Vor Gewittersaison Rückstausicherung im Keller nachrüsten

Vor Gewittersaison Rückstausicherung im Keller nachrüsten
Auf starken Gewitteregen sollte Hausbesitzer gefasst sein. Auch außerhalb der Hochwassergebiete können Keller betroffen sein. Foto: Silas Stein/dpa

Lokal begrenzte Starkregen sind gnadenlos: 2016 fielen in Bayern innerhalb weniger Stunden örtlich mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Kanalisation ist damit überfordert, das Wasser drückt sich durch die Rohre ins Haus. Man kann sich aber rüsten.

Mit den Folgen von Starkregen müssen Hausbesitzer immer rechnen. Wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann, drücken sie sich von unten durch die Abflüsse in die Keller hinein. Eine Rückstausicherung kann helfen.

Selbst Gebäude, die außerhalb üblicher hochwassergefährdeten Gebiete liegen, können davon betroffen sein. Was können Hausbesitzer tun, um zum Beispiel einem Schaden in der sommerlichen Gewittersaison vorzubeugen?

HOHE GEFÄHRDUNG: Vor allem solche Räume sind gefährdet, die unterhalb des Straßenniveaus bestehen und die Abläufe für Wasser haben oder in denen eine Waschmaschine angeschlossen ist, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

LÖSUNG 1: In Räumen, mit denen gegenseitig Ablaufstellen beim Hausbau nicht vermeiden lassen, ist den Experten zufolge eine Hebeanlage der beste Schutz. Diese Anlage pumpt hochdrückendes Abwasser über die Rückstaugrenze hinweg zurück darüber hinaus den Kanal. Zwar sind Hebeanlagen teuer und Energiefresser, man kann aber während eines Rückstaus noch Toilette und Dusche nutzen. Die Funktion jeder Rückstausicherung muss regelmäßig überprüft werden, sonst droht dieser Verlust dieses Versicherungsschutzes.

LÖSUNG 2: Rückstauklappen befinden einander teils im Anschluss an das Kanalnetz, teils können sie direkt in den Hausinstallationen sitzen. So lassen sich zum Beispiel einzelne Klappen für Kellerwaschbecken vom Siphon nachrüsten. Sie sorgen dafür, dass Wasser zwar wie gewohnt durch allen den Bfluß abfließen mag, verriegeln aber bei Druck von unten an das Rohr. Die Verbraucherschützer raten Hausbesitzern, sich vor der Nachrüstung der Klappen bei der Stadtentwässerung zu erkundigen, an welchen Stellen diese Art Sicherung nötig ist. Und die Klappen sollten regelmäßig gewartet und gereinigt werden, um im Notfall ihre Funktion und damit den Versicherungsschutz zu garantieren. Die Rückstausicherung können Hausbesitzer nach Unterweisung durch den Handwerker auch selbst tun.

Verbraucherzentrale NRW zum Rückstau

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