Wohnen mit der ganzen Familie

Wohnen mit der ganzen Familie
Fotos: Viebrockhaus

Zwei Häuser, zwei Grundstücke: Unmittelbar nebeneinander realisierte Familie Drossart gleich zwei Bauprojekte, um sich ihren Herzenswunsch einer „Drei-Generationen-Nachbarschaft“ zu erfüllen. Mit Erfolg!

Wohnen mit der ganzen Familie

„Wir machten meiner Mutter den Vorschlag, gemeinsam zu bauen. Für sie war es eine schwere Entscheidung. Aber sie war dann doch von der Idee begeistert. Und jetzt, da ihr erstes Enkelkind unterwegs ist, freut sie sich darauf, es so nahe bei sich aufwachsen zu sehen.“ Bauherr Stephan Drossart

Ob aus Zufall oder eine glückliche Fügung: Manchmal sind es gerade kleine Dinge, die unserem Leben eine neue Wendung geben. Fast schon ein Wink mit dem Zaunpfahl war es da, dass just zu dem Zeitpunkt, als Jessica Drossart ihr berufsbegleitendes Studium beendete, das familieneigene Ackerland im Rheinland zum Bauland erklärt wurde und somit das lang gehegte Wunschprojekt nach den eigenen vier Wände in greifbare Nähe rückte. Eine einschneidende Zäsur, sowohl für das junge Paar als auch für Marianne Drossart, die Mutter des Bauherrn: Denn die ältere Dame sollte mit ins neue Heim. Die Entscheidung darüber fiel der 71-Jährigen verständlicherweise nicht leicht, schließlich bedeutete der Umzug für sie nicht nur nach 52 Jahren aus einer städtischen in eine ländliche Umgebung zu ziehen, sondern auch viele lieb gewonnene Freunde und Bekannte zurückzulassen. Trotzdem ließ sie der Gedanke nicht los und vor allem die Aussicht, in der Nähe der Familie und vor allem auch der Enkelkinder zu leben, bedeutete ihr so viel, dass sie den Neustart wagte.

Gemeinschaftlich

Schöner Blickfang: Das Dreiecksfenster im Dachgeschoss verleiht dem Haus eine individuelle Note.

Ideen, Wünsche, Pläne: Anstatt des ursprünglich angedachten Zweifamilienhauses wurden letztlich zwei frei stehende Häuser realisiert, jeweils auf zwei Grundstücken mit zwei Gärten und zwei eigenen Terrassen. Unmittelbar nebeneinander und doch mit persönlichem Freiraum für die Einzelnen, großzügiger und schöner hätte es nicht gehen können. Auch die Suche nach dem Baupartner gestaltete sich nicht schwierig, auf Empfehlung von Freunden besuchten die Drei den Musterhauspark der Firma Viebrockhaus in Kaarst bei Düsseldorf. Ihren persönlichen Favoriten fanden Jessica und Stephan Drossart dabei zunächst in dem Entwurf „Maxime 800“. Je weiter die Planungen jedoch voranschritten, desto deutlicher wurde, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse besser im Haustyp „Edition 425“ aufgehoben wären.

Der offen gestaltete Wohn-, Ess- und Kochbereich wird über bodentiefe Fenster mit Tageslicht versorgt.

Gerne griffen die Zwei in diesem Zusammenhang auch auf den Erfahrungsschatz des Vertriebsleiters des Unternehmens, Herrn Haeger, zurück, der ihnen bei der Planung hilfreich zur Seite stand. Viel schneller als die beiden hingegen hatte Marianne Drossart ihren Favoriten gefunden. Ob in puncto Größe oder Raumaufteilung: Der Entwurf „Classico 300“ entsprach rundum ihren Vorstellungen. Nur wenige Anpassungen waren demnach letztlich nötig, einzig „die Fenster über dem Sofa im Wohnbereich, die bei diesem Haustyp nicht vorgesehen waren“ wurden geändert, so Stephan Drossart. Selbstständig übernahm die Rentnerin auch die Bemusterung und „wählte aus, was ihr gefiel: vom Klinker über die braunen Dachpfannen bis hin zur kompletten Innenausstattung“, erzählt der Sohn lächelnd.

Wohlfühlambiente

In der großen Küche können auch mehrere Köche gleichzeitig arbeiten, ohne sich dabei in die Quere zu kommen.

Ebenso klassisch wie das Haus der Mutter präsentiert sich das Heim des jungen Paars, für dessen Klinkerfassade die beiden jedoch einen dunkleren Ton wählten, der besonders harmonisch mit den weißen Fenstern kontrastiert. Am besten gefällt den beiden außen jedoch das Dreiecksfenster im Dachgeschoss, das dem Entwurf „eine ganz besondere Note“ verleiht, so der stolze Bauherr. Ein liebevolles Detail, das erneut beim Spitzboden aufgegriffen wurde, der im Moment noch als Ausbaureserve dient. Hinter der Eingangstür erwartet den Besucher zunächst eine geräumige Diele, von der sich durch eine zweiflügelig verglaste Tür der Weg in den großzügigen Wohnbereich der Familie öffnet. Fließend gehen hier die Bereiche Essen, Kochen und Wohnen in einander über, tief in freundliches Tageslicht getaucht durch die vielen bodentiefen Fenster, von denen eines über Eck ausgeführt wurde. Auf den im ursprünglichen Entwurf vorgesehenen Erker im Essbereich hingegen verzichtete das Paar, eine gerade Außenwand war ihnen lieber. Stattdessen öffnet nun eine breite Schiebetür diesen Bereich zum Garten hin und lässt am gemütlichen Frühstückstisch die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen. Ein absoluter Lieblingsort der Bewohner! Neben diesem gemütlichen Wohlfühlort wurden bei der Planung aber auch funktionelle Aspekte nicht vernachlässigt. So befinden sich im Parterre schließlich noch das Homeoffice des selbstständigen Hausherrn sowie ein kleines, modernes Bad mit bodengleicher Dusche.

Für zwei und mehr

Das Badezimmer im Dachgeschoss zeigt sich mit großer Wanne, Regendusche und zwei Waschtischen bestens für das Familienleben gewappnet.

Von der Diele öffnet sich auch der Weg nach oben, wo eine Empore die Verteilerfunktion zu den Privaträumen der Bewohner übernimmt. Neben dieser klassischen Aufgabe birgt sie jedoch noch ein besonderes Kleinod, denn direkt unter dem Dreiecksfenster fand ein über 100 Jahre altes Schulpult aus dem Familienbesitz sein Plätzchen. „An dieser Schulbank hat meine Großmutter zu Hause gelernt“, erzählt Stephan Drossart. Aktuell „nur“ ein dekoratives Element, wartet sie auf neue Nutzer, wobei das erste Kind gerade unterwegs ist. Vielleicht wird es aber auch lieber seinen Spiel- und Arbeitsplatz in einem der beiden gleich groß geschnittenen Kinderzimmer einrichten, die hier oben für den Nachwuchs bereitstehen. Und natürlich haben sich Stephan und Jessica Drossart auch ihr ganz persönliches Reich hier oben geschaffen mit einer eigenen Ankleide und einem sehr geräumigen Schlafzimmer. Komplettiert wird das obere Raumangebot schließlich durch ein familientaugliches Badezimmer inklusive Doppelwaschbecken und einer extragroßen Badewanne.

Zukunftsweisend

An warmen Tagen lockt die überdachte Terrasse zum Frühstück im Freien.

Ebenso weitsichtig wurde das Haus in energetischer Hinsicht geplant. Verschiedene Technikkomponenten – sorgfältig aufeinander abgestimmt – sorgen für eine besondere Wohlfühlatmosphäre. So hat sich nach Stephan Drossart die Wärmepumpe „im ersten Winter in unserem Haus schon bewährt“, und „die geregelte Be- und Entlüftung sorgt immer für frische Luft im Haus und ein angenehmes Raumklima.“ Darüber hinaus entschied sich das Paar noch für ein weiteres Technikpaket in Form einer 3,35-kWp-Photovoltaikanlage zur Eigenstromproduktion – mit Erweiterungsplänen. „Irgendwann wollen wir auch eine Hausbatterie nachrüsten, damit wir möglichst viel selbst produzierten Strom auch selbst verbrauchen können und weniger einspeisen müssen“, so der Hausherr. Entsprechend positiv fällt sein Fazit zum Hausbau aus: „Es war sehr schön, alles aus einer Hand zu erhalten. Auch das Zusammenspiel der Zwei-Generationen-Nachbarschaft (und demnächst sind es drei Generationen) hat sich für uns bewährt.“

Hausdaten

Hersteller: Viebrockhaus
Objekt: Edition 425 mit Vollkeller
Bauweise: massiv aus Porenbeton
Wohnfläche: EG 93,21 m²; DG 75,17 m²
Außenmaße: 12,42 m x 9,02 m
Dach: Satteldach, 40°
Jahresprimärenergiebedarf: auf Anfrage
Besonderheiten: Photovoltaikanlage, Wärmepumpe, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage
Preiskategorie: schlüsselfertig über € 300.000,–
Mehr Infos: www.viebrockhaus.de


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