Wandgestaltung: Wir treiben’s bunt

Wandgestaltung: Wir treiben’s bunt
Foto: epr/Style Beton

Weiße Raufasertapete im Wohnzimmer, Fliesen in der Küche und Teddybordüren im Kinderzimmer? Wenn Sie Lust auf etwas Außergewöhnliches haben, dann greifen Sie selbst zu Pinsel oder Tapetenkleister und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

Man muss kein passionierter Künstler oder ausgebildeter Maler sein, um mit Wandfarben und Tapeten Schwung in die eigenen vier Wände zu bringen. Dazu reichen Pinsel, Farbrolle, Tapeziertisch und natürlich die Wunschfarben und -tapeten. Doch bevor Sie jetzt in den Baumarkt stürmen, sollten Sie den Raum, den Sie verschönern möchten, gründlich unter die Lupe nehmen.

Effekte schaffen

Eine sanfte Optik erzielen Sie durch die Kombination von einem hellen Grau mit einem strahlenden Weiß. Foto: epr/Alpina

Gezielt eingesetzt können Farben die optische Wahrnehmung der Räume positiv beeinflussen. Generell lassen kräftige Farben und diagonale bzw. große Muster einen Raum kleiner, dafür aber gemütlicher erscheinen. Helle Farben und kleinere Muster vergrößern den Raum hingegen. Glanzoberflächen verstärken diese Wirkung zusätzlich. Mit senkrechten Mustern gewinnt ein Raum optisch an Höhe und waagerecht ausgerichtete Muster ziehen die Decke nach unten. Auch unser Befinden können Farben beeinflussen. So bewirken gelbe, orange und rote Farbtöne ein Gefühl von angenehmer Wärme. Sie werden häufig mit Sonnenschein oder Feuer in Verbindung gebracht und wirken anregend. Sie eignen sich besonders gut für den Wohnbereich oder die Küche.

Blau, Grün oder Violett gelten hingegen als kalte Farben. Sie erzeugen eine friedliche, beruhigende und entspannende Atmosphäre. Beliebt sind solche Farbtöne für das Schlaf- oder Badezimmer. Im Trend liegt vor allem das aus der Modewelt bereits bekannte Nachtblau. Aber auch unaufdringliche Grautöne sind derzeit angesagt. Sie lassen sich besonders gut mit anderen Farben und Accessoires kombinieren. Achten Sie zudem darauf, dass die Wände farblich und strukturell mit Boden, Möbeln und Wohnaccessoires harmonieren.

Wandgestaltung mit Farbe

Mit einem Naturschwamm können Sie sanft eine „Wölkchenstruktur“ auf die Wand stupfen. Foto: epr/LEINOS

Besonders individuell lassen sich Wände mit Farben gestalten. Mittlerweile können Hobbykünstler auf eine breite Palette an Hilfsmitteln zurückgreifen. Das Angebot reicht von verschiedenen Schwämmen für Wisch- oder Tupftechniken bis hin zu Stempeln und Schablonen, mit denen sich im Handumdrehen die schönsten Muster auf die Wände zaubern lassen. Die Wahl der richtigen Farbe ist abhängig vom Untergrund und vom Raum, der gestrichen werden soll. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Farben auf Wasserbasis und lösungsmittelhaltigen Farben.

Zur Wandgestaltung im Innenbereich kommen meist wasserlösliche Dispersionsfarben zum Einsatz: Sie trocknen schnell, sind geruchsarm und können auf vielen Untergründen aufgetragen werden. Für Bad und Küche sind sie allerdings ungeeignet, da die Oberfläche Schmutz und Feuchtigkeit aufnimmt. Für diese stark beanspruchten Wandflächen gibt es spezielle Farben, die Fungizide zur Verhinderung von Schimmel enthalten. Wer auf ein besonders gesundes Wohnumfeld Wert legt, kann auf natürliche Farben wie Silikat-, Leim- und Kaseinfarben zurückgreifen. Letztere sind sogar wasserfest und eignen sich damit auch für Feuchträume. Sparen Sie aber nicht am falschen Ende: Oft besitzen billige Farben eine schlechte Deckkraft, und der Auftrag muss mehrere Male wiederholt werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Musterhaft kleben: Tapeten

Urlaubsfeeling: Mit den Digitaldrucktapeten von Erfurt-JuicyWalls holen Sie sich den Sommer ins Haus. Foto: epr/Erfurt

Dank ausgefallener Muster, peppiger Farben und neuer Materialien liegen Tapeten wieder voll im Trend. Angesagt sind etwa Tapeten im Naturlook. Von rustikalen Holzbalken bis hin zum schimmernden Schiefer: Mit ihrer strukturierten, reliefartigen Oberfläche sind die Materialtapeten kaum vom natürlichen Vorbild zu unterscheiden. Das Material lässt sich wie eine herkömmliche Tapete verarbeiten. Besonders schöne Effekte schaffen Sie mit einer Fototapete: Dank moderner Digitaldruck-Technologie können heute auch eigene Aufnahmen an die Wand gebracht werden.

Auch Feuchträume und Küchen lassen sich mit Tapeten verschönern. Wichtig ist, dass die Produkte wasch- und scheuerbeständig sind. Gewissheit bringt ein Blick auf das Piktogramm im Einleger: Das Symbol mit den drei Wellen bedeutet, dass Verschmutzungen mit einer leichter Seifenlauge und einem Schwamm entfernt werden können.

Besonders praktisch und auch für Tapezieranfänger geeignet sind Vliestapeten. Diese werden ohne vorheriges Einweichen direkt von der Rolle an die Wand gebracht. Sogar Unebenheiten und Risse in der Wand lassen sich damit kaschieren. Farbliche und strukturelle Akzente setzen Bordüren und Borten.

Mit Struktur: Dekorputze

Lust auf eine farbige Nasszelle? „Roll&Smile“-Rollputz kann auch im Bad eingesetzt werden. Foto: epr/Ultrament

Eine schöne Alternative zu Wandfarben und Tapeten sind Innenputze. Diese gibt es bereits als gebrauchsfertige Mischungen im Baumarkt zu kaufen. Zur Wahl stehen dabei unterschiedliche Körnungen und Abtönfarben bzw. Pigmente. Innen- bzw. Dekorputze bestehen meist aus mineralischen oder lehmbasierten Inhaltsstoffen. Diese sind durch ihre feinporige Oberfläche in der Lage, überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und später wieder abzugeben. Mit den passenden Werkzeugen lassen sich Innenwände auch gut in Eigenleistung verputzen. Die meisten Produkte werden mit Wasser angemischt, mit der Kelle aufgezogen und dann verrieben. Am besten arbeiten Sie dabei zu zweit. Schöne Effekte können auch durch den Einsatz von Bürsten oder Kämmen erzielt werden. Besonders einfach lassen sich Rollputze auftragen.

Sie möchten mit Farben und Co. frischen Wind in Ihr Zuhause bringen? Aber Sie wissen noch nicht wirklich, ob natürliche Erdtöne, ein warmes Terrakotta oder ein kühles Blau zu Ihnen passt? Dann testen Sie die Wirkung der Farben ganz einfach aus: Kaufen Sie Bettdecken, Vorhänge, Sofakissen und Plaids für die Couch in den gewünschten Nuancen und beobachten Sie die Veränderung des Raums. Wenn sie Ihnen gefällt, dann können Sie sich an die Wände wagen.


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