Wohnkeller: Eine neue Welt entdecken

Wohnkeller: Eine neue Welt entdecken
Foto: Inter Ikea Systems

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen sich Keller als dunkle und feuchte Lagerfläche präsentierten. Ob als Hobbyraum, zusätzliches Büro oder eine kleine Einliegerwohnung: Vorausschauend geplant, bergen moderne Wohnkeller vielfältiges Potenzial.

Keller sind die Basis eines Hauses. Legen Sie die Messlatte in puncto Qualität, Technik und Ausführung hoch an – unabhängig von der Nutzung als Wohn- oder Nutzkeller. Dabei gilt es von der Grundstückssituation über die Baugrundbeschaffenheit bis hin zu Genehmigungsfragen zunächst einige Rahmenbedingungen zu prüfen. Und selbst wenn die Grundstücksbedingungen nicht einfach sein sollten, nahezu für alle Gegebenheiten lässt sich heutzutage eine passende Lösung finden.

Maßgefertigt

Für private Wellnessoasen wie etwa eine Sauna eignet sich der Keller ideal. Foto: glatthaar-fertigkeller

Neben klassisch gemauerten Kellern erfreuen sich Fertigkeller zunehmender Beliebtheit. Denn dank computergesteuerter Fertigungsanlagen können die Bauteile passgenau im Werk hergestellt und innerhalb kurzer Zeit auf der Baustelle montiert werden. Wohnlich gibt es keine Einschränkungen: Schnell und unkompliziert lassen sich mit beiden Varianten individuelle Wohnträume im Untergeschoss realisieren. Dreh- und Angelpunkt der Planung ist dabei die Frage, wie es am besten gelingt, viel Licht und Wärme in das eigentlich Dunkle zu bringen. Denn nur mit einem trockenen, das heißt einem fachgerecht abgedichteten und wärmegedämmten Keller mit einer durchdachten Belichtung herrscht eine Wohlfühl-Atmosphäre.

Basics

Im Sommer bietet ein Schlafzimmer im Untergeschoss gute Erholung. Foto: Knecht Kellerbau

Veränderungen gehören zu unserem Alltag. Davon bleiben auch unsere Wohnbedürfnisse nicht ausgenommen. Ein Keller kann ein wertvolles Back-up sein. Er kann als zweites Wohnzimmer, als separates Fernsehzimmer oder zusätzlicher Schlafraum dienen. Damit es gemütlich werden kann, sollten Bauherren in puncto Wärmedämmung möglichst über die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit ihren Regeln für „zu errichtende Gebäude mit normalen Temperaturen“ hinausgehen. Eine fachmännische Beratung ist in jedem Fall empfehlenswert. Wichtig ist auch, dass bereits bei der Planung des Untergeschosses die Eckdaten des Projekts stimmen. Dazu gehören neben seiner Grundfläche auch seine Bauhöhe, die Raumaufteilung sowie die technische Ausstattung. Für einen Wohnkeller sind eine Raumhöhe von 2,40 m sowie Fensterflächen von mindestens zehn Prozent der Raumfläche empfehlenswert. Die Bedingungen, mit welchen ein ausgebauter Keller zum Wohn-/Aufenthaltsraum wird, sind in den jeweiligen Landesbauordnungen festgehalten.

Ebenso wichtig ist es, ausreichend Strom- und Wasseranschlüsse einzuplanen; für Fitnessraum, Sauna, Wellnessbereich und Co. Unerlässlich ist auch eine Heizung, damit es zu jeder Jahreszeit gemütlich ist. In Kombination mit einer guten Wärmedämmung sowie einem richtigen Lüftungsverhalten schützt sie zugleich vor Schimmelbildung. Wie bei den Wohnräumen in den oberen Ebenen sollte bei der Raumaufteilung darauf geachtet werden, dass – für den größtmöglichen Tageslichteinfall – die Wohnräume nach Süden hin angeordnet werden. Ideal ist es schließlich auch, wenn der Keller einen eigenen Zugang besitzt – gerade wenn er später etwa als Wohnraum für den Nachwuchs genutzt werden soll.

Lichtquellen

Modernes Wohnen im Untergeschoss führt kein Schattendasein. Foto: glatthaar-fertigkeller

Neben einer guten Isolation gehört zu einem gemütlichen Wohnkeller viel Helligkeit – sowohl in Form von natürlichem als auch künstlichem Licht. Möglichkeiten dazu gibt es viele, neben klassischen Kellerfenstern kommen etwa Lichtböschungen oder spezielle Lichtschächte infrage. Früher oft gemauert werden heute in diesem Bereich vielfach Fertigbauteile eingesetzt. Eine Neuentwicklung gegenüber den klassischen Lichtschächten sind schräg nach oben gestellte Wandkonstruktionen, die wie eine Lichtrutsche fungieren und so noch mehr Tageslicht ins Innere holen. Im Bereich Fenster kommen vor allem hoch liegende Fenster oder Fensterbänder zum Einsatz. Sie besitzen den Vorteil, dass unter ihnen auch noch ein Regal untergebracht werden kann.

Gezielt eingesetzte künstliche Lichtquellen tragen ebenfalls zu einem wohnlichen Charakter des Untergeschosses bei. Gleichmäßig an die Decke angebracht, eventuell zusätzlich unterstützt durch geschickt platzierte Deckenleuchter oder Tischlampen, runden sie das Profil eines Wohnkellers ab.

Böden, Wände und Co.

Individuell und schön: Kreative Köpfe nutzen die Möglichkeit, ihr Wunschdesign mit textilen Fliesen selbst zu komponieren. Foto: epr/ TEPPICH & DU

Auch im Keller kommt dem Fußbodenbelag eine große Bedeutung zu. So verbreitet Teppichboden Wärme und Gemütlichkeit, während Fliesen hier unten oft kühl wirken. Wer sich mit einem Teppichboden nicht anfreunden kann, für den ist vielleicht ein Läufer – ausgelegt auf Laminat und Co. – eine gute Alternative. Für viel Behaglichkeit sorgen schließlich auch Farben an den Wänden: Erlaubt ist, was gefällt! Allerdings sind warme Farben wie sonniges Gelb oder ein Orange gegenüber kühlen und/oder dunklen Tönen vorzuziehen.

Weniger ist mehr gilt bei der Auswahl der Möblierung, damit der Raum nicht überfrachtet wirkt. Eine helle Möblierung eignet sich für ein gemütliches Ambiente am besten, während dunkle Holzarten oft schwer wirken. Last not but least können Sie durch den Einsatz von Spiegeln den Raum größer wirken lassen.

Sicherheit im Souterrain

Nicht nur Einbrecher, auch Regen und Ungeziefer können unangenehm werden: Wer ihr Eindringen verhindern möchte, entscheidet sich für einen hochwertigen Gitterrost. Foto: epr/Neher

Gerade in der dunklen Jahreszeit häuft sich die Zahl der Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Vor allem Nebeneingänge und Fenster locken Langfinger an. Entsprechend sollten sämtliche Fenster und Türen, sowohl in Erd- als auch Untergeschoss, mit hochwertigen mechanischen Sicherungen ausgestattet werden. Für Kellerschächte können etwa Gitterrostsicherungen zum Einsatz kommen, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de.


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