dass Räume nicht nur schön, sondern auch funktional sind?

Der persönliche Stil

Tipps zur Raumgestaltung bei der Gardarobe

Mit dem schlanken Verschieberegal „Rima Fino“ ist auch in kleinen Fluren alles aufgeräumt. Foto: raumplus

Wie möchte ich wohnen? Schlicht oder elegant? Modern oder rustikal? Welcher Stil passt zu mir und mit welchen Farben und Materialien möchte ich mich umgeben? Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich inspirieren. Ob auf Reisen in Hotels, Restaurants, zu Besuch bei Freunden, in Zeitschriften oder auf Interior-Blogs, Pinterest und Co. Halten Sie die Augen offen und sammeln Sie Ideen. So finden Sie am einfachsten heraus, wir Ihr perfektes Zuhause aussieht. „Ist man sich auch dann nicht sicher, bietet sich eine zeitlose helle Einrichtung mit klaren Linien an, die durch Textilien aufgepeppt werden kann“, raten die Innenarchitektin Anna Rajca und die Marketingleiterin Carolin Seufert von dem süddeutschen Fertighaushersteller Luxhaus. „Leben mehrere Personen im Haus, sollte man übrigens immer versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Und der heißt idealerweise nicht: die Hälfte du, die Hälfte ich.“

Die Grundlage: Wände, Böden und Decken

Fliesen sind ein Universaltalent und eignen sich selbst für das Schlafzimmer. Foto: djd/deutsche-fliese.de/Steuler

Ist die Stilentscheidung gefallen, stehen die meisten schon mit einem Bein im Möbelkaufhaus. Doch bei einer effektiven Raumgestaltung geht es nicht nur ums Einrichten, sondern auch darum, die richtige Basis zu schaffen. Heißt konkret: Wände, Böden, Decken. Denn diese entscheiden dank ihrer großen Fläche maßgeblich, wie ein Raum am Ende wirkt. Bedenken Sie dabei nicht nur Geschmacksfragen, sondern auch, wie der Raum genutzt wird. Stichwort Böden: Hier wünschen sich die Allermeisten nach wie vor einen „richtig schönen Parkettboden“. Doch ist das wirklich immer die beste Wahl? „Parkett ist die natürlichste und freundlichste, allerdings auch die anfälligste und pflegeintensivste Bodenvariante“, weiß Expertin Anna Rajca. „Hier muss man eine gewisse Nonchalance mitbringen, damit nicht jeder Kratzer körperlichen Schmerz verursacht.“

Warm wie ein Holzboden, robust wie Fliesen: Der Innovationsboden „Nadura“ ist in vielen Farben und nun auch im quadratischen Fliesenformat erhältlich. Foto: MEISTER/www.meister.com

Familien mit Kindern, Katzen oder Hunden sollten deshalb auch über Alternativen nachdenken. „Fliesen sind pflegeleicht und robust. Laminat ist widerstandsfähiger als Parkett, bringt aber die freundliche Holzoptik mit. Ein Vinylboden dämpft von sich aus den Trittschall und ist weniger rutschig als Laminat. Das wissen oft gerade Haustierbesitzer zu schätzen.“ Auch die Wände prägen das Gesamtbild. Ob Tapeten, Farbe oder Putz: Die Gestaltung der Wände hilft, die Räume in verschiedene Bereiche zu gliedern bzw. die gewünschte Atmosphäre zu verstärken. So sorgt beispielsweise im Kinderzimmer eine gemusterte Tapete für fröhliche Stimmung, während ein dunkles Blau das Schlafzimmer in ein gemütliches Nest verwandelt. Wichtig ist hier: Farben vor dem Kauf immer im zukünftigen Umfeld testen! Je nach Licht wirken sie völlig anders oder „beißen“ sich im schlimmsten Fall mit den Fensterrahmen und Böden.

Dos and Don’ts beim Einrichten

Tipps zur Raumgestaltung mit bunten Schränken

Farbenfrohes Design, unterschiedliche Größen mit oder ohne Beine, aber inklusive Stauraum: Die „Lixhult“-Serie lässt sich nach Lust und Laune kombinieren. Foto: Ikea

Geht es um die tatsächliche Einrichtung, lautet eine wichtige Regel nach Anna Rajca: „Weniger ist mehr.“ Vollgestopfte Räume nehmen die Luft zum Atmen und werden schnell zum Hindernisparcours. Trotzdem sollten natürlich einige größere Möbelstücke mit entsprechendem Stauraum vorhanden sein, sonst gibt’s schnell Chaos. Ideal ist deshalb eine Kombination aus praktischen Möbeln wie deckenhohen Einbauschränken in Küche, Flur oder Schlafzimmer und charakterstarken Einzel stücken. „In kleinen Räumen können zur Auflockerung auch filigrane Beine, hohe Füße oder kleine Beistelltische Wunder wirken“, so die Expertin.

Kissen, Decken oder Plaids: Unterschiedliche Farben und Formen zaubern im Nu ein neues Ambiente. Foto: Tom Tailor

Egal in welchem Raum: Denken Sie immer daran, was Sie wo machen möchten. Relaxen Sie abends gern mit der ganzen Familie bei einem guten Film, gönnen Sie sich eine großzügige Sofaecke zum Rumlümmeln. Laden Sie gern Freunde zum Essen ein, machen Sie einen ausladenden Tisch zum Mittelpunkt des Raums.

Haben Sie ein geliebtes Erbstück, bei dessen Anblick Sie gute Laune bekommen, setzen Sie es gebührend in Szene und planen Sie alles andere darum herum. Dabei dürfen sich auch verschiedene Stile ruhig mischen, findet Carolin Seufert. „Stilmix ist das, was einen Raum lebendig und sympathisch wirken lässt. Aber man muss hierbei extrem aufpassen, denn die bunte Mischung kann schnell nach hinten losgehen. Wichtige Regeln sind harmonische Farbwelten, stimmige Größen und ein roter Faden – das können eine Metallfarbe oder schwarze Rahmen, weiße Flächen oder ein bestimmtes sich wiederholendes Detail sein.“

Das Beleuchtungskonzept

Leuchtendes Accessoire: Die „VL38“-Serie wurde für ein dänisches Rundfunkgebäude entwickelt. Foto: Louis Poulsen

Auch die Beleuchtung ist ein ausschlaggebender Faktor dafür, ob ein Raum warm und einladend oder kalt und ungemütlich wirkt. „Grundsätzlich schaffen mehrere Lichtquellen eine freundlichere und stimmungsvollere Atmosphäre als eine einzelne große Lampe“, erklärt Anna Rajca. Ein heller Spot zum Lesen, eine Tischleuchte im Regal, eine Pendelleuchte über dem Tisch – der Kontrast zwischen Licht und Schatten bringt Spannung in einen Raum. Gleichmäßig hell ausgeleuchtete Räume sind dann wichtig, wenn in ihnen gearbeitet wird. Von direkter Beleuchtung rät die Innenarchitektin generell ab. „Diffuses Licht, etwa eine Stehlampe mit drehbarem Kopf, die nach oben an die Decke scheint, wird als deutlich angenehmer empfunden. Und eine Lichtquelle hinter dem TV lässt auch das Fernsehbild weniger grell erscheinen.“

Individualität durch Dekoration

Design und Funktion: Schöne Vorhänge sind ein absoluter Blickfang in jedem Raum. Foto: djd/www.gib-dir-stoff.com

Sind die großen Entscheidungen getroffen, geht es an den Feinschliff. Der gelingt am besten mit sorgfältig ausgewählten Accessoires. „Durch Textilien wie Vorhänge, Kissen und Teppiche erzielt man schnell einen heimeligen und wohnlichen Charakter“, so Carolin Seufert. „Der Einsatz von Stoffen aus einer Farbwelt schafft Harmonie und kann der Zonierung eines Raums dienen. Zudem können Textilien ohne großen Aufwand ausgetauscht und so eine völlig neue Atmosphäre erschaffen werden.“ Auch andere Details wie Bücher, Bilder, Vasen, Blumentöpfe, Mitbringsel aus dem Urlaub, buntes Geschirr auf Küchenregalen oder trendige Kerzenständer im Badezimmer sind unschlagbar darin, Räumen Persönlichkeit zu verleihen. Denn sie zeigen, was uns interessiert und wofür unsere Herzen schlagen – und damit genau, wer hier eigentlich wohnt.


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