Wintergarten – Der gläserne Wohntraum

Wintergarten – Der gläserne Wohntraum
Foto: epr/FW Glashaus

Wintergärten sind wahre Alleskönner. Sie schaffen zusätzlichen Raum, spenden Licht und erlauben stets einen freien Blick in die Natur. Damit sich das Haus aus Glas harmonisch in das Gesamtbild einfügt, sollte man es bereits in die Grundrissplanung miteinbeziehen.

Planung ist das A und O, deshalb besteht der erste Schritt auf dem Weg zum Wintergarten darin, sich über die Nutzung Gedanken zu machen. Hier hat man die Wahl zwischen einem unbeheizten Kaltwintergarten und einem beheizten Wohnwintergarten. Während der Erste hauptsächlich Pflanzen als Überwinterungsort dient, wird der Zweite als ganzjähriger Aufenthaltsraum genutzt. Beachten muss man dabei die jeweiligen Landesbauordnungen; sie definieren neben den bauplanrechtlichen Anforderungen auch die Vorgaben für Aufenthaltsräume für Personen und schließen Fundament, Konstruktion, Verwendungszweck, Lage und territoriale Besonderheiten mit ein.

 

Beheizt oder nicht?

Einen fließenden Übergang zwischen drinnen und draußen schaffen z.B. Glasfaltwände. (Foto: Solarlux)

Beide Varianten der Oase aus Glas bringen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Im Kaltwintergarten lässt sich in der Regel die Zeit von Frühling bis Herbst genießen. Gegen starke Kondensatbildung sollte man sich auch im Kaltwintergarten für thermisch getrennte Profile und Isolierverglasung entscheiden. Positiv wirken sich hingegen die fehlende Heizung und die einfache Konstruktion auf die Baukosten aus. Bei einem Wohnwintergarten, der das gesamte Jahr über als grünes Wohnzimmer dient, müssen Konstruktion und Montage die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 erfüllen. Dem Aufheizen im Sommer – insbesondere bei Südausrichtung – wirkt man mit Beschattung und Lüftungen, Sonnenschutz sowie einer geeigneten Verglasung entgegen.

Tragende Konstruktion

Bei der Wahl des Materials für den Rahmen sind Stabilität und Langlebigkeit sowie die von der EnEV vorgeschriebenen thermisch getrennten Profile und das Vermeiden großer Wärmebrücken wichtig. Das Trageprofil verleiht der Glaskonstruktion ihre gestalterische Form, von Rund- und Mehreckbauformen über Kleinglasdetails bis hin zu farbigen Akzenten. Bei der Farbe sind nach wie vor die Klassiker Weiß und gedeckte Brauntöne beliebt. Für beheizte Glasbauten eher ungeeignet sind Stahlkonstruktionen. Zwar ermöglichen sie eine besonders filigrane Architektur und sind stabil, das Metall besitzt aber keine isolierenden Eigenschaften. An den kalten Profilen würde somit Tauwasser entstehen. Außerdem neigt Stahl zu Korrosion.

Die Mischung macht‘s: Für ein gemütliches Innenleben sorgt der Rahmen aus Holz, während Aluminium es von außen vor Witterung schützt. (Foto: epr/Wintergarten Fachverband)

Besser eignen sich deshalb Profile aus Aluminium. Das Leichtmetall punktet mit seinem geringen Gewicht bei einer gleichzeitig hohen Tragefestigkeit und lässt sich dabei zu anspruchsvollen Profilen verarbeiten. Auch für einen Schutzmantel sorgen Aluminiumprofile mittels Oxidation quasi von selbst. Ebenfalls geeignet sind Profile mit Holz an der Innen- und Aluminium an der Außenseite. Die Mischung beider Materialien sorgt für wohlige Behaglichkeit im Innern und bietet optimalen Schutz von außen. Holz lässt sich dank seiner Stabilität zu schmalen Profilen verarbeiten und auch in Sachen Gestaltungsfreiheit muss man sich bei der Vielfalt der Holzarten nicht einschränken. Weiter ist das Naturprodukt durch die Alu-Deckschalen hervorragend abgedichtet, deshalb muss es auch kaum behandelt werden. Als dritte Variante sind kostengünstige und pflegeleichte Profile aus Kunststoff beliebt, vor allem bei kleineren Wintergärten. Für dieses Material sprechen Feuchte- und UV-Beständigkeit.

 

Sicherer Durchblick

Für ein harmonisches Gesamtbild sollte ein Wintergarten
zum Stil des Hauses passen. (Foto: epr/Fresand Wintergarten)

Die Hauptrolle in einem Wintergarten spielt die Verglasung, schließlich schafft sie die Verbindung zwischen drinnen und draußen. Das transparente Material gewährt das ganze Jahr hindurch einen freien Blick in alle Himmelsrichtungen, sorgt aber auch dafür, dass sich der Glasbau schnell aufheizt und wieder auskühlt.Mit entsprechendem Sonnenschutz kann man die Hitze aber im Zaum halten. Dem Dachglas kommt eine besondere Funktion zu, muss es doch herabfallenden Gegenständen, Schnee oder Hagelschlag standhalten. Sicherheitsglas ist splitterbindend und verletzungssicher und somit die beste Wahl für das Wintergartendach.

Hochwärmegedämmt ist der Wintergarten das ganze Jahr über nutzbar. Einzelheiten wie Designmöglichkeiten lassen sich dabei individuell planen. (Foto: Solarlux)

Verwendet man es auch für die Wände, schützt es an viel befahrenen Straßen und Bahnlinien zusätzlich vor Lärm. Mit Isolierglas investiert man in Nachhaltigkeit und das eigene Wohlbefinden, denn dreifach gedämmt und mit spezieller Beschichtung geht auch an kalten Tagen keine Wärme verloren. Um eine kosten- und zeitintensive Reinigung des Anbaus auf ein Minimum zu beschränken, sollte man auf selbstreinigendes Glas zurückgreifen.

 

Eine Frage der Ausrichtung

Foto: epr/Burford Blinds

Dekorativer Sonnenschutz aus Echtholz: Pinoleum ist lichtdurchlässig und pflanzenfreundlich. (Foto: epr/Burford Blinds)

In einem Wintergarten hängt das Klima vom einfallenden Licht ab. Deshalb sollte – falls möglich – die Ausrichtung beim Bauen beachtet werden. In den meisten Fällen wird sie aber von der Lage des Hauses festgelegt. Wird der Wintergarten gen Süden ausgerichtet, profitiert man das ganze Jahr hindurch von der größten Sonneneinstrahlung. Nachteil: Ohne Beschattung sowie Be- und Entlüftung heizt sich das Innere im Sommer stark auf. Bei Nordlage bleibt es angenehm kühl, dafür hat man in der kalten Jahreszeit aber nicht die Vorzüge einer solaren Aufheizung. Zeigt der Wintergarten in Richtung Osten, bleibt man von allzu starker Wärme verschont und kann jeden Tag die Sonnenaufgänge bewundern. Wer Sonnenuntergänge vorzieht, sollte sich für eine Ausrichtung nach Westen entscheiden. Weiterer Pluspunkt hierbei: Die Wärme der Mittags- und Abendsonne wird für die Nacht gespeichert.


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