Wohlfühlräume in Küche, Ess- und Wohnzimmer

Wohlfühlräume in Küche, Ess- und Wohnzimmer
Spielen, arbeiten oder relaxen: Das Wohnzimmer ist das Lieblingszimmer des Hauses. Foto: obs/Ikea Deutschland/Inter Ikea Systems

Küche, Wohn- und Esszimmer sind die Gemeinschaftsräume des Hauses. Aber im Gegensatz zu früher wird in der Küche längst nicht mehr nur gekocht und in der „guten Stube“ der Besuch empfangen. Auf die Multifunktionsräume kommen heute zahlreiche Aufgaben zu, vor allem aber sollen sie unser Bedürfnis nach Gemütlichkeit erfüllen.

Doch während für einige in Wohlfühlräume ein sanfter Kerzenschein und viele Kissen gehören, stören andere sich wiederum an diesem vermeintlich kitschigen Ballast. Und so wird schnell deutlich: Ein Patentrezept für wohnliches Zuhause gibt es nicht. Strikte Muster und Vorstellungen sind passé, entscheiden Sie individuell, was zu Ihrem Alltag passt, Ihnen gefällt und vor allem guttut.

Grundrissgestaltung

In Wohlfühlräume gehören auch ein gemütlicher Sessel mit Kissen sowie gutes Licht. Foto: djd/Henders & Hazel

Von der Größe über die Lage und Form bis hin zur Belichtung: Bei der Gestaltung der Innenräume gibt es viele Aspekte zu beachten. Nach wie vor ungebrochen ist der Trend zu offenen, durchlässigen Grundrissformen, bei denen Küche, Wohn- und Essbereich eine einzige große Zone bilden. Ein Konzept, das den Raum größer wirken lässt und gleichzeitig Familien viel Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten bietet. Aber auch eine geschlossene Grundrisskonzeption hat durchaus ihre Vorzüge: So können bei einem separaten Wohnzimmer die Kleinen ungestört fernsehen, während die Erwachsenen noch gemütlich am Tisch sitzen und plaudern. Die Entscheidung über die Form der Wohnräume ist letztlich eine individuelle, ihre Ausrichtung hingegen sollte idealerweise in südwestlicher Himmelsrichtung liegen. Das beschert den Bewohnern nicht nur viel Helligkeit, sondern senkt auch in Kombination mit großen Glasflächen die Heizkosten, da die Sonne das Innere unentgeltlich wärmt.

Die Küche

Nischenrückwände sind die Flecken-Bodyguards der Küche, die gleichzeitig optische Hingucker sein können, wie diese Designvariante unterstreicht. Foto: Schmidt Küchen

Für viele ist die Küche der wichtigste Raum des Hauses. Hier wird gekocht, gearbeitet und vor allem gelebt. An ihrer Raumgröße spart man jedoch oft. Und so fehlt es in vielen Küchen am nötigen Stauraum und statt des Schönen steht das Funktionale an erster Stelle. Das muss aber nicht sein! Denn auch kleinere Küchen können beides miteinander verbinden und mit ein wenig Deko ganz leicht aufgepeppt werden. Ein paar frische Kräuter beispielsweise, hängend angebracht, bringen sofort grünes Leben in den Raum.

Wohlfühlräume in der Küche schaffen

Auch in kleinen Küchen können Komfort und Funktion Hand in Hand gehen. Foto: AMK

Die Küchenplanung selbst erfordert ein wenig Mühe und vor allem Zeit, denn nichts ist ärgerlicher, als sich im Nach hinein über nicht vorhandene Elektroanschlüsse, eine unpraktische Anordnung der Geräte oder mangelnden Stauraum zu ärgern. Achten Sie vor allem auf kurze Wege zwischen dem klassischen Dreigestirn der Küche, Spüle, Herd und Kühlschrank, und lassen Sie sich von einem versierten Küchenplaner eingehend beraten. Bei wenig Platz sind gerade kombinierte und schmale Küchengeräte eine gute Alternative. Vor allem aber sollten Sie in kleinen Küchen den Raum nach oben ausschöpfen: Regale oder Hängeschränke bieten hier viele Möglichkeiten.

Das Esszimmer

Mehr als nur eine schöne Ergänzung: die neuen Beistelltische „Concrete Round Tables“ von Tom Tailor mit einer Betonplatte und Eichenfüßen. Foto: Tom Tailor

Tisch, Stühle, eine Vitrine oder ein schönes Sideboard sowie eine gute Beleuchtung: Die Zutatenliste für ein gelungenes Esszimmer ist nicht besonders lang. Das wichtigste Element ist natürlich der Tisch, an dem man gemeinsam tafelt. Besonders schön und gleichzeitig sehr kommunikativ sind runde Tische, die allerdings auch etwas mehr Platz benötigen als rechteckige. Wenn Sie gerne Freunde zu Besuch haben, sind ausziehbare Tische eine praktische Sache. Und egal ob Sie sich für einheitliche oder verschiedene Stuhlmodelle mit oder ohne Lehne, in unterschiedlichen Farben oder für eine Sitzbank entscheiden: An erster Stelle sollte die Bequemlichkeit stehen.

Wohlfühlräume im Esszimmer schaffen mit einem langen Tisch

Mit seinem minimalistischen Design wirkt dieser Esstisch von Hübsch Interior absolut zeitlos und passt sich jedem Einrichtungsstil an. Foto: car-Selbstbaumöbel

Ein Sideboard bietet schließlich viel Platz für Geschirr oder Gläser, die man schnell zur Hand haben möchte. Absolut in ist auch wieder der klassische Servierwagen, mit dem man sich die eine oder andere Lauferei in die Küche sparen kann und der gleichzeitig praktische Abstellmöglichkeiten für Schüsseln und Co. bietet. Das Wichtigste im Esszimmer ist jedoch ein warmes, blendfreies Licht.

Das Wohnzimmer

Wohlfühlräume im Wohnzimmer

Besonders kuschelig wird es im Wohnzimmer mit natürlichen Materialien wie etwa der neuen „Flannel“-Kollektion von Zara Home. Foto: Zara Home

Ein weiterer Lieblingsort von uns ist das Wohnzimmer. Auch wenn dieser Bereich längst nicht mehr ausschließlich für Besuch geöffnet wird, das Wohnzimmer ist nach wie vor das Repräsentationszimmer des Hauses. Daher wird ihm bei der Gestaltung auch die meiste Beachtung geschenkt. Sofa, Sessel, Couchtisch und meist ein passender Teppich bilden das Zentrum des Raums, um den sich TV-Möbel, Sideboards oder Regale gruppieren.

Die passenden Möbel für sich zu finden und entsprechend zu platzieren, lautet hier die Aufgabe. Und auch hier gibt es nicht die eine Lösung! Familien mit Kindern oder auch Haustierbesitzer haben etwa ganz unterschiedliche Ansprüche an eine Polstergarnitur. Und, warum nicht einmal unterschiedliche Farben für die Sofaelemente wählen? Oder: Ist ein Sofa wirklich obligatorisch? Für eingefleischte Kinofans sind beispielsweise Chaiselonguen eine überlegenswerte Alternative. Lassen Sie sich nicht von althergebrachten Mustern beirren: Da Sie sich hier am meisten aufhalten, sollten Sie auch allein über die Gestaltung des Raums entscheiden.

Ob als Ottomane oder Tagebett: Die Chaiselongue „Wind“ von Broste Copenhagen bietet nicht nur viel Platz, sondern ist vor allem ein gemütlicher Ort zum Entspannen. Foto: Broste Copenhagen

Sollten Sie sich für eine klassische Sofalandschaft entscheiden, empfiehlt es sich, diese in Form eines Rechtecks anzuordnen. Für mehr Flexibilität sorgen ein Sofa und mehrere Sessel, die sich je nach Bedarf – entweder für Gespräche oder gemeinsames Fernsehen – schnell umgruppieren lassen. Fernsehen ohne großen Kabelsalat ermöglichen heute zahlreiche TV-Möbel mit raffinierten Zusatzfunktionen. Für Leseratten schließlich sind Bücherregale im Wohnzimmer unverzichtbar. Offene Regalsysteme setzen diese in Szene. Für Ruhe und Behaglichkeit sollten Sie dazu auf Symmetrien achten. Gleiche Systeme nebeneinander platziert wirken ruhiger als ein buntes Potpourri von unterschiedlichen Regalformen, -größen und -höhen.

Licht für die Wohlfühlräume

Wohlfühlräume brauchen das richtige Licht

In Szene gesetzt: Wunderschöne Lichtblicke spendet die Stehlampe „Framo“ aus der aktuellen Leuchtenkollektion von Sompex. Foto: Sompex

Licht ist das große Thema bei der Gestaltung der Küche und des Ess- und Wohnzimmers. Und jeder dieser Bereiche ist wiederum anders: Eine alleinige Grundbeleuchtung in Form einer klassischen Deckenleuchte reicht daher nicht aus. Diese Allgemeinbeleuchtung dient nur der Orientierung, ersetzt jedoch kein Zonenlicht. Letzteres wird gezielt eingesetzt, um die unterschiedlichen Funktionsbereiche mit ihren jeweiligen Anforderungen zu beleuchten. Im Essbereich wird hierzu vor allem eine Pendelleuchte verwendet, während in der Küche gerne Spotleuchten zum Einsatz kommen. Zum Lesen empfiehlt sich schließlich ein Licht, das schräg von hinten strahlt, um Schatten zu vermeiden. Als dritte Funktion von Licht tritt die Akzent- oder Stimmungsbeleuchtung hinzu. Diese punktuell gerichtete Beleuchtung setzt Möbel oder Bilder in Szene und spendet ein besonders einladendes Licht. Gerade bei diesen kleineren Lichtquellen gilt: „Je mehr, desto besser“. Je nach Kontrast, Lichtfarbe und Helligkeit ist die Wirkung von Licht dabei jedes Mal anders.

Der letzte Schliff

Kleinen Dinge machen unser Wohnzimmer gemütlich. Wie der mit Pflanzen arrangierte „Forest Stool“. Foto: Bloomingville

Last but not least in der Gestaltung unserer Wohnbereiche sind schließlich gemütliche Textilien und persönliche Accessoires. Weiche Teppiche als Fußschmeichler oder ein Lammfell auf der Couch sind ebenso Gemütlichkeitsfaktoren wie ein kuscheliges Plaid oder Kissen in verschiedenen Farben und Formen. Ebenso „unverzichtbar“ sind Fotos Ihrer Lieben oder Kunstwerke an der Wand. Besonders gut an Wänden machen sich beispielsweise Bildercollagen, die an Linien ausgerichtet wurden. Abgerundet wird ein harmonisches Ensemble schließlich durch schöne Vorhänge oder Gardinen, aber auch durch Vasen, Kerzen, verschiedene Urlaubsmitbringsel oder kleine Skulpturen.


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