Unternehmer muss nachbessern

Unternehmer muss nachbessern

Urteil: Bei Baupfusch muss das Bauunternehmen nicht nur seine Arbeit ausbessern, sondern zusätzlich auch für Folgeschäden aufkommen.

Handwerk hat bekanntlich goldenen Boden. Aber nicht immer ist jede Handwerksarbeit auch eine Meisterleistung. Liefert der Bauunternehmer Murks ab, muss er nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm nicht nur seine Arbeit nachbessern, sondern auch für Folgeschäden seiner Schludrigkeit aufkommen.

Der Fall: In einem Haus traten immer wieder Feuchtigkeitsschäden auf. Ein  Bausachverständigengutachten belegte, dass eine fehlerhafte Duschinstallation die Ursache für den wiederholten Wasseraustritt war, der zu Feuchtigkeitsschäden in Decken und Wänden bis hinunter zum Keller führte. Daraufhin willigte der Installateur zwar ein, den  Duschanschluss zu reparieren, weigerte sich allerdings, für die Feuchtigkeitsschäden Schadensersatz zu leisten. Doch diese Rechnung ging nicht auf: Da die Feuchtigkeitsschäden eindeutig Folge der Leckage an der Dusche seien, müsse der Bauunternehmer den Schaden ersetzen,  so das OLG Hamm. (Az.: 21 U 38/10)

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