Versicherungen für Bauherren

Versicherungen für Bauherren
Grafik: SV SparkassenVersicherung

Gut geschützt: Ein eigenes Zuhause ist nicht nur eine erstklassige Altersvorsorge, sondern steht auch für einen hohen Grad an persönlicher Gestaltungsfreiheit. Doch wie das Wertvolle und seine Bewohner vor Gefahren schützen?

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Nachfragen lohnt sich: Viele Rentenversicherung sind mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinierbar. Foto: djd/Axa

Gegen die Gefahrenquellen auf einer Baustelle sollten sich Bauherren mit den richtigen Versicherungen schützen. Denn: Kommt es zum Schadensfall, wird der Häuslebauer zur Verantwortung gezogen. Grundsätzlich muss nämlich derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft, im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht alle notwendigen und ihm zumutbaren Maßnahmen treffen, um andere Personen vor Schäden zu bewahren. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, können Schadenersatzforderungen auf ihn zukommen. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung kann solche Ansprüche bedingungsgemäß übernehmen und gewährt Rechtsschutz, falls der Bauherr zu Unrecht in Anspruch genommen werden sollte. Die Versicherungssumme muss dabei hoch genug sein, um auch größere Schadensfälle komplett abdecken zu können. „Empfehlenswert ist eine Mindestsumme von fünf Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden. Wer zudem viele Eigenleistungen am Bau plant, sollte prüfen, in welcher Höhe der Haftpflichtversicherer für mögliche Schäden durch Mithelfer oder den Bauherrn selbst aufkommt“, rät Bernabe Aguilar, Versicherungsvermittler mit Sitz in Singen.

Versicherungen gegen Schäden am Rohbau

SV SparkassenVersicherung

Heftige Windböen und Stürme haben in letzter Zeit viele Dächer abgedeckt. Gut abgesichert ist Ihr Heim mit einer Wohngebäudeversicherung. Foto: SV SparkassenVersicherung

Die Bauleistungsversicherung (Bauwesenversicherung) springt bei unvorhersehbaren Bauschäden, beispielsweise wegen Vandalismus oder unvorhergesehener Witterungsverhältnisse, ein. Den Diebstahl von Baumaterialien oder Werkzeugen dürfen Bauherren dem Versicherer allerdings nicht auf die Rechnung setzen. Ebenso wenig kommt er für Schäden durch normale Witterungseinflüsse auf. Auch gegen Pfusch am Bau schützt keine Versicherung. Versichert ist dagegen der Wert der Bauleistungen. „Die Architekten- und Ingenieurleistungen, die Kosten von Garagen und Carports sowie der wichtigsten Außenanlagen sollten ebenfalls in die Versicherungssumme einbezogen werden“, so Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbunds (BSB). Sein Rat: „Achten Sie darauf, dass der gewünschte Versicherungsschutz auch tatsächlich vereinbart ist. Das Diebstahlrisiko bereits eingebauter Gebäudebestandteile oder die Versicherung der Gebäudeverglasung bis zur Fertigstellung des Vorhabens sind oft Bestandteile, die als Baustein ab- oder zugewählt werden können.“

Im Brandfall

Bauherren sollten sich ebenfalls für eine Feuerrohbauversicherung erwärmen. Sie zahlt für Schäden am Rohbau durch Brand, Blitzschlag oder Explosionen. „Wer bereits vor Beginn seines Bauvorhabens an den Abschluss der ohnehin erforderlichen verbundenen Wohngebäudeversicherung denkt, der bekommt die Feuerversicherung während der Bauzeit als deren beitragsfreien Bestandteil. Alternativ können Bauherren den Schutz gegen einen Extrabeitrag als Ergänzung zur Bauleistungsversicherung bekommen“, erläutert BSB-Geschäftsführer Florian Becker.

Lesen Sie weiter: Schutz für fleißige Helfer, Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung 

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